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Industrie Aktuell - EU und Aussenhandel - Folge 03 vom 23.02.2016

Aktuelle Informationen der Sparte Industrie zu den Themen EU und Aussenhandel
Stand:

1.          E x p o r t p r e i s 2 0 1 6 – Bewerbungsfrist endet am 29. Februar 2016

 

Der von der WKÖ gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium BMWFW seit 1994 verliehene "Österreichische Exportpreis" wird auch im Jahr 2016 fortgesetzt. Er ist die Auszeichnung und Würdigung überdurchschnittlichen Engagements und Erfolges österreichischer Unternehmer auf den Auslandsmärkten. Die Verleihung des Österreichischen Exportpreises – in Gold, Silber und Bronze – jeweils in den Kategorien Handel, Gewerbe und Handwerk, Industrie, Tourismus, Information und Consulting und Verkehr sowie begleitet vom „Global Player Award“ findet am 21. Juni 2016 im Wiener MuseumsQuartier statt.

 

Alle exportorientierten österreichischen Industrieunternehmen sind eingeladen, sich online mit dem Ausfüllen des Fragebogens für die Kategorie INDUSTRIE des „EXPORTPREISES 2016" zu bewerben. Die Ausschreibungsfrist endet am 29. Februar 2016. Die Exportpreis - Kriterien sind:

 
  • Vorliegen einer gezielten Exportmarketingstrategie
  • Wesentlicher Anteil des Exports an den gesamten Unternehmensaktivitäten
  • Steigerung des Exportanteils, zumindest aber seine Erhaltung in schwierigen Märkten
  • Risikobereitschaft und Innovationsfreudigkeit im Exportmarketing
  • Überwindung besonderer Probleme in der Marktbearbeitung (die sich aus der Konkurrenz oder der Nachfragesituation bzw. aus dem Produkt oder aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld ergeben)
  • Erfolgreiche Marktnischenpolitik oder Vermarktung besonders Österreich spezifischer Erzeugnisse

Die Exportpreis-Sieger in der Kategorie „Industrie“ in den letzten Jahren waren die Zizala Lichtsysteme GmbH (2011), im Jahr 2012 nach einer fünfjährigen Pause zum zweiten Mal die Fa. Starlinger & Co GmbH, 2013 die Bertsch Holding aus Vorarlberg, 2014 die Doppelmayr Seilbahnen GmbH aus Wolfurt und im Vorjahr die Doka GmbH aus Amstetten.

 

Die Außenwirtschaft Austria hat ein kurzes Teaser-Video produziert. Der Film ist auch auf dem youtube-channel der Außenwirtschaft Austria hinterlegt.

    



2.          Antidumping Fotovoltaikmodule

 

Fotovoltaikmodule aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon mit Ursprung in China EU weitet Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen auf Einfuhren aus Malaysia und Taiwan aus.

 

Gegen Einfuhren von Fotovoltaikmodule aus kristallinem Silicium und Zellen (Dicke höchstens 400 Mikrometer) des in Fotovoltaikmodulen oder –paneelen aus kristallinem Silicium verwendeten Typs mit Ursprung in oder versandt aus China der Tarifnummern ex 8501 31 00, ex 8501 32 00, ex 8501 33 00, ex 8501 34 00, ex 8501 61 20, ex 8501 61 80, ex 8501 62 00, ex 8501 63 00, ex 8501 64 00 und ex 8541 40 90 bestehen endgültige Antidumping- bzw. Antisubventionsmaßnahmen. Ende Mai 2015 wurde auf Antrag von Solar World AG eine Umgehungsuntersuchung gegen Einfuhren aus Malaysia und Taiwan eingeleitet.

 

Die Kommission hat in ihrer Untersuchung festgestellt, dass der Rückgang der chinesischen Ausfuhren und der gleichzeitige Anstieg der Ausfuhren aus Malaysia und Taiwan in die EU eine Veränderung des Handelsgefüges darstellt. Da es für den Versand aus Malaysia und Taiwan keine andere hinreichende Begründung oder wirtschaftliche Rechtfertigung als die Vermeidung der bestehenden Maßnahmen gibt, gibt die Europäische Kommission die Ausweitung der Antidumpingmaßnahmen (Durchführungsverordnung (EU) 2016/185, Amtsblatt L 37 v. 12.2.2016) bzw. Antisubventionsmaßnahmen (Durchführungsverordnung (EU) 2016/184, Amtsblatt L 37 v. 12.2.2016) auf Einfuhren aus Malaysia und Taiwan bekannt. Der Antidumpingzollsatz beträgt somit 53,4 Prozent und der Antisubventionszollsatz 11,5 Prozent. Fünf malaysische und 21 taiwanesische Unternehmen sind nicht an den Umgehungspraktiken beteiligt, ihnen wird bei Vorlage einer gültigen Handelsrechnung eine Befreiung von den Maßnahmen gewährt.

    



3.          Antidumping-Zölle/ Kaltgewalzte Flachstahlerzeugnisse, China, Russland

 

Kaltgewalzte Flachstahlerzeugnisse mit Ursprung in China und Russland EU führt vorläufige Antidumpingzölle ein

 

Mitte Mai 2015 wurde auf Antrag von EUROFER ein Antidumpingverfahren betreffend Einfuhren von bestimmten flachgewalzten Erzeugnissen aus Eisen oder nicht legiertem Stahl oder anderem legierten Stahl, ausgenommen aus nicht rostendem Stahl, beliebiger Breite, kaltgewalzt, weder plattiert noch überzogen und nur kaltgewalzt (Tarifnummern ex 7209 15 00, 7209 16 90, 7209 17 90, 7209 18 91, ex 7209 18, ex 7209 25 00, 7209 26 90, 7209 27 90, 7209 28 90, 7211 23 30, ex 7211 23 80, ex 7211 29 00, 7225 50 80 und 7226 92 00) mit Ursprung in China und Russland eingeleitet. Mitte Dezember 2015 ordnete die Kommission die zollamtliche Erfassung aller Einfuhren aus den beiden Ländern an.

 

Die EK hat in ihrer Untersuchung den Schluss gezogen, dass die bedeutende Schädigung der Unionsindustrie nur durch die gedumpten Einfuhren aus China und Russland verursacht wurde. Sie ist der Ansicht, dass durch die Einführung von Antidumpingmaßnahmen faire Handelsbedingungen auf dem Unionsmarkt wiederhergestellt werden, so dass der Preisdruck ein Ende findet und sich der Wirtschaftszweig der Union erholen kann. Ohne Maßnahmen müssten einige Unionshersteller ihre Tätigkeit möglicherweise aufgeben oder einschränken und Hunderte von Beschäftigten und Arbeitsplätze abbauen.

 

Die EK gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2006/181, Amtsblatt L 37 v. 12.2.2016 die Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen bekannt.

 

Die folgenden Warentypen sind von der Definition der betroffenen Ware ausgenommen:

  • Elektrobleche aus Eisen oder nicht legiertem Stahl beliebiger Breite, kaltgewalzt, weder plattiert noch überzogen, nur kaltgewalzt, auch in Rollen (Coils), beliebiger Dicke,
  • Schwarzbleche aus Eisen oder nicht legiertem Stahl beliebiger Breite, kaltgewalzt, weder plattiert noch überzogen, in Rollen (Coils), mit einer Dicke von weniger als 0,35 mm, geglüht,
  • flachgewalzte Erzeugnisse aus anderem legiertem Stahl beliebiger Breite, aus Silicium-Elektrostahl, und
  • flachgewalzte Erzeugnisse aus legiertem Stahl, nur kaltgewalzt, aus Schnellarbeitsstahl.

Der vorläufige Antidumpingzoll für Einfuhren aus China beträgt 16 Prozent, für kooperierende Hersteller 14,5 Prozent und für Russland 26,2 Prozent. In beiden Ländern wurden für einige Unternehmen bei Vorlage einer gültigen Handelsrechnung unternehmensspezifisch niedrigere Antidumpingzollsätze festgelegt.

 

Die zollamtliche Erfassung der Einfuhren wird eingestellt. Die Kommission wird eine Entscheidung über eine etwaige rückwirkende Anwendung der Maßnahmen erst zum Zeitpunkt allfälliger endgültiger Maßnahmen treffen.

 

Die Verordnung trat mit 13.2.2016 in Kraft und gilt für die Dauer von sechs Monaten. Während dieser Zeit wird die Untersuchung fortgesetzt. Als Ergebnis der Untersuchung können entweder endgültige Maßnahmen verhängt werden oder das Verfahren wird eingestellt.

 

Angaben über Waren, die innerhalb von 90 Tagen vor dem Tag des Inkrafttretens dieser Verordnung in den zollrechtlich freien Verkehr übergeführt wurden, werden bis zum Inkrafttreten etwaiger endgültiger Maßnahmen oder bis zur Einstellung dieses Verfahrens aufbewahrt.

     



4.          Veranstaltung "Gefallene Sanktionen: Neue Chancen im Iran"

 

Am 11. Februar 2016 fand in der WKÖ eine Veranstaltung der Außenwirtschaft Austria zum Thema „Gefallene Sanktionen: Neue Chancen im Iran“ statt. Bei dieser Veranstaltung referierte u.a. Herr Mag. Ferdinand Schipfer von der Österreichischen Kontrollbank AG über „Zahlungsabsicherungen im Irangeschäft“. In der Anlage übermitteln wir diese Präsentation: Gefallene Sanktionen: Neue Chancen im Iran

 

Sparte Industrie, industrie@wkstmk.at