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Gewerkschaft vida gefährdet Sozialpartner-Gespräch zur Zukunftssicherung im Hotel- und Gastgewerbe

WKÖ-Tourismusvertreter mahnen dringend Versachlichung der Diskussion ein
Mit Unverständnis und Verwunderung reagiert Georg Segl, Obmann der Fachgruppe
Hotellerie der Wirtschaftskammer Salzburg, auf die aktuellen Aussagen von
Gewerkschaftsvertreter Berend Tusch (vida). „Es ist letztklassig, die dramatische Lage am
Arbeitsmarkt und den Facharbeitermangel via medialem Säbelrasseln für persönliche

Profilierungen auszunutzen“, so der Branchensprecher, und weiter: „Offenbar ist es Herrn
Tusch entgangen, dass die Sozialpartner bereits für Anfang Jänner einen weiteren
gemeinsamen Verhandlungstermin zur grundlegenden Überarbeitung und Modernisierung
des Kollektivvertrags vereinbart hatten.“ Dabei sollte die Weiterentwicklung der Branche
und ihrer Beschäftigungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen. Ein Vorhaben, das nun
seitens der Gewerkschaft vida mit medialer Schützenhilfe des NEOS-Tourismussprechers
Sepp Schellhorn gefährdet wird.


„Offenbar glaubt die Gewerkschaft auf diese Art einen Weg gefunden zu haben, ihre
Forderungen durchzusetzen. Unter diesen Vorzeichen, so die Branchenvertreter, seien
ernsthafte Verhandlungen im Interesse der Branche bis auf weiteres sinnlos“, mahnt Segl
eine rasche Versachlichung der Debatte ein. Zum Vorwurf der geringen Entlohnung im
Hotel- und Gastgewerbe hält der Spartenvertreter fest: „Die Löhne und Gehälter befinden
sich im Vergleich mit anderen Branchen im Mittelfeld. Abgesehen davon kommen oftmals
Kost, Quartier und Trinkgelder hinzu.“


Fachverband Gastronomie


Der Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt rund 60.000
Gastronomiebetriebe mit über 145.000 Beschäftigten. Mit einem Umsatz von ca. 9,1 Mrd.
Euro leistet die heimische Gastronomie einen wertvollen Beitrag zur österreichischen
Wirtschaft.


Fachverband Hotellerie


Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000
Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit über 37 Millionen Ankünften und
knapp 132 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen
Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in
der Höhe von rund 48,8 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP.