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Änderungen beim Labelling für Leuchten ab 25.12.2019

Neue Energieverbrauchskennzeichnung von Lichtquellen

Am 5.12.2019 wurde die neue europäische Verordnung 2019/2015 zur Energieverbrauchskennzeichnung von Lichtquellen im Amtsblatt der Europäischen Kommission veröffentlicht. Die wesentlichen Regelungen der neuen Vorschrift werden erst im Jahr 2021 wirksam. Jedoch gibt es einzelne Regelungsbereiche, die schon mit Inkrafttreten am 25.12.2019 Wirkung erlangen.

Am 1.3.2021 werden neue Energieeffizienzklassen für Lichtquellen eingeführt: Das Energielabel wird von A+++ bis E auf A bis G neu skaliert.

Außerdem erhalten Energielabel einen QR-Code, der es Kunden ermöglicht, weitere Informationen zum Produkt aus der neu geschaffenen EPREL-EU Datenbank abzurufen.

Der Wegfall der Plus-Klassen und die Ergänzung des QR-Codes sollen die Transparenz und vor allem die Verständlichkeit für Käufer neuer Produkte steigern.

Änderungen ab 25.12.2019 

Bereits ab dem 25.12.2019 entfällt die Pflicht der Lieferanten und Händler, EU-Energielabel an Leuchten anzubringen. Dies gilt auch für Leuchten, bei denen die Lichtquelle (z. B. LED) zur Überprüfung entnommen werden kann. Die neue Regelung ist in der Sache folgerichtig, da eine Leuchte selbst keinen festen Energieverbrauch aufweist.

Neue EU-Energielabel für Lichtquellen ab 1.3.2021

Auch der Anwendungsbereich der Verordnung wurde geändert. Die Rede ist nicht mehr von elektrischen Lampen und Leuchten, sondern von Lichtquellen. Demnach sind Produkte, welche die Eigenschaft besitzen, Licht zu emittieren, zukünftig Lichtquellen im Sinne der Verordnung.

Erfasst sind damit Lampen, LEDs, LED-Module und Leuchten, bei denen die Lichtquelle nicht ausgebaut werden kann. Die bislang geltende Kennzeichnungspflicht für Leuchten ohne Leuchtmittel wird ersatzlos gestrichen.

Umgang mit Lagerware und Restbeständen

Ungeklärt ist derzeit die Frage, was mit bereits gekennzeichneten Leuchten aus Restbeständen, in Ausstellungen, in Werbeträgern oder auf Webseiten passiert. Unklar ist, ob mit der entfallenden Kennzeichnungspflicht auch ein Verbot einhergeht, Leuchten mit dem ab dem 25. Dezember 2019 nicht mehr gültigen EU-Energielabel anzubieten.

Der Abverkauf von Leuchten in Kartons, die noch das alte Energielabel tragen und vor dem 25.12.2019 in Verkehr gebracht wurden, ist nach derzeitigem Wissensstand weiterhin zulässig. Diese für Lagerware übliche Einschätzung teilt dem Vernehmen nach auch die Europäische Kommission. Ein Durchgreifen der Behörden ist insoweit also nicht zu erwarten. Das Gleiche dürfte für bereits im Umlauf befindliche Print-Informationen wie z. B. Kataloge oder Produktflyer gelten.

Ebenso wie Label auf Verpackungen bereits in Verkehr gebrachter Leuchten nicht überklebt werden müssen, müssen daher auch Printmedien nicht aus dem Markt zurückgeholt werden. Bei Werbemaßnahmen und Produktinformationen, bei denen eine Entfernung des Labels ohne größeren Aufwand möglich ist, wie etwa in Webshops oder bei Online-Werbung, erscheint eine Beanstandung jedoch zumindest denkbar. Eine klare Aussage zu dieser Frage konnte von offizieller Stelle bisher nicht erlangt werden.

Um das Risiko einer Abmahnung bzw. einer behördlichen Beanstandung gänzlich auszuschließen, empfehlen wir folgende Vorgehensweise:

Ab dem 25.12.2019 sollten Leuchten 

  • an Verkaufsstellen und in Ausstellungsräumen,
  • auf Webseiten bzw. in Online-Shops, sowie
  • bei jeder Art neuer Werbung und neuer Kataloge

nicht mehr mit dem EU-Energielabel beworben werden.

Eine Entfernung der alten Leuchtenlabel vor dem Stichtag 25. Dezember 2019 ist nicht zulässig.

Label, die nicht die Leuchten, sondern das Leuchtmittel betreffen, haben allerdings weiterhin Bestand und dürfen nicht entfernt werden.