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IBAN und BIC

Umstellung vorbereiten

Der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum SEPA kommt. Aber Achtung: Die Umstellung auf internationale Kontonummern (IBAN) und Bankleitzahlen (BIC) erfolgt nicht automatisch.

 

Der Zahlungsverkehr wird europaweit vereinheitlicht: Ziel ist der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area, kurz SEPA): „Dort werden keine Unterschiede mehr zwischen inländischen und grenzüberschreitenden Zahlungen gemacht“, sagt Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung. Der SEPA-Raum umfasst dabei derzeit alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz und Monaco. Mit SEPA spielt es also künftig keine Rolle mehr, in welchem Land des SEPA-Raumes der Überweiser und der Empfänger ihre Konten führen. Der Vorteil für Unternehmen und Private sind die schnelleren und noch günstigeren Transaktionen.

 

Elektronisch wird ab 1. Februar nur mehr IBAN und BIC akzeptiert

 

In diesem europäischen Zahlungsverkehrsraum dürfen Banken die Zahlungen ihrer Kunden - Überweisungen, Lastschriften - nur noch nach einheitlichen Vorgaben bearbeiten. Das bedeutet für alle Kontoinhaber: Die bisher übliche Kennung, bestehend aus individueller Kontonummer und Bankleitzahl, verschwindet. Stattdessen müssen künftig eine internationale Kontonummer (International Bank Account Number, kurz IBAN) sowie die internationale Bankleitzahl (Bank Identifier Code, kurz BIC) verwendet werden. Auf den meisten Bankkarten sind IBAN und BIC übrigens bereits auf der Rückseite zu finden. Ab 1. Februar 2014 werden im elektronischen Zahlungsverkehr in Europa nur mehr diese so genannten „SEPA-Formate“ IBAN und BIC akzeptiert.

„Eine verspätete Umstellung kann schwerwiegende Folgen haben. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, haben die österreichischen Kreditinstitute umfangreiche Maßnahmen getroffen“, so Rudorfer.

   

Bildtext:

Die IBAN hat in Österreich 20 Stellen. Zunächst das Länderkürzel (z.B. AT für Österreich), dann folgen zwei zusätzliche neue Zahlen (Prüfziffern), dann die bisherige Kontonummer. Die neuen Prüfziffern helfen, Fehler bei der Zahleneingabe zu verhindern: Ein dahinter liegendes Prüfsystem erkennt nämlich, wenn die eingetippten Zahlen und Buchstaben nicht zusammenpassen.

     

Damit die Umstellung gelingt

   

Das sollten Unternehmen schon jetzt tun

 

Viele der heimischen Unternehmen, insbesondere KMU, sind noch nicht ausreichend auf die Umstellung vorbereitet. Damit die Umstellung gelingt, sollten alle Unternehmen die erforderlichen technischen und organisatorischen Anpassungen vornehmen:

 
  • Die IBAN ist bei der Beauftragung von Überweisungen und Lastschriften verpflichtend anzugeben. Interne Datenbanken und Buchhaltungssoftware-Systeme müssen dementsprechend angepasst werden. Die IBAN sowie der BIC sind auch auf Rechnungen verpflichtend anzugeben.
  • Bei beleghaften Überweisungen ist die Umstellung auf die Zahlungsanweisung erforderlich.
  • Lastschriften erfordern organisatorische Umstellungsmaßnahmen wie Anpassung der Rechnungslegungsprozesse (Prenotification, Rechnungsversand), Anpassung der Mandate bzw. Mandatsvordrucke (CreditorID, Mandatsnummer) sowie die Beachtung von Einreichfristen bei der Bank. Darüber hinaus sind technische Anpassungen wie die Kennzeichnung von Lastschriften und die Anwendung der technischen (Rück-)Meldungen bzw. Nachrichten vorzunehmen.
  • Ebenso ist die Umstellung des Formates bei der Beauftragung sowie beim Erhalt von Zahlungen (Kontoauszüge!) von bisher EDIFACT auf XML vorzunehmen.
   

Checkliste für die SEPA-Umstellung

 
  • Planen Sie die Umstellung gemeinsam mit Ihrer Hausbank.
  • Geben Sie IBAN und BIC gemeinsam auf Rechnungen an.
  • Passen Sie Ihre Buchhaltungsprogramme auf SEPA-Erfordernisse an.
  • Verwenden Sie Zahlungsanweisungen (neue Zahlscheine).
  • Stellen Sie Einzüge und Lastschriften auf SEPA-Lastschriften um.