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Das war der OÖ Innovationstag 2019

Innovation von heute für den Wohlstand von morgen

Beim Innovationstag der Sparte Industrie und der Abteilung Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft der WKO Oberösterreich ging es um Erfolgsfaktoren in der sich rasant ändernden Innovationswelt und um Initiativen, den Standort Oberösterreich noch attraktiver zu machen. 

„Unser Masterplan mit den fünf Eckpfeilern Innovation und Digitalisierung, Entlastung, Fachkräfte, Kooperationen und Export setzt genau dort an, um den Standort Oberösterreich noch attraktiver zu machen", so WKOÖ-Präsidentin und Gastgeberin Doris Hummer in ihrem Eingangsstatement. „Der Großteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben kommt aus der Wirtschaft. Die Industrie ist dabei ein wichtiger Treiber. Auch bei den Patentanmeldungen sind wir gut unterwegs, allerdings gibt es auch noch überall Luft nach oben", bemerkte Günter Rübig, Obmann der Sparte Industrie. „Neben ausreichend Geldkapital ist natürlich Wissenskapital entscheidend, um Innovation zu schaffen", ist VKB-Generaldirektor Christoph Wurm überzeugt.  

„Innovative Leute gehen dorthin wo auch diese Kultur verankert ist", so Hauptredner Ludovit Garzik. 
Aus den eingesetzten Mitteln mehr Kapital schlagen

„In der F&E Quote sind wir gut aufgestellt. Wenn es darum geht aus diesen Mitteln Innovationsleistungen zu machen, sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Es geht darum, Kundenbedürfnisse zu erzeugen, die Frage „Warum?“ zu stellen und von anderen Innovationsökosystemen zu lernen. Die Talente gehen dorthin wo es attraktiv für sie ist. Eine dort vorherrschende Akzeptanz des Neuen und eine Toleranzkultur, zieht junge kreative Leute an. Daran können wir hierzulande sicher noch arbeiten. Teilweise sind wir in Österreich auch überreguliert. Zuerst Innovation und dann Regulierung würde uns in manchen Bereichen nicht schaden. Das verändert das Gründerklima insgesamt und zieht tatkräftige Talente an", sagte Keynote-Speaker Ludovit Garzik vom österreichischem Rat für Forschungs- und Technologieentwicklung.

Auf die Stärken konzentrieren

In der anschließenden Talkrunde diskutierten Wirtschaftslandesrat Markus Achleiteitner, Martin Bergsmann, Technologiesprecher der Sparte Industrie, und Henrietta Egerth von der österrreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) über Chancen und Erfolgsfaktoren für den Innovations-Hot-Spot Oberösterreich. „Wir brauchen mehr generelles Technikverständnis und Begeisterung. Schon im Kindergarten und in den Schulen anfangend, kann man spielerisch anregen, mehr über Technik zu erfahren und es interessierten jungen Menschen als etwas Faszinierendes vermitteln", forderte Bergsmann auf.

„Wir müssen dort fördern, wo wir gut sind und in diesen Schwerpunkten Exzellenz schaffen", ist  Egerth überzeugt. Wirtschaftslandesrat Achleitner: „Mit unserem Programmen Fit for Future 2030 erdenken wir eine Basis über die nächsten zehn Jahre hinaus und mit Talent Upper Austria der Standortagentur Business Upper Austria wollen wir erreichen, vermehrt internationale Fachkräfte nach Oberösterreich zu bringen und den Wettbewerb um die besten Köpfe für uns positiv zu gestalten."

Hauptredner Detlef Günther hatte viele Erfolgsgeschichten aus Zürich im Gepäck.

Digitalisierung umfasst verschiedenste Bereiche

Der zweite Hauptredner des Abends, Detlef Günther, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen an der international renommierten Hochschule ETH Zürich, wagte den Blick von außen und berichtete über Megathemen der Zukunft und die Innovationslandschaft der ETH Zürich. „Mit dem Schlagwort Digitalisierung meinen wir Megathemen wie Big Data, Künstliche Intelligenz und Erweiterte Realität. Aktuelle Digitalisierungsentwicklungen sind beispielsweise Digitalmarketing bei Konsumgütern, Energie- und Netzwerkoptimierung im Energiesektor und Diagnostik durch maschinelles Lernen in der Gesundheitsversorgung. Im Medizinbereich gibt es durch neue Technologien sehr starkes Veränderungspotenzial. Minimal invasive Technologien oder ein datenbasiertes Frühwarnsystem für die Intensivpflege werden uns in der Zukunft wirkungsvoll helfen."

Innovation made in Zürich

„Zahlreiche Visionen wie ein Herz aus Silikon, das wie ein echtes funktioniert oder ein digital gedrucktes Haus sind keine bloßen Zukunftsvisionen. An der ETH Zürich verwirklichen wir solche Projekte bereits. Wir schaffen auch den Übergang von der Forschung zu den Produkten am Markt. Von 2015 bis 2018 sind 825 Erfindungen hervorgebracht worden, 400 neue Patente angemeldet und 297 Lizenzen vergeben worden".

„Wir haben uns ein ganzes Ökosystem aufgebaut und sind mit einer Vielzahl von Firmen und Forschungseinrichtungen aller Größen und Schwerpunkte vernetzt. Außerdem gibt es für die Studenten eine Begleitung, von der Forschung bis zum Markteintritt und den ersten Investmentrunden. Es gibt auch eigene Fördereinrichtungen und wir geben Studenten Zeit, ihr Projekt zu entwickeln und erfolgreich in den Markt zu bringen. Die geringe Wegfallquote bestätigt uns dabei. Zudem gibt es in Zürich eine boomende Start-up-Community. Zukunftsträchtige Projekte wie etwa ein Rollstuhl der Zukunft, eine Anwendung zur Schlafverbesserung werden von unseren Studenten gegenwärtig verwirklicht".

Gemeinsam stark

„Ganz generell geht es darum, dass sich Forschung und Industrie finden. Hier gibt es ganz klare und einfache Bedingungen bzw. Regeln, um es den Firmen zu erleichtern, mit der ETH Zürich auf unterschiedlichen Ebenen zu kooperieren. In nach Industriebereichen gegliederten Kollegien, verbindet sich Wissenschaft und Industrie regelmäßig. Nicht nur Großunternehmen kommen zum Zug, unsere Forschungsprojekte werden auch oft mit kleinen und mittleren Unternehmen verwirklicht. Es gibt auch langfristige Stipendien für drei Jahre, um internationale Talente anzulocken. Die wissen, dass sie gefragt sind, deshalb sind Kurzverträge über sechs Monate weder in unserem noch in derem Sinne," erklärte Günther abschließend.

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