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Coronavirus – Informationen für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie

Info-Service zu Covid-19 für betroffene Firmen

Informationsstand: 16.11.2020

Ab 17.11.2020 bis (voraussichtlich) 6.12.2020 gelten neue COVID-19-Bestimmungen für Unternehmen. Hier finden Sie die aktuelle offizielle COVID-19-Notmaßnahmenverordnung.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick speziell für die Dienstleistungsbranchen der UBIT (Unternehmensberatung, Bilanzbuchhaltungsberufe, Informationstechnologie).

Schutzvorrichtungen für den Mund- und Nasenbereich müssen abdeckend und eng anliegend sein. Gesichtsvisiere und Gesichtsschilder erfüllen diese Voraussetzungen nicht.

Öffentliche Orte

An öffentlichen Orten im Freien muss gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein 1 Meter Mindestabstand eingehalten werden.

An öffentlichen Orten in geschlossenen Räumen muss gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein 1 Meter Mindestabstand eingehalten werden. Außerdem muss man eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende Schutzvorrichtung (z.B. Gesichtsmaske) tragen.

Ausgangsregelungen (diese Regelungen gelten bis voraussichtlich 6.12.2020)

Das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs ist erlaubt:

  • zum Zweck des zulässigen Betretens von Kundenbereichen (Details siehe unten),
  • zum Zweck der zulässigen Teilnahme an Veranstaltungen (Details siehe unten),
  • sofern dies zu beruflichen Zwecken erforderlich ist (Details siehe unten),
  • sofern dies zu Aus- und Fortbildungszwecken erforderlich ist (Details siehe unten).

Das bedeutet, dass z.B. ein dringender Auftrag oder eine notwendige Wartung erlaubt ist. Das Vorliegen dieser Voraussetzungen muss bei einer Kontrolle glaubhaft gemacht werden. Sie können dafür z.B. dieses WKO-Muster Ausgangsbeschränkung: Formular für Schlüsselarbeitskräfte verwenden.

Empfang von Kunden in der eigenen Betriebstätte (Achtung: Sonderregeln für „Veranstaltungen“ siehe unten)

Das Betreten des Kundenbereichs des Handels ist grundsätzlich untersagt, es gibt davon jedoch einige Ausnahmen. Folgende Ausnahmen betreffen UBIT-Unternehmen:

  • Das Betreten des Kundenbereichs zum Abschluss von Geschäften zwischen (mindestens) zwei Unternehmern ist von diesem Verbot ausgenommen. Das Verbot betrifft also nur Geschäfte mit Konsumenten.
  • Der Verkauf und die Wartung von Sicherheits- und Notfallprodukten.

Das Betreten des Kundenbereichs von sonstigen Dienstleistungsunternehmen ist grundsätzlich erlaubt. Für UBIT-Unternehmen gelten demnach folgende Regelungen:

  • Unternehmensberatung sollte wenn möglich im elektronischen Wege (z.B. online) erbracht werden. Falls dies nicht möglich ist, ist Unternehmensberatung auch mit Kundenkontakt im eigenen Kundenbereich zulässig. Die Erbringung der Dienstleistung vor Ort beim Kunden ist zulässig, sofern erforderlich (Details siehe unten).
  • IT-Dienstleistungen sollten wenn möglich im elektronischen Wege (z.B. online) erbracht werden. Falls dies nicht möglich ist, sind IT-Dienstleistungen auch mit Kundenkontakt im eigenen Kundenbereich zulässig (Achtung: Verbot für Handel mit Konsumenten, siehe oben). Die Erbringung der Dienstleistung vor Ort beim Kunden ist zulässig, sofern erforderlich (Details siehe unten).
  • Tätigkeiten der Bilanzbuchhaltungsberufe sollten wenn möglich im elektronischen Wege (z.B. online) erbracht werden. Falls dies nicht möglich ist, ist die Tätigkeit auch mit Kundenkontakt im eigenen Kundenbereich zulässig. Die Erbringung der Dienstleistung vor Ort beim Kunden ist zulässig, sofern erforderlich (Details siehe unten).

Das Betreten des Kundenbereichs für körpernahe Dienstleistungen ist verboten.

Wenn das Betreten des Kundebereichs erlaubt ist, müssen folgende Sicherheitsvorschriften eingehalten werden (Achtung: Für „Veranstaltungen“ gelten Sonderregelungen, siehe unten):

  • Mindestabstand von 1 Meter (Ausnahme: gemeinsamer Haushalt)
  • Es muss sowohl von Kunden als auch Mitarbeitern mit Kundenkontakt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende Schutzvorrichtung getragen werden (z.B. Gesichtsmaske). Für Mitarbeiter kann statt des Mund-Nasen-Schutzes aber auch eine andere „geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung“ verwendet werden, sofern diese denselben Schutz bietet (z.B. Trennwände).
  • Pro Kunde muss im Kundenbereich eine Fläche von 10m² zur Verfügung stehen (z.B. 10 Personen bei 100m² Fläche). Ist der Kundenbereich kleiner als 10 m², darf jeweils nur ein Kunde den Kundenbereich betreten.
  • Bei „baulich verbundenen Betriebsstätten“ richtet sich die maximale Kundenanzahl nach der tatsächlichen Gesamtfläche des Kundenbereichs. Vorräume, Kaffeeküche, etc. zählen also zu dieser Gesamtfläche dazu, sofern sie dem Kundenbereich zuzuordnen sind.

Kann auf Grund der Eigenart der Dienstleistung

  • der 1 Meter Mindestabstand zwischen Kunden und Dienstleister und/oder
  • vom Kunden das Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung nicht eingehalten werden,

ist diese nur zulässig, wenn durch sonstige geeignete (technische oder organisatorische) Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

Arbeitsort/Ort der beruflichen Tätigkeit

  • Die berufliche Tätigkeit sollte wenn möglich vorzugsweise außerhalb der Betriebsstätte erfolgen. Hierbei ist zwischen dem Arbeitsgeber und Arbeitnehmer ein Einvernehmen herzustellen.
  • Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist zwischen den Personen ein 1 Meter Mindestabstand einzuhalten, sofern nicht bereits durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.
  • Wenn der 1 Meter Mindestabstand auf Grund der Eigenart der beruflichen Tätigkeit nicht eingehalten werden kann, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen oder durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren (etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams oder die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden).
  • Strengere Vereinbarungen zum Tragen von den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden Schutzvorrichtungen (z.B. Gesichtsmasken) sind über Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zulässig.

Veranstaltungen (diese Regelungen gelten bis voraussichtlich 6.12.2020)

Veranstaltungen sind generell untersagt. Von diesem Verbot ausgenommen sind jedoch insbesondere        

  • Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken, sofern sie nicht in digitaler Form (z.B. online) abgehalten werden können und
  • unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeiten erforderlich sind und nicht in digitaler Form (z.B. online) abgehalten werden können.

Die bisherigen Voraussetzungen (COVID-19-Präventionskonzept, Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde und Bestellung eines COVID-19-Beauftragten) gelten nicht mehr!

Für erlaubte Veranstaltungen im eigenen Kundenbereich gilt die 10m²-Beschränkung pro Kunde (siehe oben).

Bei erlaubten Zusammenkünften muss gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein 1 Meter Mindestabstand eingehalten werden. Zusätzlich muss man einen abdeckenden und eng anliegenden Mund- und Nasenschutz tragen. Ausnahme: Kann jedoch bei erlaubten Zusammenkünften zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken auf Grund der Eigenart der Ausbildung

  • der 1 Meter Mindestabstand zwischen Personen und/oder
  • von Personen das Tragen des Mund- und Nasenschutzes nicht eingehalten werden,

ist durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren (Mindestabstände, Desinfektionsmittel, Trennwände, etc.).

Beispiel: Darf ich also mein privates Wirtschaftstraining durchführen? Wenn es sich hier um eine erlaubte unbedingt erforderliche Zusammenkunft zu beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken handelt, darf ich diese grundsätzlich in meinem Unternehmen, bei meinem Kunden oder in einem angemieteten Seminarraum veranstalten.

Achtung: Das Wirtschaftstraining darf nicht in einem Beherbergungsbetrieb (z.B. einem Seminarhotel) veranstaltet werden. In Beherbergungsbetrieben ist wäre dies nur zu Ausbildungszwecken „gesetzlich anerkannter Einrichtungen“ erlaubt.

Beratungsleistungen, die in der Betriebsstätte des Kunden erbracht werden (Achtung: Sonderregeln für „Veranstaltungen“ siehe oben)

Im Falle einer Beratung vor Ort beim Kunden in dessen Kundenbetrieb gilt:

  • Die berufliche Tätigkeit sollte wenn möglich vorzugsweise außerhalb der Betriebsstätte erfolgen (z.B. online)
  • Mindestabstand 1 Meter
  • Kann der 1 Meter Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen (oder durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams oder die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden).
  • Der Kunde ist zur Einhaltung der erforderlichen Bestimmungen für sich und seine Mitarbeiter entsprechend des „Arbeitsortes/Ortes der beruflichen Tätigkeit“ verpflichtet (siehe oben).

Fahrgemeinschaften

Die gemeinsame Benützung von Kraftfahrzeugen durch Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist nur zulässig, wenn in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Dies gilt auch für Aus- und Weiterbildungsfahrten. Für Fahrten zu beruflichen Zwecken gelten die Regelungen für „Arbeitsorte/Orte der beruflichen Tätigkeit“ (siehe oben).

Muster Aushang

Muster Formular für Schlüsselarbeitskräfte für Ausgangsbeschränkung

Empfehlungen des BM für Inneres zum Bürobetrieb

Die WKÖ aktualisiert laufend alle Informationen unter www.wko.at/corona