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Vernetztes Denken und neue Bildungssysteme

Neue Zugänge zum Thema Bildung und Herausforderungen für den Standort Oberösterreich, um auch in Zukunft bestehen zu können, standen im Mittelpunkt des Bildungstags der Sparte Industrie und der Abteilung Bildungspolitik der WKOÖ.

„Das Wissen entwickelt sich exponential, wir können heute nicht sagen, welche Berufe es morgen gibt. Wichtig ist, die Ausbildungssysteme weiterzuentwickeln und Theorie und Praxis zu verbinden, wie es zum Beispiel in der neugeschaffenen Dualen Akademie geschieht, mit der wir AHS-Maturanten, Umsteiger und Studenten ohne Abschluss abholen wollen. Wir müssen die Bildungsentscheidung und den Lebensweg von Jugendlichen optimal unterstützen, um Talente zu entfalten. Speziell die MINT-Fächer an den Schulen müssen forciert werden, um die digitale Transformation aktiv gestalten zu können. Und schließlich ist es uns auch ein Anliegen den Unternehmergeist an Oberösterreichs Schulen noch mehr zu verbreiten", so WKOÖ Präsidentin Doris Hummer in ihrem Eingangsstatement. 

„Bildung ist die Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wir müssen die Lehre noch attraktiver machen. Es gibt auch zu wenige HTL Absolventen und wir brauchen auch mehr Studienplätze an den Fachhochschulen vor allem im technischen Bereich. Im Bereich Fachkräfte ist die Duale Akademie jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung", so Spartenobmann Günter Rübig.

Eine neue Art des Lernens

„Der Modus unserer Ausbildung ist extrem unternehmergeistfördernd. Jedes Jahr haben wir zehn Spin-Offs, bzw. Start-ups die sich aus den Projektarbeiten entwickeln", so Keynote Ulrich Weinberg, Leiter der School of Design Thinking vom Hasso-Plattner Institut Potsdam. Die kleine Privatuniversität ist auf den Bereich IT spezialisiert und vereint Studierende aus unterschiedlichsten Nationen und Disziplinen. Mehr als 35 Betreuer sorgen dafür, dass die 120 Studenten beste Bedingungen vorfinden. 

„Bei uns wird projektbezogen in Teams gearbeitet. Jedes Semester gibt es ein komplett neues Portfolio an Unternehmen und Projekten. Darunter finden sich sowohl große Unternehmen wie Bosch,  Deutsche Bahn oder Intel aber auch Mittelständler, öffentliche EInrichtungen und NGO´s.  Für uns ist der Mensch die beste Innovationsquelle. Unser Konzept beinhaltet drei Kernelemente. Wir legen den Fokus auf Teams aus vier bis sechs Personen. Diese sollen im besten Fall aus Personen mit verschiedenen Hintergründen bestehen. Je bunter, desto besser. Es gibt mobile Raumkonzepte mit eigens dafür entworfenen Möbeln wie beispielsweise rollende Stehtische, das heißt verschiedene Räume und viel Fläche um Ideen sichtbar zu machen bzw. zu visualisieren. Außerdem legen wir den Fokus auf iterative Prozesse, das heißt früh zu prototypisieren und Einsichten zu rekapitulieren. Es geht immer wieder um Prozesse, die nie abgeschlossen sind. Beispielsweise ist eine Software nie fertig sondern es gibt immer neue Versionen. Dazu orientiert sich unser Konzept am Nutzer und seinen Bedürfnissen“, beschreibt Weinberg.

„Wir haben unser Konzept Design Thinking 4.0 genannt, weil es genau das Denken ist, das uns in der digitalen Welt voranbringt. Es geht darum, die volle mentale Leistungsfähigkeit beider Gehirnhälften zu nutzen und sein Lernverhalten radikal zu verändern. Es bringt nichts moderne Gerätschaften zu nutzen aber im alten Denken verhaftet zu bleiben", erläutert Weinberg.

Schule im Wandel

„Es geht darum die Kinder so auszubilden, dass sie in der Welt in 20 bis 30 Jahren bestehen. Es gibt sowohl vom Bund als auch vom Land verschiedene Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen. In der Lehrerbildung gibt es ein Autonomie-Paket für die Schulen, das den Schulen mehr Entscheidungsspielräume gibt. Auch das Pädagogik-Paket und der Ethikunterricht sind  Maßnahmen. Ein Schwerpunkt, den wir uns setzen, ist der MINT-Bereich, sei es durch mehr HTL´s oder technische Mittelschulen. Digitalisierung ist ebenfalls fest verankert. Jedes Kind sollte digitale Gundkompetenzen beherrschen. Dazu wollen wir noch mehr Menschen die Möglichkeit bieten, im Ausland zu lernen. Hier gibt es Programme wie Erasmus+, die beispielsweise Lehrlingen oder Lehrern einen Aufenthalt im Ausland ermöglichen. Die Begabtenförderung und die Berufsbildung sind weitere Schwerpunkte, damit Oberösterreich auch in Zukunft vorne mitspielt", so Alfred Klampfer, Bildungsdirektor für Oberösterreich.

„Visionen sind wichtig. Es geht darum, die richtigen Leute an den richtigen Plätzen zu haben. Ein guter Lehrer begeistert die Schüler," so Rudolf Mark, Bildungssprecher der Sparte Industrie. „Die Ansprüche haben sich verändert. Die neue Generation braucht einen neuen Führungsstil. Bei uns gibt es für junge Menschen jede Menge Möglichkeiten durchzustarten", sagt Thomas Herndler, technischer Direktor bei Fronius


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