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Mediation in der Bauwirtschaft

Vorteile, Auswirkungen und Beispiele
Stand:

Konflikte, die während des Planungs- und Bauprozesses auftreten,

  • erschweren die Zusammenarbeit,
  • erzeugen Unmut und Betroffenheit,
  • beeinträchtigen die optimale Planungsarbeit,
  • verhindern die mängelfreie Vollendung,
  • führen zu Verzögerungen und Kostenüberschreitungen,
  • stellen die gewünschte hohe Wohn- und Arbeitsplatzqualität für die Nutzer in Frage und
  • gefährden letztendlich das Bauprojekt.

Dazu kommt, dass eskalierende Konflikte nicht nur soziale und wirtschaftliche Beziehungen schädigen oder im schlimmsten Fall sogar zerstören, sondern sich auf die Konfliktparteien und Dritte ruinös auswirken können.

Vorteile und Auswirkungen von Mediation zur Konfliktbearbeitung für das Bauprojekt und die Beteiligte

  • Schaffung eines lösungsorientierten Kommunikationsklimas;
  • Entwicklung einer lösungsorientierten Streitkultur
  • Sicherung einer langfristigen und projektübergreifenden Zusammenarbeit;
  • Gemeinsame Lösungsentwicklung
  • Rasche und verbindliche Lösung von Problemen und Regelung von Konflikten
  • Vermeidung von divergierenden Sachverständigengutachten;
  • Vermeidung von Gerichtskosten;

Die Arbeitsgruppe erarbeitet best practises, Vorgehensweisen, Musterklauseln für Verträge etc. um bei Konflikten im Bereich Bauwirtschaft rasch Abhilfe schaffen zu können.

Beispiele für Fälle, die im Rahmen der Arbeitsgruppe bearbeitet wurden

Begleitende Baumediation Wien, Dachbodenausbau in Wien

Der geplante Ausbau machte erhebliche Eingriffe in die bestehenden Mietverträge notwendig und somit die Zustimmung der Mieter (Lifteinbau, Wegfall von Belichtungen, Bäderein- und Umbau). Vom Bauherren wurde vor Beginn und vor Baugenehmigung ein Mediatorenteam beauftragt. Ziel war es, Lösungen zu finden, die sowohl den Ausbau wirtschaftlich ermöglichen, wie auch die Zustimmung der Mieter sicher zu stellen. Die Mediationstermine fanden im Beisein aller betroffenen Mieter, des Bauherrn und des Planungsteams statt. In 6 Stunden konnte für alle bestehenden Differenzen gute Lösungen gefunden werden, das Bauvorhaben steht kurz vor der Fertigstellung und konnte ohne Konflikte abgewickelt werden.

Begleitende Baumediation, Neubauvorhaben im Großraum Wien

Schon zu Beginn des Bauvorhabens wurde ein Mediatorenteam vom Bauherrn beauftragt und die Mediation in den Bauverträgen verpflichtend vereinbart. Bei Baubesprechungen wurde das Mediationsverfahren und das Mediatorenteam vorgestellt. Erst am Ende des Bauvorhabens kam es zu erheblichen Differenzen bei der Endabrechnung des beauftragten Baumeisters. In mehreren Mediationssitzungen wurde für die meisten Streitpunkte einvernehmliche Lösungen gefunden, ein oftmals langwieriges und in der Regel ressourcenintensives Gerichtsverfahren konnte verhindert werden.

Bauvorhaben & Teilkonkurs: Errichtung von 30 Wohneinheiten im Großraum Wien

Durch den Konkurs des Installateurs wurden Gewährleistungsansprüche nicht mehr erfüllt (nicht funktionierende Warmwasserversorgung). Der Bauherr wollte den mit der Planung und der ÖBA beauftragten Architekten in die Haftung nehmen. Streitwert ca. € 30.000.-. Nach mehreren Sitzungen konnte bis auf einen Betrag von € 1.500.- Einigung erzielt werden. Durch Interventionen von außen wurde in dieser Phase die Mediation abgebrochen. Das Streit wurde gerichtsanhängig und ist bis jetzt (mehr als 2 Jahre) immer noch nicht entschieden. Die bis jetzt angelaufenen Kosten übersteigen den ursprünglichen Streitwert erheblich

Anlassbezogene Baumediation, Wohnhaussanierung in Wien

Nach Fertigstellung wurde vom Auftraggeber festgestellt, dass Teile der Aussenverfliesungen bei niedrigen Temperaturen nicht die geforderte Rutschfestigkeit aufweisen. Es wurde bereits mit Ersatzvornahmen (Gefahr im Verzug) gedroht. Die bereits eingeschalteten Sachverständigen kamen bei der Beurteilung der Verschuldensfrage zu unterschiedlichen Aussagen. Im Zuge des Mediationsverfahrens konnte auch unter Einbeziehung der Haftpflichtversicherer eine rasche und konsensuale Lösung gefunden werden.