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Heimische Schuhbranche setzt erfolgreiche Schritte

Eine schrumpfende Branche und harte Konkurrenz durch E-Commerce und Vertikalisierer wie Zara & Co. machen es der Schuhbranche immer schwerer. Die oö. Schuhindustrie stellt sich den Herausforderungen und zog auf der gds in Düsseldorf positive Bilanz.

„Der Markt wird immer stärker in zwei Segmente geteilt: die preiswerten Massenmarken stehen den Qualitätsmarken gegenüber und nur, wer sich spezialisiert und seine Marke bestmöglich positioniert, kann langfristig erfolgreich sein“, erklärte Joseph Lorenz, Vorsitzender der Fachvertretung der Schuhindustrie in Oberösterreich, einer Delegation oö. Medienvertreter, die auf Einladung der Sparte Industrie auf die weltweit wichtigste Schuhmesse, der gds, nach Düsseldorf anreisten. „Unsere Betriebe in Oberösterreich haben diese Notwendigkeit bereits seit Jahren erkannt und sind auf gutem Weg.“

Die Lorenz Shoe Group, der Lorenz als Aufsichtsratsvorsitzender vorsteht, versucht mit ihren Marken HÖGL, HASSIA und GANTER sich nicht nur den neuesten Trends anzupassen, sondern sich auch im Bereich Komfort ständig weiterzuentwickeln. So wurden bei der Premiummarke HÖGL kontinuierlich Formen und Leisten qualitativ angepasst, um dem Standard mitteleuropäischer Füße bestmöglich zu entsprechen. Produziert werden in der Gruppe jährlich 1,5 Millionen Paar Schuhe im eigenen ungarischen Werk mit 750 Mitarbeitern, das Know-How-Zentrum ist in Taufkirchen angesiedelt. Neben dem Verkauf an den Einzelhandel ist HÖGL weltweit auch mit über 100 eigenen Stores vertreten. In Russland wird in zwei Wochen ein weiterer eröffnet.

Komfortschuhe der Extraklasse

Das seit 63 Jahren bestehende Traditionsunternehmen Hartjes aus Pramet ist mit seinem Tochterunternehmen Mucos, das Fußbetten für orthopädische Einlagen produziert, ebenfalls erfolgreich unterwegs. Das vor vier Jahren entwickelte Konzept „40+“, das eine weitere Zielgruppe ansprechen soll, trägt Früchte. „Wir haben im Vorjahr um sieben Prozent zugelegt, heuer liegen wir bei neun Prozent“, zeigt sich Geschäftsführer Martin Leodolter erfreut.

Fidelio gilt als Spezialist für Kunden, die an Hallux Valgus leiden. Das qualitativ hochwertige Schuhsortiment punktet mit ihren Wechseleinlagen für orthopädische Einlagen weltweit. 180.000 Paar Schuhe pro Jahr werden neben den Hauptmärkten Österreich und Deutschland auch in Nordamerika oder Kanada verkauft. In Curacao ist Fidelio sogar Marktführer. Auch das Linzer Unternehmen setzt stets auf Modernität und Innovation und präsentierte in Düsseldorf u.a. ihre neue Linie „Hilly“.

Innovativer Markenrelaunch

Mit einem neuen und frechen Auftritt zeigte Richter, Oberösterreichs einziger Kinderschuhproduzent mit Sitz in Pasching, auf der gds, dass auch die kleinsten Kunden in punkto Schuhtrends den Erwachsenen um nichts nachstehen. Das Unternehmen geht seit einem Führungswechsel vor 15 Monaten einen starken Weg. Investiert wurde in die Infrastruktur des Werkes in Slowenien, in den Markt und in ein neues Logo, das den Esprit des Unternehmens verstärkt. Erstmals hat es Richter geschafft, am internationalen Markt neben China, Neuseeland oder Australien auch die USA von ihren Produkten zu überzeugen und dort einen Vertriebspartner an Land zu ziehen.

Onlinehandel (fast) unvermeidbar

Auch wenn alle Unternehmen nach wie vor die Zusammenarbeit mit dem Fachhandel priorisieren – dem Onlinehandel ist nur schwer zu entkommen. So beliefert die Lorenz Shoe Group seit fünf Jahren Zalando und amazon. Bei Richter hält sich das Wachstum von Online im Vergleich zum stationären Handel die Waage. Lediglich Fidelio setzt nach wie vor vehement auf den Fachhandel. „Gerade in unserem Schuhsegment ist Beratung das Um und Auf“, ist Prokurist Robert Steinmacher überzeugt.

Foto (Sparte Industrie): Joseph und Patrick Lorenz (v.l.) mit den neuesten Modellen aus der HASSIA-Kollektion.
Foto (Sparte Industrie): Joseph und Patrick Lorenz (v.l.) mit den neuesten Modellen aus der HASSIA-Kollektion.