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Forderungen der Sparte Industrie an die neue Bundesregierung

BILDUNG & ARBEIT

Bildung als Schlüsselfaktor für Oberösterreichs Industrie

 

Bildung ist einer der entscheidenden Schlüsselfaktoren für die heimische Wirtschaft

 

Dies gilt umso mehr, als in den kommenden Jahren der demografische Wandel spürbar wird, Berufseinsteiger weniger werden und das zu akutem qualitativem sowie quantitativem Techniker- und Fachkräftemangel führen wird. Gut qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind der Grundstein für den erfolgreichen Weg, den die OÖ Industrie seit Jahren geht. Aktuell gefährden bereits erwähnte demografische Entwicklungen und das abnehmende Ausbildungsniveau jüngerer Generationen den oberösterreichischen Industriestandort. Dem drohenden bzw. zum Teil bereits existierenden Fachkräftemangel sowie dem Mangel an Grundfertigkeiten bei Jugendlichen muss dringend entgegengewirkt werden.

 

Forderung 1: Entgegenwirken des Fachkräfte- und Technikermangels

 

Die bildungspolitische Forderung der sparte.industrie beinhaltet drei wesentliche Schritte:

 
  • Interesse wecken
 

Eine Lehre in einem Industriebetrieb zu absolvieren, können sich die meisten Pflichtschulabgänger mangels Information selten vorstellen. Die modernen Industrielehrberufe sind High-Tech-Berufe geworden und haben heute nichts mehr mit ihrem früheren Image „laut“, „schmutzig“ und „körperlich anstrengend“ zu tun. Wie kann man Interesse für etwas entwickeln, das man nicht kennt?

 

Forderung 2: Lehrvertragsreife nach abgeschlossener Pflichtschule

 

HTL-Ingenieure sind das Rückgrat der oberösterreichischen Industriebetriebe. Derzeit herrscht noch kein Mangel an HTL-Schülern, aktuelle Trends, wie beispielsweise sinkende Bewerberzahlen, zeigen jedoch bereits in diese Richtung.

Zu wenige Techniker gibt es in Oberösterreich auch bei Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen. Oberösterreichs Hochschulen können derzeit den Bedarf an Technikern nicht decken.

 

Forderung 3: Fehlende Studienrichtungen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich sowie mehr Studienplätze

 
  • Grundkompetenzen entwickeln
 

Je nach vorhandenen Fähigkeiten und klar abgesteckten Interessen, entscheiden sich Jugendliche für ihren weiterführenden Ausbildungsweg. Grundkompetenzen in Mathematik und Deutsch sowie grundlegende Kenntnisse in Englisch sind dabei Voraussetzung für Ausbildung und Beruf; persönliche sowie soziale Kompetenzen ergänzen zum Ideal.

 

Forderung 4: Die Pflichtschulausbildung muss verstärkt ihren Fokus auf Grundkompetenzen legen.

 
  • Berufswahl begleiten
 

„Du machst nur gut, was du gern machst!“ Mit anderen Worten: Mitarbeiter leisten nur dann die geforderte Qualität, wenn sie ihrer Eignung, Neigung und ihren eigenen Qualifikationen entsprechend eingesetzt werden. Jeder Jugendliche soll jene Ausbildung machen können und dürfen, für die er geeignet ist.

 

Forderung 5: Eine strukturierte Berufsorientierung und ganzheitliche Berufsberatung im Vorfeld werden daher immer wichtiger, denn durch den demografischen Wandel stehen immer weniger „Berufsanwärter“ zur Verfügung.