th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

KV-Änderung Glaser: Taggeld

gültig ab 01.05.2016

Aufgrund einiger Unklarheiten und Unmutsäußerungen in Bezug auf das Taggeld im RKV für das Glasergewerbe, welches mit 1.5.2016 eingeführt wurde, ist die Bundesinnung noch einmal in Gespräche mit der Gewerkschaft in Bezug auf eine „Entschärfung“ dieser Regelung eingetreten.

Die Gewerkschaft hat für eine Entschärfung grundsätzlich grünes Licht gegeben, da das Glasergewerbe, anders als andere Branchen, zum einen nicht dem BUAG unterliegt und zum anderen vielfach keine Baustellentätigkeiten, sondern Montagetätigkeiten durchgeführt werden und die Mitarbeiter uU mehrmals am Tag in den Betrieb zurückkehren.

 

Im Vergleich zur „alten“ Formulierung fällt das Taggeld nunmehr für Arbeitnehmer an, die außerhalb des ständigen Betriebes für mehr als 3 Stunden ihre Arbeitsleistung bei täglicher Rückkehr auf nach ASchG meldepflichtigen Baustellen erbringen.

Nach ASchG meldepflichtige Baustellen sind Baustellen, die voraussichtlich länger als 5 Arbeitstage dauern (§ 97 ASchG).

In der „alten“ Taggeld-Regelung wäre das Taggeld bei einer Arbeitsleistung von mehr als 3 Stunden auf jeder Baustelle angefallen.

 

Somit konnte die Regelung - wie von vielen Seiten gewünscht - entsprechend entschärft werden.

 

Der RKV Glaser wird in Absprache mit der Gewerkschaft rückwirkend mit 01.05.2016 geändert- oben genannte neue Regelung gilt somit mit 01.05.2016!


Neuer Text § 5 RKV Glaser Taggeld

(Änderungen fett markiert)

§ 5 Taggeld

 

1. Arbeitnehmer, die außerhalb des ständigen ortsfesten Betriebes, für den sie aufgenommen wurden, zur Arbeit auf nach ASchG meldepflichtigen Baustellen eingesetzt werden und täglich an ihren Wohnort zurückkehren erhalten ein Taggeld. Arbeiten auf nach ASchG meldepflichtigen Baustellen gelten jedenfalls als Arbeit außerhalb des ständigen ortsfesten Betriebes.

 

2. a) Der ständige ortsfeste Betrieb des Arbeitgebers und der Wohnort des Arbeitnehmers sind im Arbeitsvertrag oder im Dienstzettel festzuhalten.

 

b) Wohnort ist das Gemeindegebiet des Ortes, in dem der Arbeitnehmer seinen Hauptwohnsitz in Österreich hat. Einem Hauptwohnsitz in Österreich sind ausländische Hauptwohnsitze in Grenzbezirken gleichgestellt (Grenzgänger), sofern der Arbeitnehmer über keinen Hauptwohnsitz in Österreich verfügt.

 

c) Der Nachweis des Hauptwohnsitzes, an dem der Arbeitnehmer seinen tatsächlichen Mittelpunkt der Lebensinteressen hat, erfolgt durch Vorlage einer amtlichen Bestätigung durch den Arbeitnehmer. Eine Änderung dieses Hauptwohnsitzes ist dem Arbeitgeber unverzüglich bekannt zu geben. Erfolgt kein Nachweis durch den Arbeitnehmer oder besteht kein Hauptwohnsitz in Österreich oder in einem Grenzbezirk, so gilt der Erstaufnahmeort beim jeweiligen Arbeitgeber in Österreich als Anknüpfungspunkt.

 

3. Der Anspruch auf Taggeld besteht für jene Tage, an denen eine tatsächliche Arbeitsleistung von mehr als 3 Stunden erbracht wird oder bei Schlechtwetter eine Arbeitsbereitschaft von mehr als 3 Stunden besteht.

 

4.  Erfolgt der Arbeitsantritt vom ständigen ortsfesten Betrieb bzw. vom Wohnort gemäß Z 2 des Arbeitnehmers aus, so hat er Anspruch auf Taggeld, sofern der Arbeitnehmer im Auftrag des Arbeit­gebers auf nach ASchG meldepflichtigen Baustellen außerhalb des ständig ortsfesten Betriebes eingesetzt wird und täglich an seinen Wohnort zurückkehrt. Das Taggeld beträgt bei einer Arbeitszeit von mehr als 3 Stunden € 5,15 pro Arbeitstag,

Durch Betriebssvereinbarung kann im Rahmen der einkommensteuerlichen Bestimmungen das Taggeld erhöht werden.

 5. Ansprüche des Arbeitnehmers gemäß § 4 Z 2 schließen Leistungen gemäß § 5 aus.