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Österreich verlangt nach Veränderungen

Starker Standort – sichere Arbeitsplätze

Der Produktionsstandort Österreich zählte in der Vergangenheit zu einem der besten in Europa. Er konnte durch Qualität und Innovation seiner Betriebe im internationalen Wettbewerb seine Position halten. Nur die Zeiten haben sich geändert. Vier Jahre in Folge ein Wirtschaftswachstum unter einem Prozent, ein Investitionsniveau, das unter jenem von 2008 liegt und ein verlangsamtes Exportwachstum - das Bild als Qualitätsstandort ist ins Wanken geraten. Über die Ursachen und die Probleme, mit denen der Produktionsstandort - insbesondere die Industrie - zu kämpfen hat, spricht Günter Rübig, Obmann der sparte.industrie der WKOÖ, im Interview.

 

Die Wirtschaft ist mit der derzeitigen Situation mehr als unzufrieden. Was sind die größten Herausforderungen für die Industrie?

Rübig: Die Liste ist lang. Unsere Unternehmen klagen u.a. über zu hohe Steuerbelastungen auf den Faktor Arbeit, überbordende Bürokratie und zu starre Arbeitszeitregelungen. Auch der nach wie vor anhaltende Technikermangel, der sich laut Prognosen in den nächsten Jahren nicht verbessern, sondern eher verschlimmern wird, muss bewältigt werden. Im Bereich Forschung und Entwicklung müssen wir ordentlich Gas geben, um mit der internationalen Konkurrenz mithalten zu können.

 

Im Arbeitsmarktgipfel wurde eine Senkung der Lohnnebenkosten beschlossen. Sind Sie mit diesem Ergebnis zufrieden?

Rübig: Mit diesem Beschluss dürfen wir nicht undankbar sein. Aber die insgesamt 0,7 Prozent bzw. fast eine Milliarde Euro bis 2018 sind langfristig gesehen viel zu wenig. Die Lohnnebenkosten liegen um 1,8 Prozent höher als der EU-Durchschnitt. Noch schlimmer ist die Situation bei der Abgabenquote. Wir verzeichnen mit 44,1 Prozent des BIP eine der höchsten in Europa.

 

Nun zum Thema F&E. Oberösterreich steht mit einer F&E-Quote von 3,17 Prozent doch eigentlich ganz gut da?

Rübig: Wir liegen im Bundesländervergleich auf Platz 3, hinter der Steiermark und Wien. Dies beweist, dass die oberösterreichischen Unternehmen von allen Bundesländern am meisten in F&E investieren und daher wirtschaftsnahe Forschungsförderung einen großen Hebel darstellt. Unser Ziel sind 4 Prozent bis 2020. Dazu müssen aber die Forschungsausgaben um 25 bis 30 Millionen Euro pro Jahr gesteigert werden. Das geht nur mit verstärkter finanzieller Unterstützung von Land und Bund.

 

Ende Jänner wurde von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner eine Initiative zum Bürokratieabbau und Vereinfachung des Kumulationsprinzips bei Strafen gestartet. Wie sehen Sie diese Entwicklung? 

Rübig: Diese Initiative ist absolut zu begrüßen. Wir unterstützen sie 100-prozentig. Gerade in diesen beiden Bereichen benötigen wir dringend Lösungen, die uns das Wirtschaften nachhaltig erleichtern.


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