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Das neue Zeitkontenmodell

Mit 1.7.2016 ist die neue Regelung in Kraft getreten.

Es handelt sich hierbei um ein flexibles Arbeitszeitmodell der Durchrechnung der Normalarbeitszeit bis zu einem Jahr für den Produktionsbereich, das zu den bisherigen Möglichkeiten der kollektivvertraglichen Arbeitszeitgestaltung hinzukommt.

Aufgrund des neuen Zeitkontenmodells wird es kostengünstiger als bisher möglich sein, betrieblichen Auftragsschwankungen und damit stark schwankenden Arbeitszeitbedürfnissen (aufgrund kurzfristiger Kundenwünsche) zu begegnen:

Der Kollektivvertrag bietet nunmehr die Rahmenbedingungen, durch eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeitregelungen im Einvernehmen mit dem Betriebsrat bzw. den Arbeitnehmern die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Metallindustrie zu erhöhen und damit auch die Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten.

Es ist Intention der Sozialpartner, dass die sinnvolle Gestaltung der neuen Arbeitszeitregelungen auf Betriebsebene sowohl Vorteile für die Arbeitgeberseite als auch für die Arbeitnehmerseite bringt:

  • Der Vorteil für die Arbeitgeberseite ist darin gelegen, dass die weiterhin gegebene Normalarbeitszeit von 38,5 Stunden – auftragsbezogen – innerhalb einer wöchentlichen Bandbreite von bis zu 45 Stunden sowie innerhalb eines bis zu 52-wöchigen Durchrechnungszeitraumes schwankend erbracht werden kann und damit die Wettbewerbsfähigkeit erhöht wird.
  • Der Vorteil für die Arbeitnehmerseite ist darin gelegen, dass die Arbeitsplatzsicherheit auch bei schwankender betrieblicher Auslastung mehr als bisher gewährleistet werden kann, Zeitzuschläge ab einem gewissen Zeitguthaben anfallen und erarbeitete Zeitguthaben längerfristig auch für zusätzliche Freizeitwünsche der Arbeitnehmer genutzt werden können.

Im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten wird es möglich sein, Zeitguthaben im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zu verbrauchen.

Die Regelung des Zeitkontenmodells wurde vorläufig befristet auf 3 Jahre abgeschlossen, wobei die Kollektivvertragspartner nach Ablauf der 3 Jahre evaluieren werden, ob die Regelungen dem Bedarf der Praxis entsprechen oder Adaptierungen notwendig sind.

Nachstehend die Eckpunkte des Zeitkontenmodells:

  • tägliche Normalarbeitszeit: 9 Stunden
  • wöchentliche Normalarbeitszeit: 32-45 Stunden
  • Zeitguthaben bzw. Zeitschulden pro Jahr: + 167 Stunden/ -120 Stunden,
    Erfassung auf Zeitkonten 1 bzw. 3
  • Zeitzuschlag bei ≥ +60 bis zur + 100. Stunde: 10 Prozent
  • Zeitzuschlag bei ≥ + 100. bis zur + 167. Stunde: 20 Prozent
  • Zeitzuschläge werden auf Zeitkonto 2 gebucht
  • Durchrechnungszeitraum: bis zu 52 Wochen
  • Übertrag pro Jahr: max. 40 Stunden auf Zeitkonto 3
  • Abgeltung von nicht übertragbaren Stunden:
    in Geld 50 Prozent Zuschlag (Teiler 1/143), in Zeit: 1:1,67
  • Mitbestimmung wie bei Erweiterter Bandbreite (VI/19a)
  • Wenn keine Vereinbarung über Abgeltung getroffen, dann Abgeltung in Geld