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Auftraggeberhaftung NEU

Neuerungen ab 01.01.2015

Mit dem 2. Sozialversicherungs-Änderungsgesetz 2013 wurden Änderungen beschlossen, die mit 1.1.2015 in Kraft treten.

Änderungen im Bereich der Auftraggeberhaftung (AGH) durch das 2. SVÄG 2013


Unternehmen ohne Dienstnehmer

Bisher wurden ausschließlich Unternehmen, die Dienstnehmern beschäftigen, in der HFU-Liste geführt. Unternehmer ohne Dienstnehmer unterlagen mangels einer Möglichkeit von Beitragsschulden nicht der AGH, weshalb eine Führung auf der HFU-Liste nicht erforderlich war. Dies wurde aber von den betroffenen Unternehmen im Wettbewerb oftmals als nachteilig angesehen.

Ab 1.1.2015 besteht nun die Möglichkeit, dass auch Unternehmen ohne Mitarbeiter in der HFU-Liste geführt werden, wenn der betreffende Unternehmer nach dem GSVG versichert ist und keine Beitragsrückstände nach diesem Gesetz bestehen (§ 67e ASVG).

Eine Verpflichtung, sich in der HFU-Liste führen zu lassen, besteht für diese Unternehmen auch weiterhin nicht.


Überweisung von Haftungsbeträgen bei Auftragnehmern ohne Dienstgebernummer (DGNR)

Das DLZ hat bisher keine Haftungsbeiträge entgegengenommen, wenn der (Sub-)Auftragnehmer über keine Dienstgebernummer (DGNR) verfügt. Für den Auftraggeber bestand damit das Problem, dass er haftbar war, wenn der Auftragnehmer nicht angemeldetes Personal (Schwarzarbeiter) eingesetzt hat. Mit der Neuregelung ist ab 1.1.2015 die Abfuhr von Haftungsbeträgen in jedem Fall – d.h. auch bei Auftragnehmern, die keine DGNR haben (z.B. in- und ausländische Ein-Personen-Unternehmer, ausländische Unternehmer ohne in Österreich sozialversichertem Personal) – möglich (§ 67a Abs. 4 ASVG).

Wir empfehlen, von der neuen Möglichkeit als Auftraggeber Gebrauch zu machen und Haftungsbeiträge auch bei Auftragnehmern ohne DGNR an das Dienstleistungszentrum zu überweisen, um damit eine diesbezügliche Haftung zu vermeiden.