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Tax Rebate!

Stand:
Danny Krausz

Laut einer Mitteilung der Europäischen audiovisuellen Informationsstelle haben sich die steuerlichen Anreizmodelle Europas zur Stärkung von Filmstandorten im Zeitraum von 2008 – bis 2014 mehr als verdoppelt; Länder wie Kroatien, Tschechien, Serbien oder Ungarn selbst die Ukraine haben - die Zeichen der Zeit erkennend - attraktive steuerinduzierte Fördersysteme (Tax-Rebates) eingeführt, um sowohl heimische Filmproduktion zu fördern, als auch internationale Produktionen zum Wohle des Know-how-Transfers und nicht zuletzt budgetwirksamer Multiplikatoreffekte anzulocken.
 
Gleichzeitig läuft seit Monaten in Deutschland eine intensive Diskussion über die ökonomische Wirksamkeit des deutschen Fördersystems, wo selbiges im Hinblick auf die internationalen Anreizsysteme mancherorts für „nicht mehr konkurrenzfähig“ erklärt wird.
 
Was bedeutet das nun für Österreich? Natürlich ist das österreichische Fördersystem mit seiner heterogenen Vielfalt an Bundes- und Landesförderungen hochattraktiv und bietet Chancen sowohl für Nachwuchs als auch für etablierte Filmemacher.
 
Gleichzeitig stehen die Fördersysteme in der zweiten Jahreshälfte nicht gerade vor vollen Töpfen. Basisförderungen der Fernseh- und Kinofilmförderung sind weitgehend ausgeschöpft und die darauf aufbauenden Spitzenfinanzierungen dementsprechend in antizyklischem Ungleichgewicht. FISA ist ein verlässliches Tax Rebate Modell – was aber fehlt, ist ein klarer Fokus auf internationale Koproduktionen und eine neue Standortbestimmung, um Kino- und zunehmend attraktiver werdende Fernsehfilmproduktionen ins Land zu holen – ein Gewinn für den Wirtschaftsstandort Österreich und den Filmstandort gleichermaßen ist zugesichert!

Der derzeitig zur Verfügung stehende Slot von € 1,5 Mio ist für ein attraktives und kontinuierliches Tax Rebate Förderungsangebot sicher zu wenig und jedes Jahr kann weder James Bond noch Ethan Hunt kommen. Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir Veränderung zulassen und das nächste Halbjahr für eine Diskussion der Rahmenbedingungen nutzen. Die Produktionsseite ist dazu bereit!

Danny Krausz, Obmann des Fachverbandes der Film- und Musikwirtschaft