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Was sich Lehrlinge wirklich wünschen

Eine steirische Studie hat die Wünsche an die Lehre untersucht: Eigenes Geld zu verdienen motiviert am stärksten, Eltern und Internet helfen am meisten bei der Entscheidung.
Interessante Ergebnisse bringt über Auftrag von 5 Baunebengewerbe Innungen eine Studie der Grazer Fachhochschule Campus 02 zum Thema "Erwartungen und Wünsche an die Lehre" zutage. Dabei wurden auch Befragungen in den  Berufsschulen selbst ebenso durchgeführt. Das Gehalt und die Möglichkeit zur eigenständigen Arbeit sind der Studie zufolge die stärksten Motivationsfaktoren bei der Entscheidung für eine Lehre. Wichtige Unterstützung kommt dabei in erster Linie von den Eltern und in besonderem Maß von den Müttern. Viele Schülerinnen und Schüler wünschen sich zudem noch mehr Informationen direkt in der Schule. Befragt wurden 590 Schülerinnen und Schüler von Berufsschulen und Neuen Mittelschulen in Graz und Graz-Umgebung. Der Auftrag zur Studie erfolgte von 5 Innungen der Baunebengewerbe.

Information kommt übers Internet
Das Schnuppern im Betrieb wird als wichtigste Informationsquelle für den zukünftigen Lehrberuf angegeben. Darauf folgt allerdings bereits das Internet, und man kann davon ausgehen, dass seine Bedeutung noch weiter ansteigen wird. Social-Media-Angebote und klassische Webseiten sind daher ein unverzichtbares Muss in der Kommunikation. Sehr groß ist auch die Bedeutung von Familie, Freunden und Lehrern. Allerdings geben fast ein Drittel der Schülerinnen und Schüler an, von niemandem unterstützt zu werden. Nahezu keine Rolle spielen Informationsveranstaltungen wie Berufsinformationsmessen, und nur wenige Jugendliche holen sich Informationen von den herkömmlichen Medien (Zeitung, Fernsehen, Radio). Die meisten jungen Menschen entscheiden sich in der 4. Klasse über den weiteren Verlauf ihres Bildungsweges.

Angebote noch stärker an den Wünschen orientieren
Für die Auftraggeber bedeuten die Ergebnisse der Studie, die vorhandenen Angebote weiter nachzujustieren. "Als Innung unternehmen wir bereits heute mit "get to the top" große Anstrengungen sowohl im Dachdecker- als auch Spenglerberuf,  Jugendliche in den Schulen zu informieren und auch unsere Lehrlinge in weiterer Folge zu motivieren", so Innungsmeister Helmut Schabauer. Wir brauchen gute Nachwuchsfachkräfte und dürfen hier bei unseren Bemühungen nicht locker lassen." Dies gilt auch für die allgemeine  Kommunikationsschiene der Sparte Gewerbe "helle Köpfe - geschickte Hände",  die Informationen allgemein über die Lehre direkt in die Schule bringt. Sie wurde bereits um allgemeine Elternabende erweitert, die sehr gut ankommen. Nun soll eine Folge-Studie die Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen noch genauer herausarbeiten. Übrigens: Keine Matura machen zu können wird als häufigster Grund gegen eine Lehre angeführt – ein klares Signal dafür, dass "Lehre mit Matura" noch stärker ins Bewusstsein rücken muss.