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Innungstag 2018: Die Zukunft der Ausbildung

Neue Konzepte für die Tischlerausbildung standen im Mittelpunkt des Innungstages in St. Pölten.

Mit rund 200 Gästen war der Tagungssaal im WIFI St. Pölten auch heuer wieder gut besucht. „Zu den Highlights im vergangenen Innungsjahr zählen die stets gut besuchten Viertelsveranstaltungen“, wie LIM Helmut Mitsch in seinem Rückblick erläuterte, „damit sind wir auch in der Bundesinnung immer ganz vorne dabei, denn auf den Viertelsveranstaltungen kommen wir in engen Kontakt mit vielen unserer Mitglieder.“ 

Über jede Menge Interesse konnte sich die Innung auch bei den beiden Seminaren zum normgerechten Fenstereinbau freuen, die zusammen mit der Holzforschung Austria (HFA) durchgeführt wurden. Der Seminarbesuch ist künftig Voraussetzung für das neue Fenstereinbau-Prüfsiegel der HFA. Der nächste Termin steht mit 13. März 2019 bereits fest.
Über die Neuigkeiten auf Bundesebene informierte Bundesinnungsmeister Gerhard Spitzbart. So ist seit heuer eine neue Karzinogene-Richtlinie in Kraft, mit der EU-weit Grenzwerte vereinheitlich wurden. Da in Österreich schon bisher strenge Regelungen für die Belastung durch Holzstaub galten, ändern sich die Grenzwerte hierzulande durch die neue Richtlinie nicht. Der Bundesinnungsmeister ging auch auf die laufenden Debatten rund um den Zwölf-Stunden-Arbeitstag ein.

„Für uns Tischler ist das oft gar nicht relevant“, meint Spitzbart, schließlich müsse man diese Mehrstunden in der Regel ohnehin in Rücksprache mit dem Mitarbeiter vereinbaren. In der Praxis werde sich also nicht allzu viel ändern. Man werde im Sinne der Sozialpartnerschaft aber weiter aktiv das Gespräch mit der Gewerkschaft suchen.

Neue Ausbildungsmodelle

Unter dem Titel „der Ausbildungsbogen neu gespannt“, stellten die beiden Landesinnungsmeister-Stellvertreter Johann Ostermann und Stefan Zamecnik eine neue Lehrausbildung vor, die in Niederösterreich als Modellversuch gestartet wird: Mit der dreijährigen Lehrausbildung „Tischlerei-Fertigung“ soll es künftig eine Alternative für Jugendliche geben, die sonst keine vollständige Tischlerausbildung bewältigen würden.

Das neue Lehrmodell wird in vier modulare Teilbereiche unterteilt, im ersten Lehrjahr sollen Ausbildungsdefizite nachgeholt werden. Auch für die Betriebe biete diese Lehrvariante interessante Chancen, ergänzt Helmut Mitsch: Schließlich könnten damit auch Firmen ohne sogenannten „3A-Bescheid“ wieder Lehrlinge ausbilden, etwa Montagebetriebe ohne eigene Werkstätte.
An der vierjährigen Fachschule für Tischlerei an der HTL Mödling gibt es ebenfalls Neuerungen: Zu Beginn der vierten Klasse steht künftig ein zehnwöchiges Pflichtpraktikum. Die Innung wird der HTL bei der Vermittlung von Praktikumsbetrieben helfen – interessierte Unternehmer sind somit aufgerufen, sich im Innungsbüro zu melden.

Meisterausbildung neu

Mit der Gleichstellung von Meisterprüfung und dem akademischen Bachelor-Titel im Rahmen des „nationalen Qualifikationsrahmens“ (NQR) und der Einstufung auf Level 6 kommen auch auf die Meisterausbildung inhaltliche Änderungen zu. „Der Tischlermeister muss unternehmensfit werden“, betont Landes­innungsmeister Helmut Mitsch. Im Auftrag der Bundesinnung erarbeiten die Landesinnung, die Meisterschule in Pöchlarn und Prüfer derzeit in Workshops die Rahmenbedingungen für die neue Meisterausbildung.

Mehr Infos erhalten Sie unter http://www.tischler-noe.at

Nachlese - Infos zum Thema Lohndumping: Mitglieder können sich den Vortrag von Wilfried Lehner, Leiter der Finanzpolizei Österreich, in der Download-Box herunterladen.

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© Tanja Wagner V.l.: Landesinnungsmeister Helmut Mitsch, Landesinnungsmeister-Stellvertreter Stefan Zamecnik und Landesinnungsmeister-Stellvertreter Johann Ostermann.