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Aktivierungspflicht für Edelmetalle und Edelsteine

Positive Änderung für Einnahmen-Ausgaben-Rechner

Hintergrund:

Mit dem 1. StabG 2012 wurde in § 4 Abs. 3 EStG 1988 aufgenommen, dass bei Zugehörigkeit zum Umlaufvermögen die Anschaffungs- und Herstellungskosten oder der Einlagewert von Gebäuden und Wirtschaftsgütern, die keinem regelmäßigen Wertverzehr unterliegen, erst bei Ausscheiden aus dem Betriebsvermögen abzusetzen sind. Dies bewirkt eine Durchbrechung des (vereinfachenden) Abflussprinzips und damit eine der Bilanzierung entsprechende realitätsgerechte Gewinnerfassung im Zeitpunkt des Wareneinsatzes bzw. des sonstigen Ausscheidens aus dem Betriebsvermögen.
 
Aufgrund von einigen Problemen/Unklarheiten gab es einen Termin mit dem Bundesministerium für Finanzen.
 
Es ist gelungen, dass die folgende Regelung mit der nächsten Wartung in die Einkommenssteuerrichtlinien aufgenommen wird:
 
  • Alle Edelmetalle, die ausschließlich der Weiterverarbeitung im Betrieb dienen, werden aus der Regelung des StabG 2012 ausgenommen. Dies betrifft alle Feinmetalle, Rohstoffe, Hilfsstoffe oder Einzelkomponenten, die für die Weiterverarbeitung bestimmt sind.
    Achtung: Goldbarren und Münzen sowie Zahngold sind weiterhin von der Regelung betroffen und können daher erst beim Verkauf als Aufwand geltend gemacht werden.
 
  • Edelsteine, deren Anschaffungskosten oder Einlagewert den Betrag von € 5.000,- pro Stein nicht übersteigen, werden ebenfalls von der Regelung des StabG 2012 ausgenommen. Nur Einzelsteine, Perlketten, Schmucksteine etc., nach der gemmologischen Nomenklatur mit Anschaffungskosten/ Einlagewert über € 5.000,- pro Stück, können seit 1.4. 2012 erst beim Verkauf als Aufwand geltend gemacht werden.
 
Diese neu für Edelsteine eingeführte Grenze von € 5.000. gilt seit 1. April auch bereits für Kunstwerke und Antiquitäten:
 
  • Kunstwerke, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder Einlagewert den Betrag von 5.000 € übersteigt
  • Antiquitäten, deren Anschaffungskosten oder Einlagewert den Betrag von 5.000 € übersteigt
  • Wirtschaftsgüter mit besonderem Seltenheits- oder Sammelwert (zB alte Weine, Briefmarken, alte Musikinstrumente), deren Anschaffungskosten oder Einlagewert den Betrag von 5.000 € übersteigt