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Hagelschäden/Hagelunwetter - Empfehlung für Autohäuser

Inklusive Mustertext Haftungsausschluss für Hagelschäden

Die Hagelunwetter setzten heuer früher als sonst im Jahr und besonders massiv und flächendeckend ein. Die Schäden sind in den betroffenen Gebieten enorm. Die Mittel des Katastrophenfonds des Landes Oberösterreich stehen für Hagelschäden an Fahrzeugen und Gebäuden nicht zur Verfügung, weil es sich um ein versicherbares Risiko handelt. 

Empfehlung für Autohäuser

Schwieriger Punkt ist die Haftung des Autohauses bei Kundenautos, die am Freigelände abgestellt sind: Konkret hat sich bereits der Oberste Gerichtshof 2003 mit der Thematik des Hagelschlags an Kundenfahrzeugen beschäftigt (OGH 6 Ob 249/03s). Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes schließt ein Reparaturauftrag die Nebenpflicht des Werkunternehmers ein, den zu reparierenden Gegenstand bis zur Rückgabe in den Verfügungsbereich des Werkbestellers sorgfältig zu verwahren.

Für die Fahrzeuge von Kunden empfiehlt unser Rechtsexperte Dr. Christian Hadeyer von der Kanzlei "Burgstaller & Partner", www.lawfirm.eu:

Grundsätzlich schließt ein Reparaturauftrag die Nebenpflicht der Werkstätte mit ein, das übergebene Fahrzeug sorgfältig zu verwahren; es müssen dabei auch aktiv Handlungen gesetzt werden, die zur Verhinderung einer Beschädigung notwendig sind, bei Hagelschäden sind das konkret die Überstellung der Fahrzeuge in eine Halle oder das Auflegen von Schutzplanen. Nach der aktuellen Rechtsprechung liegt darin keine Überspannung der Sorgfaltspflichten.
Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Haftung der Werkstätte auszuschließen oder zumindest zu reduzieren. Aus früheren Entscheidungen ergibt sich, dass eine Haftung ausgeschlossen ist, wenn dem Kunden die Art der Verwahrung (dh das Abstellen des Kfz im Freien ohne Schutz vor Hagelschlag) bekannt ist und er dagegen keinen Einspruch erhebt. Darüber hinaus ergibt sich aus vergleichbaren Rechtsvorschriften, dass zumindest gegenüber Geschäftskunden die Haftung vertraglich ausgeschlossen werden kann. Gegenüber Konsumenten scheint ein Haftungsausschluss vertraglich tendenziell nicht zulässig zu sein, jedenfalls dann nicht, wenn er in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsvordrucken enthalten ist und daher überraschend kommt.

Meine Empfehlung für Werkstätten ist daher primär zu versuchen, überlassene Fahrzeuge so zu verwahren, dass es zu keinen Schäden kommt, dh die Fahrzeuge unter Dach oder Plane zu verwahren. Selbst wenn durch die Intensität des Hagelschlags dennoch Schäden auftreten sollten, wird die Werkstätte das ihr Zumutbare getan haben. Wo dies nicht möglich ist, sollte der Kunde ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass das Fahrzeug bis zur Abholung im Freien steht und er dies mit der Unterschrift unter den Reparaturauftrag ausdrücklich so akzeptiert. Zusätzlich sollte sowohl bei Geschäfts- als auch Privatkunden ein Haftungsausschluss für Hagelschäden vereinbart werden, der allerdings direkt im Reparaturauftrag selbst (und nicht in den AGB) enthalten sein muss. Der Satz könnte auf dem Reparaturauftrag lauten wie folgt: 

„Mir ist bekannt, dass mein Fahrzeug im Freien verwahrt wird; ich bin damit einverstanden. Eine Haftung für daraus resultierende Sachschäden ist somit ausgeschlossen.“

Mit diesen Maßnahmen sollte eine Haftung abgewendet werden können; der Abschluss einer Versicherung ist allerdings dennoch zu empfehlen.


Empfehlung für die Vorgangsweise in der Abwicklung mit Versicherungen

Aufgrund der Autonomie der einzelnen Versicherungen ist eine gemeinsame Verbandslösung für die Vorgangsweise in der Abwicklung dieser Hagel- und Unwetterschäden an Kfz nicht möglich. Bitte beachten Sie daher folgende Empfehlung für die Abwicklung von Hagel- und Unwetterschäden an Kfz:


Angebot Hagelversicherung für Fahrzeughändler/innen

Auf Anfrage wird Ihnen ein individuelles Angebot für eine Hagelversicherung erstellt. Das Versicherungsangebot der GÖS GARANTA Österreich Versicherung Service GmbH gilt für Fahrzeughandel-Mitglieder österreichweit.