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Dialog Holzbau 2019 - Wohnen in Holz für wenig Schotter

Dialog Holzbau gibt Denkanstöße für leistbares Wohnen im Holz
Angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Denn Baukosten und Immobilienpreise haben in den letzten Jahren stark angezogen. Viele machen steigende Vorgaben von Normen, Richtlinien und Baugesetzen für die Kostensteigerung verantwortlich. Beim Dialog Holzbau von Landesinnung Holzbau OÖ und proHolz OÖ haben gestern Abend in der Wirtschaftskammer Oberösterreich Autor und Publizist Christian Schittich und Architekt Simon Speigner ihre Erfahrungen und Einblicke vor etwa 300 Holzbauinteressierten präsentiert.

Einfach Bauen in aller Welt — Wohnen auf kleinstem Raum
Normative und rechtliche Rahmenbedingungen sind keine Naturgesetze. Als Gesellschaft bestimmen wir letztlich selbst, wie wir leben wollen. Um neue Perspektiven zu eröffnen, warf Christian Schittich einen Blick weit über die Grenzen nach Asien. In der traditionellen japanischen und chinesischen Architektur spielt der Baustoff Holz eine große Rolle. Obwohl die Dämmstandards in Japan weit geringer sind als in Mitteleuropa, wird dort wesentlich weniger Heizenergie benötigt. Das liegt nicht nur an dem milderen Klima, sondern auch daran, dass die Menschen insbesondere in den Großstädten auf kleinstem Raum zusammenleben. Er zeigte als Beispiel ein Haus einer 6-köpfigen Familie, das auf einem nur 35 Quadratmeter großen Grundstück und mit einer Wohnfläche von nur 90 Quadratmetern in Tokyo errichtet wurde.

Günstig und qualitätsvoll wohnen in Holz
Wie ein guter Kompromiss aus Qualität und Kosten in Holz aussehen kann, zeigte Architekt Speigner anhand seines Großprojekts Holzwohnbau Hummelkaserne, das in Graz umgesetzt wurde. Die Kostendiskussion ist im Wohnbau allgegenwärtig. Speigner gab zu bedenken, dass man aber genau hinsehen müsse, von welchen Kosten die Rede ist. Letzten Endes seien die Lebenszykluskosten, also die Kosten, die von der Errichtung über den Betrieb bis zum Rückbau entstehen, für leistbares Wohnen entscheidend. Auch Quadratmeter-Preise wären nur bedingt aussagekräftig. Denn, wenn eine Wohnung viele Gänge hat und schlecht geschnitten ist, geht viel Wohnfläche verloren.

Wie viel Qualität leisten wir uns?
Eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion setzte sich anschließend mit der Frage: „Wie viel Qualität leisten wir uns?“ auseinander. LH-Stv. Manfred Haimbuchner wies darauf hin, dass Holz im geförderten Wohnbau derzeit noch kaum eine Rolle spiele. Das könnte sich laut Haimbuchner allerdings ändern, denn ein großes Potenzial für das Holz als Baustoff liege im Modulbau und im seriellen Wohnbau. „Auch in der Nachverdichtung, also in der Aufstockung, im An- und Zubau von bestehenden Gebäuden, steckt ein großes Wachstumsfeld für Holz“, so Haimbuchner.

Als Experten brachten auch Wolfgang Modera, Vorstandsvorsitzender der GIWOG, und Architektin Teresa König vom Architekturbüro Kon-tur ZT GmbH ihre Erfahrungen in die Diskussion ein. Die GIWOG verwaltet über 700 Wohneinheiten in Holz, überwiegend in der Steiermark. Aufgrund der guten Erfahrungen werde man auch weiterhin auf Holz als Baustoff setzen, so Modera. König berichtete über ihre Studie zu einem Gemeinschaftswohnprojekt. Durch die gemeinschaftliche Nutzung von Wohnraum könnten auf gleicher Fläche mehr Menschen leben. Umfragen zeigen auch, dass eine Nachfrage für alternative Wohnkonzepte da wäre.


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Nachbericht sowie Tagungsunterlagen zum Download.

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