th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

FAQ´s zur Gästeregistrierung

Gästeregistrierung in Salzburg aufgrund der Verordnung des Landeshauptmannes von Salzburg vom 16. Oktober 2020, mit der zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 zusätzliche Maßnahmen festgelegt werden.

Warum jetzt doch Gästeregistrierung?

Kurz: um die Nachverfolgung und Unterbrechung von Infektionsketten zu erleichtern. Auf Grund der Möglichkeit eines COVID-19 (Verdachts-) Falles in Ihrer Betriebsstätte ist es notwendig, dass Gäste ein Kontaktformular ausfüllen. Dieses ist auf Verlangen der Gesundheitsbehörde – und nur dieser - auszuhändigen. Dadurch sollen Clusterbildungen und deren unkontrollierte Ausbreitung schnell erkannt bzw. vermieden werden. Auch eine weitere Vorverlegung der Sperrstunde in allen Bezirken möchte man hiermit verhindern.

Wo steht was?

Auf Grundlage des Epidemiegesetzes sind Personen auf Verlangen der Gesundheitsbehörde (in der Regel Bezirksverwaltungsbehörde) dieser gegenüber zur Auskunftserteilung verpflichtet.

Die Verordnung des Landeshauptmannes von Salzburg vom 16. Oktober 2020, mit der zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 zusätzliche Maßnahmen festgelegt werden, sieht vor, dass das Betreten der Betriebsstätte des Gastgewerbes für Kunden untersagt ist, ausgenommen es erfolgt eine Gästeregistrierung.

Link zur Verordnung

Art der Kontakterfassung 

Die Kontakterfassung kann in Papierform (siehe Musterformular: Gästeregistrierung) und/oder mit Hilfe einer dafür vorgesehenen App erfolgen (z.B.: QR-Code am Tisch, oÄ).  

Grundsätzlich können Sie auch eigene Entwürfe oder eine elektronische Variante nutzen, hier gilt es allerdings ebenfalls die Datenschutzbestimmungen exakt einzuhalten.

APPs/Software für die Kontakterfassung

Die SalzburgerLand Tourismus GesmbH ist bestrebt ein salzburgweites digitales Gästeregistrierungstool anzubieten. Dieses soll für die Salzburger Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe gänzlich kostenlos oder mit nur einer geringen Kostenbeteiligung angeboten werden. Wenn Sie für Ihren Betrieb eine digitale Gästeregistrierung andenken, so ersuchen wir Sie mit ihrem lokalen Tourismusverband Kontakt aufzunehmen um am landesweiten System teilnehmen zu können.

Hier finden Sie eine Liste von Unternehmen, die eine Registrierungs-App anbieten:

Liste von Anbietern von Registrierungs-Apps

Die Liste wurde vom Fachverband Gastronomie zusammengestellt.

Hinweis: Die angeführten Apps wurden von uns nicht auf Funktionalität oder Datensicherheit geprüft. Wir übernehmen keine Haftung.

Warum so ein langes Formular?

Bei den vom Gast ausgefüllten Feldern handelt es sich um personenbezogene Daten, die vom Gast bekannt gegeben werden. Dem Gast als betroffene Person müssen daher, bevor er das Formular ausfüllt, gewisse Informationen hinsichtlich Datenschutz erteilt werden.

Was mache ich mit dem Blankoformular?

Dieses muss für jeden Gast VOR der Konsumation ausgefüllt werden. Die Blankoformulare können auf den Tischen bereitgelegt werden, den Gästen ausgehändigt werden sobald sie bei Tisch sitzen, im Zuge der Bestellaufnahme oder der Ausgabe der Speisekarten. Es sollte sich auch Schreibmaterial zum Ausfüllen am Tisch befinden (bitte nach Gebrauch desinfizieren).

Was mache ich mit dem ausgefüllten Formular?

Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es notwendig, die ausgefüllten Formulare vor unberechtigten Zugriffen zu schützen (weder Gäste noch unberechtigte Mitarbeiter sollten darauf Zugriff haben). Ein Zugriff sollte generell nur im Infektionsfall nach Aufforderung der Gesundheitsbehörde erfolgen. Oder – nach 28 Tagen (4 Wochen), wenn die Formulare vernichtet werden. Vernichten bedeutet aber nicht einfach in die Altpapiertonne werfen, sondern im Besten Fall durch den Aktenvernichter unkenntlich machen.

Hier wollen wir nochmal daran erinnern, dass Sie mit jedem/r MitarbeiterIn eine Verpflichtungserklärung zum Datengeheimnis abgeschlossen haben sollten.  Wenn nicht: Hier finden Sie Infos (Muster unter wko.at Suchbegriff „datenschutz datengeheimnis arbeitsrecht“ bzw direkt unter: Das Datengeheimnis nach dem Datenschutzrecht und damit zusammenhängende arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen.) 

Ebenso wichtig: Die ausgefüllten Formulare werden ausschließlich der Gesundheitsbehörde auf Verlangen wegen eines Verdachtsfalls herausgegeben. Weder Exekutivbeamte oder Polizei noch sonstige Personen sind berechtigt, die Daten zu kontrollieren.

Was mache ich wenn ein Gast die „Löschung seiner Daten“ verlangt?

Die betroffene Person hat grundsätzlich die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Auf Grund der Verordnung müssen Sie die Daten 28 Tage lang aufbewahren – aber keinen Tag länger. Das bedeutet, der Gast kann die Löschung zwar verlangen, aber Sie können sagen „nein – darf ich nicht“. Verlangt der Gast jedoch am Tag 29 die Löschung, müssen Sie löschen, denn eigentlich dürften Sie gar nicht mehr über die Daten verfügen.

Was muss ich als Unternehmer noch machen?

Wollen Sie wirklich alles richtigmachen und keine empfindliche Strafe auf Grund einer Datenschutzverletzung bekommen, ist es damit leider noch nicht getan: da es sich hier um eine Datenverarbeitung handelt, muss diese auch in Ihr Verarbeitungsverzeichnis aufgenommen werden:

  • Zwecke der Verarbeitung: rasche Möglichkeit der Kontakterfassung im Infektionsfall
  • Beschreibung der Daten: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Beschreibung der betroffenen Personen: Kunden und Kundinnen
  • Empfänger: Gesundheitsbehörden im Falle einer Infektion eines Gastes
  • Löschfrist: 28 Tage
  • Technische und organisatorische Maßnahmen: (Bsp: verschlossene Box für die Formulare, kein Zugang für Unberechtigte, ausschließliche Verwendung für die Zwecke der Rückverfolgung im Infektionsfall, Einweisung Mitarbeiter)

Und bitte beachten: die Formulare (und somit die Daten) dürfen für keine anderen Zwecke als für die Auskunftserteilung gegenüber der Gesundheitsbehörde verwendet werden.

Wer wird gestraft, wenn Gäste unrichtige Angaben machen?

Waren Mickey Mouse oder Max Mustermann bei Ihnen zu Gast, dann können Sie Ihrer Auskunftspflicht nicht nachkommen. Eine Strafe ist daher möglich. Um das zu vermeiden, sollten Sie Ihre Gäste darauf hinweisen, dass sie bei solchen Angaben nicht bedient werden und anschließend aus dem Lokal verwiesen werden müssen (dies gilt auch wenn sich ein Gast beharrlich weigert das Formular grundsätzlich auszufüllen). Die Vorlage eines Ausweises vom Gast zu verlangen oder gar eine Kopie davon anzufertigen, ist jedoch unzulässig. Es kann vom Betreiber aber keine detektivische Arbeit hinsichtlich Identität verlangt werden (zB bei Angabe von Allerweltsnamen wie „Hans Müller“ udgl).

Regionale Corona-Maßnahmen in Salzburg

Hier finden Sie die aktuell gültigen Kundmachungen des Landes Salzburg:
https://www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit/corona-virus/corona-massnahmen