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Vorsicht bei unseriösen Dachdecker-Angeboten ausländischer Personen!

Ungarische Handwerker bieten zurzeit im Raum Graz ihre Dienste an. Das scheinbar billige Angebot entpuppt sich jedoch als Falle. WKO rät zur Vorsicht.

Ein neues Dach um 700 Euro - mit solchen und ähnlichen Lockangeboten preisen in jüngster Zeit ungarische Handwerker ungefragt ihre Dienste vor allem bei älteren Personen an. Die Vorgangsweise ist dabei stets die gleiche: Die Handwerker läuten an und weisen auf eine defekte Dachrinne oder ähnliche kleinere Mängel hin. Diese könnten sie auch gleich beheben. Damit verschaffen sie sich Zutritt auf das Grundstück und behaupten dann, dass auch das Dach reparaturbedürftig sei. Der tatsächliche Preis ist dann um ein Vielfaches höher: „Wir wissen von einen Fall, bei dem im Endeffekt 40.000 Euro verlangt wurden“, berichtet Helmut Schabauer, Landesinnungsmeister der Dachdecker und Spengler in der Wirtschaftskammer Steiermark. Um an diesen Betrag zu kommen, werden die Auftraggeber stark unter Druck gesetzt, dabei verbal und in manchen Fällen sogar mit Gewalt eingeschüchtert, sodass es tatsächlich zu völlig überhöhten Zahlungen kommt.


Wir raten dringend zur Vorsicht!

Die Finanzpolizei weiß von diesen betrügerischen Machenschaften und geht auch dagegen vor. Allerdings würden viele Betroffene aus Scham davor, so ein leichtgläubiges Opfer geworden zu sein, die Vorfälle nicht melden. "Die Täter nutzen dabei auch gezielt psychische Ausnahmesituationen der meist älteren Menschen aus", so Schabauer, der selbst erst dieser Tage in seiner Nachbarschaft vor solch einem Fall rechtzeitig warnen konnte.  Allen, die in Kontakt mit derlei Geschäftspraktiken kommen, rät er dringend zur Vorsicht: "Wer auf diese Weise ein Geschäft anbahnt, der kann nicht seriös sein! Ganz abgesehen davon sind die durchgeführten Arbeiten mangelhaft und entsprechen nicht einmal annähernd den hohen Standards, die in der Branche üblich sind. Meist sind danach erst recht Sanierungsarbeiten notwendig und damit wird es insgesamt wesentlich teurer, als wenn man gleich einen steirischen Meisterbetrieb mit den Arbeiten beauftragt hätte. Ganz zu schweigen von der Nichtbeachtung  jedweder Gerüstung oder sonstiger Schutzmaßnahmen, was auch zum Nachteil des Auftraggebers werden kann." Abschließend schildert Schabauer  noch einen Fall, wo nach der "Sanierung" durch einen ungarische Trupp die Dachflächenfenster nicht mehr zu öffnen waren und das Dach großflächig undicht war.

Den Zeitungsartikel finden Sie hier!



Rückfragen:
Helmut Schabauer
Landesinnungsmeister der Dachdecker und Spengler
T 0664/536 64 33