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Neue COVID - Öffnungsverordnung - Infos für die Gastronomie

Schutzmaßnahmen und Informationen rund um Corona für das Gastgewerbe ab 10. Juni 2021

Demnächst werden es wie vom Fachverband Gastronomie gefordert erste Lockerungen der Öffnungsverordnung geben. Ab 10. Juni kommt es insbesondere zu folgenden Verbesserungen:

Gastronomie:

  • Ausdehnung der Sperrstundenregelung von 22 auf 24 Uhr
  • Größere Besuchergruppen:
    • In geschlossenen Räumen: max. acht Personen zuzüglich ihrer minderjährigen Kinder (oder minderjährigen Kindern, gegenüber denen diese Personen Aufsichtspflichten wahrnehmen)
    • Im Freien: max. 16 Personen zuzüglich ihrer minderjährigen Kinder oder minderjährigen Kindern, gegenüber denen diese Personen Aufsichtspflichten wahrnehmen
  • Verringerung des Mindestabstandes zwischen Besuchergruppen auf einen Meter

Die Regelungen für Beherbergung, Gastronomie, Veranstaltungen, Wellnessbereiche etc.im Detail:

  1. EINTRITT: GETESTET, GENESEN, GEIMPFT
  2. PRÄVENTIONSKONZEPT UND COVID-BEAUFTRAGTER
  3. ERHEBUNG VON KONTAKTDATEN
  4. GASTRONOMIE
  5. VERANSTALTUNGEN
  6. MITARBEITER
  7. AUSHÄNGE
  8. FAQs

1. EINTRITT: GETESTET, GENESEN, GEIMPFT

Für den Eintritt/Zutritt zu Gastronomie, Beherbergung, Wellness-, Fitness-, und Spabereich, zu Veranstaltungen aber auch für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist in der Regel ein Nachweis über eine „geringe epidemiologische Gefahr“ vorzuweisen.

Damit sind alle getesteten, genesenen oder geimpften Personen gemeint, die mit Testung, überwundener Erkrankung oder Impfung diesen Nachweis erfüllen.

Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr benötigen keinen Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr.

Folgendermaßen sieht die Regelung im Detail aus:

 1.1.Getestet:

  • Negativer PCR-Tests (maximal 72 Stunden alt – Gültigkeit 3 Tage)
  • Antigen-Tests (maximal 48 Stunden alt – Gültigkeit 2 Tage)
  • Antigen-Selbsttests mit digitaler Lösung (maximal 24 Stunden alt – Gültigkeit 1 Tag)
  • Ausnahmsweise Antigen- Selbsttest unter Aufsicht des Betreibers einer Betriebsstätte oder einer von ihm beauftragten Person vor Ort: dieser Test gilt nur für diesen einen Besuch der Betriebsstätte. Der Test muss unmittelbar vor oder nach Betreten der Betriebsstätte vorgenommen werden.
  • Für Kinder sollen Schultests als Eintrittstests anerkannt werden.

1.2.Genesen

  • Eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2, die molekularbiologisch bestätigt wurde
  • Ein Nachweis nach § 4 Abs. 18 EpiG oder ein Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten 180 Tagen vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2  erkrankte Person ausgestellt wurde,
  • Ein Nachweis über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als drei Monate sein darf

 1.3.Geimpft

  • Nachweis über eine erfolgte Erstimpfung ab dem 22. Tag nach der Erstimpfung, wobei diese nicht länger als 90 Tage zurückliegen darf oder
  • Zweitimpfung, wobei die Erstimpfung nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf, oder
  • Impfung ab dem 22. Tag nach der Impfung bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, wobei diese nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf

oder

  • Impfung, wenn nicht länger als 270 Tage zurückliegt und wenn 21 Tage vor Impfung positiver PCR- Test bzw. vor der Impfung Nachweis neutralisierender Antikörper vorlag.

 1.4.Datenschutz

 Sofern ein Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr vorzuweisen ist, ist der Inhaber einer Betriebsstätte zur Ermittlung folgender personenbezogener Daten der betroffenen Person ermächtigt:

  1. Name,
  2. Geburtsdatum,
  3. Gültigkeitsdauer des Nachweises und
  4. Barcode bzw. QR-Code.

Darüber hinaus ist er berechtigt, Daten zur Identitätsfeststellung zu ermitteln. D. h., der Gastwirt oder Hotellier darf auch einen Ausweis zur Identitätskontrolle verlangen.

2. COVID-BEAUFTRAGTER UND COVID-PRÄVENTIONSKONZEPT

Ab 19. Mai 2021 ist unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten für Betriebsstätten der Gastronomie und Hotellerie ein COVID-19-Beauftragter und ein COVID-19-Präventionskonzept vorzusehen.

2.1.COVID-BEAUFTRAGTER

Voraussetzung für die Eignung als COVID-19-Beauftragter sind zumindest die Kenntnis des COVID-19-Präventionskonzepts sowie der örtlichen Gegebenheiten und der organisatorischen Abläufe. Der COVID-19-Beauftragte dient als Ansprechperson für die Behörden und hat die Umsetzung des COVID-19-Präventionskonzepts zu überwachen.

2.2.COVID PRÄVENTIONSKONZEPT

Ein COVID-19-Präventionskonzept hat jedenfalls zu enthalten: spezifische Hygienemaßnahmen, Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen, Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen, Entzerrungsmaßnahmen, Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion, Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf Hygienemaßnahmen, gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken sowie eine Risikoanalyse.

Um Sie bei der Prävention und Umsetzung der Risikoanalyse zu unterstützen, wurde für die Hotellerie und Gastronomie eigens ein Muster-Präventionskonzept erstellt :

Basierend auf einem Vorschlag für die vorgeschriebene Risikoanalyse enthält das Muster auch eine Checkliste für die oben genannten COVID-19 Präventionsmaßnahmen enthält. Darüber hinaus finden Sie für die Gastronomie und Hotellerie zentrale Inhalte, die bei gastronomischen Tätigkeiten, bei zulässigen Veranstaltungen und bei der Schulung von Mitarbeiter*innen zu beachten sind.

Das Muster dient als Vorlage zur Erarbeitung des betriebseigenen Präventionskonzeptes, d.h. es muss jedenfalls noch – mit Hilfe der Anlagen – an die Gegebenheiten des eigenen Unternehmens angepasst werden.

3. ERHEBUNG VON KONTAKTDATEN

Die Betreiber von Betriebsstätten der Gastronomie und Hotellerie sind verpflichtet, von Personen, die sich voraussichtlich länger als 15 Minuten am betreffenden Ort aufhalten, zum Zweck der Kontaktpersonennachverfolgung den

  • Vor- und Familiennamen und
  • die Telefonnummer und wenn vorhanden die E-Mail-Adresse zu erheben
  • Die Daten mit Datum und Uhrzeit des Betretens zu versehen

Im Falle von Besuchergruppen, die ausschließlich aus im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen bestehen, ist die Bekanntgabe der Daten von nur einer dieser Besuchergruppe angehörigen volljährigen Person ausreichend. Auf Verlangen sind die Daten der Bezirksverwaltungsbehörde zur Verfügung zu stellen. Die Daten sind für die Dauer von 28 Tagen vom Zeitpunkt ihrer Erhebung und bei Zusammenkünften ab dem Zeitpunkt der Zusammenkunft aufzubewahren und danach unverzüglich zu löschen.

Ein Muster für die Kontaktdatenerhebung, inklusive Datenschutzhinweis, steht zum Download bereit.

Eine Liste von Anbieter für digitale Lösungen zu finden Sie hier.
(Hinweis: Der Fachverband hat die Apps nicht auf Funktionalität oder Datensicherheit geprüft. Jede Haftung der WKÖ oder des Fachverbandes wird ausgeschlossen. Interessenten werden ersucht, sich direkt mit den angeführten Anbietern in Verbindung zu setzen. Bitte prüfen Sie, ob die App, die Sie verwenden möchten, auch alle geltenden Vorgaben erfüllt.)

4. GASTRONOMIE

Zutritt, Innen- und Außenbereich

  •  Zutritt nur für geimpfte, getestete oder genesene Personen (siehe Punkt 1.) Dies gilt nicht für Imbiss- und Gastronomiestände und das Abholen von Speisen (take away) und Lieferanten (Lieferdienste).
  • Auf- und Sperrstunde ist auf 05.00 bzw. 24.00 Uhr festgelegt
  • Der Betreiber darf Besuchergruppen in geschlossene Räume nur einlassen, wenn diese
    • aus maximal acht Personen zuzüglich ihrer minderjährigen Kinder (oder minderjährigen Kindern, gegenüber denen diese Personen Aufsichtspflichten wahrnehmen), oder
    • aus Personen bestehen, die im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Der Betreiber darf Besuchergruppen im Freien nur einlassen, wenn diese
    • aus maximal 16 Personen zuzüglich ihrer minderjährigen Kinder oder minderjährigen Kindern, gegenüber denen diese Personen Aufsichtspflichten wahrnehmen, oder
    • aus Personen bestehen, die im gemeinsamen Haushalt leben.

 Weitere allgemeine Maßnahmen

  •  Die Konsumation von Speisen und Getränken darf nicht in unmittelbarer Nähe der Ausgabestelle erfolgen.
  • Die Konsumation von Speisen und Getränken darf nur im Sitzen an Verabreichungsplätzen erfolgen. Abweichend davon dürfen Speisen und Getränke im Freien an Imbiss- und Gastronomieständen an Verabreichungsplätzen auch im Stehen konsumiert werden.
  • Selbstbedienung ist zulässig, sofern geeignete Hygienemaßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos gesetzt werden. Diese Maßnahmen sind im COVID-19-Präventionskonzept abzubilden.
  • Eine Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstandes gilt nicht sofern zwischen den Personen geeignete Schutzvorrichtungen zur räumlichen Trennung vorhanden sind. Geeignete Schutzvorrichtungen stellen z. B. Plexiglaswände oder Zwischenwände dar. Ansonsten müssen Verabreichungsplätze so eingerichtet sein, dass zwischen den Besuchergruppen ein Abstand von mindestens einem Meter besteht.
  • Es dürfen sowohl Speisen als auch Getränke im Zeitraum zwischen 5:00 und 24:00 Uhr abgeholt werden (Abstandsregel und Maskenpflicht). Lieferdienste können weiterhin zeitlich uneingeschränkt Speisen und Getränke abholen.
  • Zwischen 00:00 Uhr und 05:00 Uhr des folgenden Tages dürfen im Umkreis von 50 Metern um Betriebsstätten der Gastgewerbe keine Speisen oder Getränke konsumiert werden.

Weitere Maßnahmen für Gäste

  • Gegenüber anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder zur selben Besuchergruppe gehören ist ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.
  • In geschlossenen Räumen ist eine Maske zu tragen. Dies gilt nicht während des Verweilens am Verabreichungsplatz.
  • Der Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr ist für die Dauer des Aufenthalts bereitzuhalten.

5. VERANSTALTUNGEN

Zutritt nur für geimpfte, getestete oder genesene Personen (siehe Punkt 1.)

Zusammenkünfte mit zugewiesenen Sitzplätzen (Kinos, Kabarett, Seminar):

  • Veranstaltungsartige Zusammenkünfte mit fest zugewiesenen Plätzen sind unter folgenden Auflagen möglich:
    • Indoor mit bis zu 1.500 Personen (höchstens jedoch 75 Prozent der Maximalauslastung);
    • Outdoor mit bis zu 3.000 Personen (höchstens jedoch 75 Prozent der Maximalauslastung);
    • ab 50 Personen bedarf es einer vorhergehenden Bewilligung durch die Bezirksverwaltungsbehörde;
    • die Teilnehmer erbringen den Nachweis einer „geringen epidemiologischen Gefahr“ (= 3G-Regel: Nachweis eines/r Tests, Impfung, Genesung);
    • die Teilnehmer werden zum Zweck der Kontaktdatennachverfolgung dokumentiert;
    • die Verabreichung von Speisen und Getränken erfolgt unter Einhaltung der Auflagen für die Gastronomie;
    • Mindestabstand von 1 Meter gegenüber fremden Besuchergruppen oder ein freier seitlicher Sitzplatz;
    • FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen;
    • Bestellung eines COVID-19-Beauftragten und Ausarbeitung eines COVID-19-Präventionskonzepts ab 51 Personen. 

Zusammenkünfte ohne fest zugewiesene Plätze (z.B. Hochzeitsfeiern):

  • Veranstaltungsartige Zusammenkünfte ohne fest zugewiesene Plätze sind unter folgenden Auflagen möglich:
    • Indoor mit bis zu acht Personen (zzgl. Kindern);
    • Outdoor mit bis zu 16 Personen (zzgl. Kindern);
    • Indoor und Outdoor mit bis zu 50 Personen, sofern
      • die Veranstaltung bei der Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt wurde (die Anzeigepflicht gilt ab 17 Personen),
      • die Teilnehmer den Nachweis einer „geringen epidemiologischen Gefahr“ (= 3G-Regel: Nachweis eines/r Tests, Impfung, Genesung) erbringen,
      • die Teilnehmer zum Zweck der Kontaktdatennachverfolgung dokumentiert werden, und
      • eine Verabreichung von Speisen und Getränken ausschließlich im Freien und unter Einhaltung der Auflagen für die Gastronomie erfolgt.
    • Bei den genannten Zusammenkünften gilt jeweils die Mindestabstandspflicht von 1 Meter und die FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen (Ausnahme: bestimmte Veranstaltungen im kleinen privaten Kreis). 

6. MITARBEITER

Für Mitarbeiter des Gastgewerbes mit Kundenkontakt gelten folgende Regelungen:

  • Es ist entweder der Nachweis einer „geringen epidemiologischen Gefahr“ (= 3G-Regel: Nachweis eines/r Tests, Impfung, Genesung) zu erbringen oder durchgehend eine FFP2-Maske zu tragen (auch im Freien).
  • Mitarbeiter, die den Nachweis erbringen, können wahlweise auch einen herkömmlichen MNS tragen (auch im Freien).
  • Achtung: Ein Nachweis mittels Tests muss künftig laufend erneuert werden. Er gilt (je nach Testart) also nur noch zwischen 24 und 72 Stunden und somit – anders als früher – nicht mehr für sieben Tage. 
  • Der Nachweis der 3G ist für die jeweilige Geltungsdauer bereit zu halten.

Für Mitarbeiter des Gastgewerbes ohne Kundenkontakt (z.B. Küchenkräfte) gelten folgende Regelungen:

  • Sofern eine Interaktion mit anderen Mitarbeitern stattfindet, muss zumindest ein herkömmlicher MNS getragen werden oder das Infektionsrisiko durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen (z.B. Bilden von festen Teams und regelmäßige Testungen) minimiert werden.
  • Im Freien besteht für Mitarbeiter ohne Kundenkontakt keine Maskenpflicht mehr. 

Beispiel: Ein negativ getesteter Rezeptionist hat weiterhin einen MNS zu tragen, außer die Rezeption ist durch Plexiglaswände geschützt und es findet auch kein physischer Kontakt mit anderen Arbeitnehmern statt.

Zur Durchführung der Testungen kann jedenfalls das bereits bekannte gratis Testangebot „Sichere Gastfreundschaft“ (nähere Informationen: www.sichere-gastfreundschaft.at/testangebot ) in Anspruch genommen werden.

Dieses wird für die Sommersaison 2021 (1. Mai 2021 bis 31. Oktober 2021) fortgesetzt.

An jenen Wohnorten, an denen andere Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von niederschwelligen und kostenlosen PCR-Tests für symptomlose Personen bestehen (wie derzeit z.B. „Alles Gurgelt“ in Wien) kann das Testangebot nach einer mehrwöchigen Übergangsfrist nicht mehr in Anspruch genommen werden. 

7. Aushänge

8. FAQ

Fragen und Antworten zu den aktuellen Regelungen in der Gastronomie