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Österreichs Seilbahnen: Tourismusmagnete, Innovationsweltmeister und Wertschöpfungsmotoren!

Rund 250 Unternehmen mit regionaler Besitzerstruktur, hohen Investitionen in nachhaltige Weiterentwicklung und maximalen Sicherheitsstandards

Was im Jahre 1926 mit der Eröffnung der ersten Seilbahn Österreichs auf der Rax in Niederösterreich seinen Anfang nahm, wurde bis heute zu einer wichtigsten wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten des Landes: die Seilbahnen sind eng mit dem Aufstieg Österreichs zur Wintersportdestination Nr. 1 verknüpft und zudem prägende Faktoren für die Entwicklung des ländlichen Raums sowie der alpinen Regionen. Ein Blick auf die Zahlen genügt, um diesem Erfolg Ausdruck zu verleihen: inzwischen ist bereits jeder sechste weltweite Skierday „österreichisch“ – insgesamt gab es in Österreich im Winter 2015/16 52,1 Millionen Skierdays. Auch der Branchenumsatz der 253 Seilbahnen konnte im Saisonverlauf mit 1.303 Mio. Euro das hohe Niveau der Vorjahre halten und sogar einen neuen Rekord aufstellen und die 582 Mio. Beförderungen liegen ebenfalls im langjährigen Schnitt.

Heute sind die österreichischen Seilbahnen mit rund 3.000 Anlagen (253 Seilbahnunternehmungen und 550 Schleppliftunternehmungen) somit der Motor für den gesamten Wintertourismus.

Den alpinen Wintersportlern stehen heute in Österreich 23.700 ha an Pistenfläche zur Verfügung. Durch moderne Beschneiungsanlagen ist auf rund 70% der gesamten österreichischen Pistenfläche ein gesicherter Skibetrieb bis Saisonende garantiert. Für die Sicherheit und den Komfort der Pisten sind spätnachts und frühmorgens über 1.000 Pistengeräte im vollen Einsatz.

Das Ergebnis der attraktiven Angebote der heimischen Seilbahnunternehmen ist einerseits eine sehr hohe Kundenzufriedenheit – derzeit gibt es für österreichische Skigebiete eine Weiterempfehlungsrate von 90 Prozent – und andererseits ein unverändert sportliches und für den Wintersport begeisterungsfähiges Publikum. Denn mehr rund zwei Drittel der Winterurlauber kommen nur wegen dem Skifahren nach Österreich, somit ist Skifahren mit Abstand die Nr.1 Aktivität im Winterurlaub.

Auch was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft, liegt Österreich im internationalen Vergleich im Mittelfeld. „Vergleicht man die moderne Infrastruktur in Österreich mit jener in Ländern wie Frankreich oder der Schweiz, sind wir auch hier optimal aufgestellt“, weiß Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich. Zudem biete Österreichs Seilbahnwirtschaft eine Vielzahl an Skigebietstypen ­vom traditionellen Kleinskigebiet bis hin zu modernen Skiregionen und damit auch in finanzieller Hinsicht für den Kunden eine große Auswahlmöglichkeit. Das ist ein eindeutiger Standortvorteil. Die Zufriedenheit der Gäste in dieser Hinsicht zeigt sich auch in der aktuellen Gästebefragung (jährlich werden über 30.000 Gäste befragt): eine hohe Kundenzufriedenheit bestätigt deutlich die Beliebtheit des Qualitätsstandortes Österreich und das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt ebenfalls auf konstant gutem Niveau bei den Gästen.

Seit dem Jahr 2000 haben die österreichischen Seilbahnen knapp neun Milliarden Euro in die Sicherheit, Qualität, Modernisierung und den Komfort von Anlagen sowie in die Beschneiungstechnik investiert. Österreichs Seilbahnunternehmen sichern ihre Vorreiterrolle in Sachen Technik und Qualität weiter konsequent ab und setzen dabei auf eine betriebswirtschaftlich gesunde Entwicklung. "Ein großer Vorteil dabei ist vor allem die Besitzerstruktur der heimischen Bahnen. Diese weist im Vergleich zum Ausland überwiegend lokale und regionale Beteiligte auf und wird nicht – wie anderorts üblich – von Investoren aus der Ferne gelenkt. Somit bleibt auch das Flair von Wintersportorten und -regionen erhalten, unsere Tourismusdestinationen sind auch heute noch bewohnte und wirtschaftlich differenzierte Lebensräume", erklärt Hörl. "Die heimischen Seilbahnerinnen und Seilbahner reinvestieren ihre Gewinne und haben einen besonders nahen und auch emotionalen Zugang zu ihren Bahnen. Dies spürt schlussendlich auch der Gast", so Hörl.

Daneben sind die Seilbahnen mit den von ihnen ausgelösten Effekten wichtige Wertschöpfungsmotoren. Mit Bruttoumsätzen durch Bergbahnnutzer von € 7,9 Mrd., einer Mehrwertsteuerleistung an den Staat von über € 1 Mrd. und einen Beitrag zum BIP in der Höhe von € 4,3 Milliarden Euro leisten die Seilbahnen einen wesentlichen Beitrag für den Wirtschaftsstandort und Staat. Aktuell liegt der Wertschöpfungsfaktor bei über 7, d.h. dass aus 1.000 Euro an Löhnen, die bei den Seilbahnen anfallen, über 7.000 Euro an weiteren Löhnen in der jeweiligen Region hinzukommen.