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Weniger Unternehmenssteuern sichern den Standort

Senkung der Körperschaftsteuer hat für die Industrie Priorität

„Die dunklen Gewitterwolken am Konjunkturhimmel fordern ein entschiedenes Gegensteuern der Politik: Die rasche Umsetzung der offenen Punkte der Steuerreform hat für mich höchste Priorität und bringen die notwendige „Marscherleichterung“. Deutlich weniger Steuerbürokratie und eine spürbare Tarifsenkung haben dabei Vorrang“, ist WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer überzeugt. Genau darum ging es auch beim Steuertag der WKO Oberösterreich. 

„Die geplante Steuerreform ist leider in Ibiza untergegangen, aber wir hoffen, dass vieles davon wieder aufgegriffen wird. Österreich ist derzeit ein Höchststeuerland. Wichtig ist, die Steuerquote in Richtung 40 Prozent zu bringen, was die Regierung auch vor hatte“, sagte Clemens Malina-Altzinger, Vizepräsident der WKOÖ, einleitend vor rund 150 Besuchern. 

Veranstaltet wurde der Steuertag von der Sparte Industrie, der Abteilung Sozial- und Rechtspolitik in Kooperation mit PwC Oberösterreich. „Die Sparte Industrie beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Steuern und wir hatten das Gefühl, dass in letzter Zeit viel Gutes auf Schiene war. Beispielsweise wäre eine KÖSt.-Senkung für den Wirtschaftsstandort enorm wichtig“, betonte Spartenobmann Günter Rübig. 

Anette Klinger, Steuersprecherin der Sparte Industrie, warnte im Steuer-Talk davor, dass von der EU- und der OECD-Ebene neue Bürokratieschübe wie das neue MwSt.-System und neue Ansätze bei den Ertragsteuern drohen. Michael Pecherstorfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, bewertete die Erhöhung bei der Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern auf 800 Euro als ersten guten Schritt, erhofft sich aber noch eine weitere Erhöhung. 

Peter Draxler von PwC Oberösterreich kritisierte das komplexe Steuersystem mit den staatlichen bürokratischen Hürden: „Wir brauchen eine Vereinfachung des Steuersystems.“  

Gunter Mayr, seit 2012 Sektionschef des Finanzministeriums und einer der beiden Hauptreferenten des Steuertags, hat das geplante Steuerreformpaket wesentlich mitgestaltet. „Eine spürbare Senkung von Unternehmenssteuern wirkt sich positiv auf die Investitionen in Österreich aus“, so Mayr. 

Der zweite Hauptreferent, Christian Keuschnigg, VWL-Professor an der Universität St. Gallen, ist überzeugt, dass Standortattraktivität in kleinen Ländern Vorrang hat. „Und dazu gehört eine niedrige Unternehmensbesteuerung“, so Keuschnigg.

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