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Lehrlinge in unserer Branche

Eigener Lehrberuf „e-commerce“ für den Handel und den Verkauf im Internet

In letzter Zeit wurde die Forderung aufgestellt, einen eigenen Lehrberuf für „e-commerce“ zu schaffen, also für den Handel und den Verkauf im Internet.

Diesem Wunsch können wir uns nicht anschließen. Unbestritten hat unsere Branche noch kein ideales Konzept gefunden, die beiden Welten - Internet sowie stationärer Handel - erfolgreich zu  kombinieren. Diese Einschätzung gilt für alle Handelsstufen, beginnend bei unseren Lieferanten. 

Wir sind mehr als je zuvor der Meinung, dass unsere Kunden insbesondere bei den von uns angebotenen TV-Geräten, großen Haushaltsgeräten etc. die fachgerechte Beratung und Betreuung wünscht, ja, er will vor dem Kauf das Produkt nicht nur am Bildschirm, sondern auch in Wirklichkeit sehen und anfassen. Wie will man sonst beispielsweise am Computer eine TV-Bildqualität prüfen? 

Versandunternehmen können dies nicht anbieten. Die extrem hohen Rücklaufquoten – Konsumenten senden über 50% bestellter Ware wegen Unzufriedenheit zurück – beweisen die hohe Zahl von Fehlkäufen, ganz abgesehen von Gewährleistungs- und Serviceproblemen. 

Einerseits dürfen unsere Betriebe nicht zum Schauraum für Versandunternehmen degradiert oder unsere Mitarbeiter als Auskunftspersonen missbraucht werden, Stichwort „Beratungsdiebstahl“.  Auch können österreichische Serviceunternehmen nicht auf Kosten des österreichischen Handels Garantieleistungen für ausländische Versandfirmen übernehmen.

Andererseits müssen wir dem österreichischen Konsumenten eine glaubwürdige Alternative anbieten. Dazu zählt vor allem gut ausgebildetes, fachkundiges Personal. Einem „Universal-e-commerce-Lehrling“ würde jede Fachkenntnis unserer Branche fehlen. Nur über Versand- und Zahlungsmöglichkeiten Bescheid zu wissen, wird nicht reichen.  

Wir unterstützen daher ideell und materiell höchst intensiv die Lehrlingsausbildung, auch in den Berufsschulen. So haben wir mit tatkräftiger Unterstützung unserer Lieferanten BSH, De‘Longhi-Kenwood, Liebherr, Monacor, Novis, Samsung und Whirlpool in jedem Bundesland Demonstrationsstudios eingerichtet, wo unser Nachwuchs mit den modernsten Geräten vertraut wird. Überdies werden Spezialisten unserer Branche direkt in den Berufsschulen über die neusten technischen Entwicklungen informieren. Mit Wettbewerben und damit verbundenen Preisen werden wir eine verstärkte Initiative starten. 

Wir verfolgen auch die Lehrpläne mit großem Interesse. Wir empfehlen seit Jahren, dass für jeden Elektrohändler ein Auftritt im Internet alternativlos ist. Die Realisierung, die sich vor allem für kleinere Unternehmen nicht immer einfach darstellt, soll ab dem kommenden Schuljahr auch Eingang in die Ausbildungsordnung des Einzelhandels finden – und zwar mit dem Ausbildungsschwerpunkt „digitaler Verkauf“, der als Zusatzausbildung für unsere Lehrlinge angeboten wird und damit zu einer optimalen Vereinbarkeit der beiden Welten, online und offline, beiträgt.  

Für Anregungen zu diesem Thema sind wir jederzeit dankbar. 

Eine Aktion für den Elektrofachhändler

KommR Ing. Wolfgang Krejcik
Bundesgremialobmann