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Möbel

Die Österreichische Möbelindustrie

Gestiegenes Produktionsniveau und erneut ein Exportplus

Die österreichische Möbelindustrie profitiert von gesellschaftlichen Strömungen, die bis weit über die Landesgrenzen hinausgehen. Dazu gehört der immer stärker geforderte Klima- und Umweltschutz ebenso wie der Wunsch nach individuellen Einrichtungssystemen für unterschiedliche Wohnraumsituationen. Auch authentische Möbel mit handwerklichen Details und smarten,

variablen Funktionen sind gefragt. Diese hohen Anforderungen können die Herstellerbetriebe aus Österreich auf einem Top-Niveau bedienen. So gelten sie heute schon im Polsterbereich zu den Schrittmachern und haben sich mit zahlreichen patentierten Funktionen weltweit einen Namen gemacht. Auch im Wohnmöbelsektor und bei Schlafzimmern gehören die österreichischen Möbelmacher mit ausgereiften Systemen, Feinheiten und Extras zu den Besten am Markt.

Diese Vorzüge sind auch international sehr gefragt. Das zeigt sich in den guten Bilanzen der Außenhandelsstatistik ebenso wie in wachsenden Produktionszahlen: So stiegen die Exporte auf eine Höhe von 937,7 Mio. Euro an und verbuchten damit ein beachtliches Plus von 3,9 %.

Auch bei den Einfuhren brachte das Jahr 2018 spürbare Entspannung: Die Möbelimporte sanken um 4,9 % auf 1,76 Mrd. Euro. Parallel dazu legte die Produktion um 4,9 % zu.

Gute Gründe für eine erfolgreiche Zukunft

„Wir bemerken schon seit vielen Jahren, dass Argumente wie wohngesunde und natürliche Materialien beim Möbelkauf eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Schließlich verbringen die Menschen im Laufe der Jahre sehr viele Stunden in den Wohnräumen und wollen sichergehen, dass die Qualität stimmt“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger. „Wertarbeit, traditionelles Handwerk,

modernste Präzisionstechnik, ökologische Verantwortung und exklusives Möbeldesign in Verbindung mit individueller Fertigungskompetenz zeichnen unsere Branche aus. Zum einen schöpft sie aus einer langen Möbel- und Handwerkstradition, zum anderen verfügt sie über die neuesten technischen Standards.“ Deshalb wird das Qualitätssiegel „Made in Austria“ auch zukünftig beim Möbelkauf von Bedeutung sein.

4,9 % Zuwachs im vergangenen Jahr

Die österreichische Möbelindustrie hat ihre Produktionswerte im vergangenen Jahr deutlich gesteigert: Der Wert stieg 2018 sogar um erfreuliche 4,9 % auf 2,09 Mrd. Euro an. Damit konnte sich die Branche gut behaupten. Allerdings haben sich die Segmente unterschiedlich entwickelt.

Wie bereits 2017 legten auch im letzten Jahr die Ladenmöbel wieder zweistellig zu. Ebenfalls auf Wachstumskurs befinden sich Badezimmermöbel (aus Holz) mit 7,0 % sowie Küchenmöbel mit einer Steigerungsquote von 5,2 % auf 296,0 Mio. Euro.

Trotz eines Rückganges von 2,5 % verbuchten die Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel aus Holz auch 2018 den stärksten Absatz. Zwar konnten sie den Aufschwung von 2017 (+3,6 %) nicht fortsetzen, erwirtschafteten aber mit Möbeln im Wert von 364,7 Mio. Euro den Löwenanteil der österreichischen Möbelindustrie. Auch die „Sitzmöbel und Teile dafür“ mussten ein Minus von 2,1 % wegstecken und bilanzierten ein Ergebnis von 208,4 Mio. Euro. Erholen konnte sich indes die Sparte „Büromöbel“: Nach einem Einbruch im Jahr 2017 hat sie sich mit einem Plus von 2,3 % nahezu stabilisiert. Gut gelaufen ist das vergangene Jahr auch für Matratzen (+1,7 %).

Importe gingen um knapp 5 % zurück

Die Einfuhren nach Österreich waren im vergangenen Jahr deutlich rückläufig: So wurden 2018 Möbel im Wert von 1,76 Mrd. Euro eingeführt. Das entspricht einem Minus von 4,9 %. Vor allem die Einfuhren aus dem EU-Raum und den EFTA-Ländern sanken um 7,6 % bzw. um 8,4 % deutlich. So sind die Importe aus Deutschland mit 811,2 Mio. Euro immer noch Spitzenreiter, gingen aber um 7,2 % zurück. Auch die Einfuhren aus Polen, dem zweitstärksten Importland der EU, gaben um 4,8 % nach.

Das gilt übrigens auch für viele weitere osteuropäische Lieferanten: Tschechien verbuchte 23,0 % niedrigere Umsätze in Österreich, Slowenien -13,6 %, die Slowakei -8,3 % und Ungarn -6,2 %.

Auch Italien reiht sich als drittgrößter Importeur der österreichischen Möbelindustrie mit -7,5 % in die Abwärtsspirale ein.

Allerdings stiegen dafür die Einfuhren aus Asien um 7,3 % auf 217,8 Mio. Euro. Hier rangiert China mit klarem Abstand auf dem ersten Platz: 2018 wurden insgesamt Waren im Wert 165,4 Mio. Euro aus der Volksrepublik nach Österreich eingeführt, das entspricht einem Zuwachs von 8,3 % zum Vorjahr. Angezogen haben außerdem die Importe aus den USA: Sie stiegen um 73,8 % auf 5,5 Mio. Euro.

Die Ausfuhren legten um knapp 4 % zu

Der Exportmotor ist im letzten Jahr wieder erfreulich angesprungen: Nach einem moderaten Plus von 2,4 % im Jahr 2017 bilanzierte die österreichische Möbelindustrie 2018 einen Zuwachs von 3,9 % und Ausfuhren im Wert von 937,7 Mio. Euro. Wobei sich in den verschiedenen Produktsparten deutliche Unterschiede feststellen lassen: So erwirtschafteten zum Beispiel die Hersteller im Ladenbau mit einem Plus von 22,0 % die höchste Steigerungsrate. Ebenfalls im Ausland sehr beliebt sind die Wohnmöbel: Mit einem Plus von 8,7 % und einem Erlös von 274,7 Mio. Euro gehören sie zu den Spitzenreitern im Export. Ebenfalls einen Zuwachs verbuchten die Küchenmöbelhersteller mit 1,3 % und 72,2 Mio. Euro. Die höchsten Erträge der im Ausland verkauften Produkte bilanzierten jedoch die Sitzmöbel (und Teile dafür): Trotz eines Rückganges von 2,5 % führen sie wertmäßig mit 292,6 Mio. Euro die Ausfuhr-Bilanz an. Schlusslicht bilden die Büromöbel (-2,0 %, 84,8 Mio. Euro) und der Bereich Matratzen/Sprungrahmen (-5,2 %, 73,2 Mio. Euro).

Die Geschäfte mit dem Kernmarkt Europa nehmen Fahrt auf

Mit Abstand der wichtigste Handelsraum für die Österreichische Möbelindustrie ist die EU. Hier erwirtschaftete die Branche mit einem Export-Zugewinn von 2,5 %; 664,0 Mio. Euro. Dabei sind die Ausfuhren nach Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner, mit einem Plus von 2,9 % sowie einem Wert von 390,2 Mio. Euro ein Indiz für die positive Entwicklung der heimischen Branche.

Parallel dazu stiegen die Ausfuhren nach Italien um 3,9 % auf 42,6 Mio. Euro an. Was zeigt, dass Möbel „made in Austria“ ihren guten Ruf für hochwertiges Design, ausgereifte Funktionen und Top-Qualität auch im vergangenen Jahr noch einmal bekräftigen konnten. Denn sowohl der deutsche als auch der italienische Markt zeichnen sich durch viele exklusive inländische Möbelhersteller aus und bedienen die Ansprüche der Möbelkäufer auf sehr hohem Niveau. Ein Premium-Level, das die österreichische Möbelindustrie ebenfalls gekonnt und vielfältig bespielt.

www.moebel.at


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