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Das war der Industrietag 2018

Anstiften zum Andersdenken - Mutige Lösungen jenseits des Mainstreams
Keynote Anja Förster motivierte zum Andersdenken.
© Wiesler Keynote Anja Förster motivierte zum Andersdenken.

Das Motto des Industrietags 2018 der sparte.industrie der WKOÖ begeisterte 300 Teilnehmer im Design Center Linz. Anja Förster, Bestsellerautorin und Managementberaterin, machte dabei Mut, Management neu zu denken

„Die Themen der sparte.industrie sind überwiegend mit künftigen Management- und Führungsaufgaben verknüpft. Unsere Unternehmen brauchen aber ein Umfeld, das ein ungehindertes Arbeiten in Zukunft noch zulässt. Die neue Regierung hat bereits einige positive Ansätze in ihrem Programm und auch schon in der Umsetzung, die zeigen, dass Lösungen Abseits des Mainstreams für eine zukunftsfähige Wirtschaft beitragen werden. Andersdenker sind wohl auch auf den ersten Blick nicht so einfach in ein Team zu integrieren wie Mainstream-Mitarbeiter. Jedoch bringen diese oft dynamischen Mitarbeiter wichtige Eigenschaften mit, die für einen Betrieb unerlässlich sind. Eine Voraussetzung, um das Know-how dieser Mitarbeiter richtig zu nutzen ist, die Ausbildung an die technologischen Herausforderungen anzupassen“, sagte Spartenobmann Günter Rübig einleitend.


Spartenobmann Günter Rübig mit Moderator Klaus Obereder.
© Wiesler Spartenobmann Günter Rübig mit Moderator Klaus Obereder.


Erfolg passiert außerhalb der Komfortzone

„Man muss anders sein, um sich als Unternehmen auch in Zukunft durchsetzen zu können. Es ist für eine Organisation eine große Herausforderung, Querdenken zuzulassen, denn der Erfolg passiert außerhalb der Komfortzone“, stellte WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer beim Begrüßungstalk fest. „Die zentrale Herausforderung für jede Bank ist heute die fortschreitende Digitalisierung, aber auch das geänderte Kundenverhalten. Viele neue Wettbewerber drängen auf den Markt. Einerseits FinTechs, die vornehmlich Nischen besetzen. Hier suchen viele Banken Kooperationen, auch um den eigenen Innovationsprozess zu beschleunigen. Andererseits sind Tech-Giants wie Amazon oder Google und Facebook ein ernstzunehmender Wettbewerb, die teilweise bereits Banklizenzen haben bzw. sich um welche bemühen“, berichtete Hartmut Staltner, Landesdirektor der UniCredit Bank Austria AG. 

„Wie die Banken stehen auch wir vor einem geänderten Kundenverhalten. Der Markt wird sich verändern, aber jede Innovation muss in die Linie passen. Den Bogen zwischen Sicherheit und Innovation zu schaffen, ist spannend. Man muss genau schauen, wo man anders denken kann“, so Michael Bamminger von der Energie AG Vertrieb. „Es ist eine Kernaufgabe einer Redaktion, die Leser auch auf unterschiedliche Aspekte von Themen hinzuweisen. Das heißt, eigentlich ist die Kernkompetenz auch in der personellen Sicht die Kreativität und die ist oft gekoppelt mit dem Thema Andersdenken“, ist Gino Cuturi von den OÖ Nachrichten überzeugt.

Moderator Klaus Obereder (v.l.) mit WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, Hartmut Staltner (UniCredit Bank Austria), Michael Baminger (Energie AG Vertrieb) und Gino Cuturi (OÖN).
© Wiesler Moderator Klaus Obereder (v.l.) mit WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, Hartmut Staltner (UniCredit Bank Austria), Michael Baminger (Energie AG Vertrieb) und Gino Cuturi (OÖN).


Andersdenker haben die Ideen zu Neuem

„Erfolg und Erfahrung sind oft die Verhinderer des Andersdenkens. Man braucht aber auch den Mut für Fehler. Jede Führungskraft ist froh, wenn es Andersdenker gibt, denn die haben die Ideen zu Neuem. “, stellte Valborg Burgholzer-Kaiser von der Eisenbeiss GmbH beim Industrietalk fest. Ähnlich sieht es Stefan Doboczky von der Lenzing AG: „Bei uns ist Anderssein ein wichtiger Baustein. Geordnetes Chaos führt oft zu tollen Entwicklungen, allerdings brauchen die Mitarbeiter Sicherheit, um anders sein zu können.“ 

„Ein wichtiger Aspekt der Unternehmenskultur ist, dass ein Mitarbeiter auch einmal anderer Meinung sein darf, als sein Chef. Allerdings dürfen wir nicht alles ändern, was gut läuft. Wir müssen aber immer hungrig sein, mehr zu machen, um nicht in die Sättigungsphase zu kommen“, warnte Christoph Schröder von der BMW Motoren GmbH.

© Wiesler V.l.: Christoph Schröder (BMW Motoren GmbH), Valborg Burgholzer-Kaiser (Eisenbeiss GmbH) und Stefan Doboczky (Lenzing AG) beim Industrietalk.


Schlimm ist das Festhalten an alten Denkmodellen

Dinge, die uns dahin gebracht haben, wo wir jetzt sind, sind nur selten auch die, die uns in der eroberten Erfolgsposition halten. Schlimm ist das Festhalten an alten Denkmodellen. Exploitation betreiben wir, wenn wir bestehende Erfolgsrezepte ausschöpfen. Wir fahren die Ernte auf dem bestellten Acker ein. Exploration hingegen bedeutet, ein neues Feld zu bestellen oder neue Quellen für Wachstum zu erschließen. Neugierde, unerschrockene Fragen, Kreativität und Mut sind dabei die treibenden Kräfte. Es geht nicht darum, entweder das eine oder das andere zu tun, sondern beides in einem ausgewogenen Verhältnis. Exploration erfordert von uns die Bereitschaft, die Vergangenheit loszulassen. Aber immer dann, wenn wir emotional stark mit dem Vergangenen verbunden sind, fällt es uns schwer, uns anders zu verhalten. Und das kann dazu führen, dass wir uns an etwas klammern, bis es zu spät ist. Zeit für Exploration muss immer vorhanden sein“, appelliert Keynote Anja Förster. 

„Weiters müssen wir sorgfältig mit der Auswahl jener Menschen sein, die uns umgeben. Wir brauchen anders Tickende, als wir es selbst sind. Denn wo alle gleich denken, denkt keiner viel. Das Problem des Mainstreams ist, dass dort nichts Neues entsteht. Ohne Abweichung von der Norm ist auch kein Fortschritt möglich und eingefahrene Muster, die nicht ständig hinterfragt werden, schränken kreative Lösungsmöglichkeiten ein“, stellt Anja Förster fest. 

Gleichzeitig brauchen wir auch den Mut zu schlechten Ideen und damit den Mut zu scheitern. Ein Unternehmen, das keine Fragen oder auch Fehler zulässt, ist kreativ tot. Denn die Rechnung lautet beispielsweise: aus 1000 Ideen werden 100 Experimente, zehn Projekte und nur ein bis zwei erfolgreich Innovationen. Deshalb müssen wir permanent auf Ausprobiermodus stehen und uns dessen bewusst sein, dass Experimente Risiko behaftet sind. Dem Fehlschlag muss man den Stachel ziehen. Das Festmahl der Disruption findet auf jeden Fall statt, es ist nur offen, ob man mit am Tisch sitzt, oder den Braten abgibt“, beschreibt Förster.

Ein gutes Beispiel für den Mut zum Scheitern ist laut Förster der indische Konzern Tata. Das Unternehmen hat 2007 den Sonderpreis „Dare to try Award“ eingeführt, im Rahmen dessen Mitarbeiterteams für den innovativsten Fehlschlag prämiert werden.  Abschließend betonte Förster, dass man die richtigen Prioritäten setzen müsse: „Das Tagesgeschäft managen ist der Wettbewerb in der Gegenwart, die Vergangenheit selektiv vergessen und die Zukunft gestalten sind der Wettbewerb um die Zukunft. Man braucht keine best practice, sonder next practice.“

V.l.: Baminger, Staltner, Förster, Hummer, Cuturi und Rübig.
© Wiesler V.l.: Baminger, Staltner, Förster, Hummer, Cuturi und Rübig.

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