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Consultants' Day: Jeder muss sein Geschäftsmodell hinterfragen      

Mit Referenten aus der Wirtschafts- und Zukunftsforschung ging der  Consultants´ Day  im Design Center in Linz der Frage auf den Grund, wie man sich im Veränderungsprozess – getrieben vor allem durch die Digitalisierung – erfolgreich behaupten kann. 
Consultants' Day
© Cityfoto

„Sich in der digitalen Revolution richtig aufzustellen, ist eine wichtige Aufgabe, der wir uns als ganze Branche konzentriert annehmen“, so Markus Roth, Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT), die den Consultants' Day veranstaltet hat. „Wir bilden mit unseren IT-Dienstleistern, Buchhaltern und Unternehmensberatern eine schlagkräftige Gruppe an Digitalisierungsberatern, die ihre Kunden bei ihren Veränderungsprozessen begleiten und andererseits ihr eigenes Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen muss.“

„Chief Innovation Office“ Dietmar Dahmen fordert jeden auf, sein Geschäft dahingehend zu hinterfragen, was die digitale Revolution für ihn bedeutet. „Neue Technik nur zu adaptieren, ist zu wenig, das ist nicht innovativ.  Es geht um neue Technologien und um neue Lösungen. Innovativ ist, wer Probleme erkennt und auf neue Lösungen kommt.“ Das rein Nützliche wird in Zukunft immer mehr von den Maschinen zur Verfügung gestellt werden. Das eigentlich wertvolle ist der Mensch, die Emotion. Und alles, was in Zukunft von Menschen gemacht werden wird, wird teuer.

Laut Managementberater Jens-Uwe Meyer werden standardisierte Beratungsleistungen durch Algorithmen ersetzt werden, es wird sich aber für Unternehmensberater auch ein neues Geschäftsfeld auftun: die Entwicklung komplexer Regelwerke und das Anlernen von Systemen mit künstlicher Intelligenz. Die Beratung hat nach wie vor Zukunft, wenn sie sich auf das stützt, was automatisierte digitale Beratungsprozesse nicht können: Emotionen zeigen und neue Ideen entwickeln. Denn so beeindruckend künstliche Intelligenz auch sein mag: Künstliche Empathie und künstliche Kreativität sind bis heute nicht erfunden.

Wir arbeiten mit Entscheidungsträgern, die in den Kulturen von Vorgestern aufgewachsen sind, und das Übermorgen in den Organisationen nicht mehr erleben werden.
Franz Kühmayer

„Wir arbeiten mit Entscheidungsträgern, die in den Kulturen von Vorgestern aufgewachsen sind, und das Übermorgen in den Organisationen nicht mehr erleben werden“, brachte Franz Kühmayer vom Zukunftsinstitut seine Thesen auf den Punkt. Warum, so Kühmayer, konnte WhatsApp ein derart rasantes Wachstum hinlegen und die alten Telekom-Konzerne weit hinter sich lassen? Für Kühmayer ist das keine Frage der Technologie, sondern der Innovation. Diese Internet-Unternehmen sammeln Daten und entwickeln daraus neue Geschäftsmodelle. Der Fahrdienstleistungsvermittler „Uber“ z.B. erkennt aufgrund des Datenprofils, wenn ein Nutzer, der eine Fahrt bestellt, ein Behördenmitarbeiter ist, der eventuell Kontrollen durchführt.

Die vergangenen industriellen Revolutionen hatten eine Gemeinsamkeit: Bildung schützt den Einzelnen vor den Auswirkungen, so Franz Kühmayer. In der aktuellen vierten industriellen Revolution verliert diese Regel an Gültigkeit. Wir können nicht mehr schneller oder besser denken als Maschinen, und auch nicht mehr schneller oder besser lernen als Algorithmen. Wenn wir nicht mehr darauf vertrauen können, dass Bildung hilft, uns im bestehenden System zu bewähren, dann brauchen wir Bildung, die uns hilft, neue Systeme zu denken und zu bauen. Daher braucht es eine Betonung der Kompetenzen des 21. Jahrhunderts: Kritisches Denken, Kommunikation, Kreativität, Initiative.

Anschließend an den Consultants' Day gab es dann noch die Consultants' Night mit Kabarettist Klaus Eckel, der ein „Best of“ aus seinem aktuellen Programm „Zuerst die gute Nachricht“ zum Besten gab.