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Fahrzeughandel

Fahrzeughandel - Oberösterreich

Steurreformgesetzt - Sachbezugswerteverordnung

Aktuelle Infos für den Fahrzeughandel

Hiermit informieren wir Sie über das Steuerreformgesetz und über die Sachbezugswerte-Verordnung, welche per 1.1.2016 zur Anwendung gelangen:

1. Steuerreformgesetz

Am 7. Juli wurde im Nationalrat das Steuerreformgesetz beschlossen.

In Artikel 4 wird das Umsatzsteuergesetz geändert und bei §12 Absatz 2 wird eine Ziffer 2a eingefügt, wonach „Lieferungen, sonstige Leistungen und Einfuhren, die im Zusammenhang mit der Anschaffung (Herstellung), Miete oder dem Betrieb von PKW oder Kombi mit einem CO2 Wert von Null Gramm pro Kilometer stehen, zum Vorsteuerabzug berechtigen“.

In Artikel 7 wird das Normverbrauchsabgabegesetz geändert und gemäß Entscheidung des VfGH die Vergütung der NOVA bei Ausfuhr des KFZ auch Privaten eingeräumt (war bisher den Fahrzeughändlern vorbehalten).

2. Sachbezugswerteverordnung

Nachstehend die Kundmachung der Sachbezugswerteverordnung im Bundesgesetzblatt.

Dank massiver Interventionen des Bundesgremiums und der Automobilimporteure konnten in letzter Sekunde maßgebliche Erleichterungen der ursprünglich geplanten Verschärfung erreicht werden.

Die wesentlichsten Neuerungen sind:

  • Ab 1.1.2016 wird der Sachbezug von Kraftfahrzeugen mit 2% der Anschaffungskosten angesetzt (bisher 1,5%).
  • Für KFZ mit niedrigem CO2 Wert wird ein niedriger Wert von 1,5% der Anschaffungskosten angesetzt. Die CO2 Grenze ist wie folgt gestaffelt (siehe Tabelle).
    Jahr der Anschaffung Maximaler CO2 Emmissionswert
    2016 und davor 130 Gramm/km
    2017 127 Gramm/km
    2018 124 Gramm/km
    2019 121 Gramm/km
    2020 und danach 118 Gramm/km
    Der ermäßigte Sachbezugswert von 1,5 % ist für alle Dienstfahrzeuge mit maximal 130g CO2/km im Bestand und bei Anschaffung im Jahr 2016 anzusetzen. Da das Jahr der Anschaffung für die steuerliche Einstufung maßgeblich ist, ist für diese Fahrzeuge auch in den Folgejahren der begünstigte Sachbezugswert anzusetzen.
    Die Grenze von 127 Gramm/km für den ermäßigten Sachbezugswert von 1,5% wird für im Jahr 2017 angeschaffte Fahrzeuge relevant.
    Für Anschaffungen im Jahr 2018 liegt dann die Grenze für den ermäßigten Sachbezugswert von 1,5% bei 124 Gramm/km (siehe obige Tabelle).


Nur für reine Elektrofahrzeuge (CO2 Ausstoß Null) besteht eine gänzliche Befreiung.

Die bisherige Regelung des § 4 (3), wonach ein geringerer Sachbezug anzusetzen ist, wenn die Fahrleistung in einem Fahrtenbuch aufgezeichnet wird, entfällt. Fälle geringerer Privatnutzung werden durch die Anwendung des halben Sachbezugswerts gemäß § 4 (2) hinreichend berücksichtigt. Eine geringere Privatnutzung liegt vor, wenn die durchschnittliche monatliche Fahrtstrecke im Jahr (einschließlich Fahrten Wohnung – Arbeitsstätte) nachweislich nicht mehr als 500 km beträgt. Es ist zulässig, dass die gesamte jährliche Kilometerleistung um jene für Dienstfahrten, die durch Reiserechnungen oder Reiseberichte nachgewiesen werden, vermindert wird.

Als Beitrag zur Vereinfachung der Lohnverrechnung wird auch die Berücksichtigung von einmaligen Kostenbeiträgen des Arbeitnehmers vereinfacht. Siehe § 4 Absatz 7.