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Fassadensysteme im Fokus der Lebenszyklusbetrachtung

Ein Forschungsprojekt der FH JOANNEUM und der Landesinnung Bau Steiermark

Der Auswahl einer Fassade kommt im Bauplanungsprozess eines Gebäudes eine besondere Bedeutung zu. Zum einen bestimmt sie maßgeblich das äußere Erscheinungsbild, zum anderen beeinflusst sie eine Vielzahl technischer, ökonomischer und ökologischer Aspekte.

Um einen objektiven Vergleich der Lebenszykluskosten verschiedener Fassadensysteme zu erhalten, wurde von der FH JOANNEUM im Auftrag der Landesinnung Bau Steiermark eine Studie zum Thema erstellt.

Gebäude müssen heute aufgrund von EU-weiten Normierungen hohe Anforderungen in Bezug auf das energietechnische Verhalten erfüllen. Als Entscheidungsgrundlage werden in der Baupraxis meist nur die Errichtungskosten der Fassade in Betracht gezogen, was zu einem überproportionalen Einsatz von erdölbasierten Dämmungen geführt hat. Diese sind vergleichsweise kostengünstig in der Errichtung jedoch nicht in Anbetracht der gesamten Lebenszykluskosten. Die alleinige Betrachtung der Errichtungskosten benachteiligt also massiv alternative, ökologisch nachhaltige Fassadensysteme. Es müssen auch die Folgekosten, wie Instandhaltung, Wartung, Reparatur und Reinigung über den gesamten Lebenszyklus hinweg berücksichtigt werden. Viele der verwendeten Fassadensysteme von Gebäuden weisen bereits lange vor Ablauf der erwarteten Nutzungsdauer Mängel und Schäden auf. Darüber hinaus sind – wie aus jüngsten Ereignissen in Großbritannien zu entnehmen ist – technische Aspekte z.B. in Bezug auf die Brennbarkeit vermehrt in Betracht zu ziehen.

Aus der Studie geht auch hervor, welche Vorteile in Bezug auf die Lebensdauer und Reparaturanfälligkeit die richtige Planung wie z.B. konstruktiver Schutz durch Vordächer und Balkone sowie die Gestaltung der Sockelzone hat.