th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Industrie Aktuell - Energie und Infrastruktur - Folge 03 vom 23.02.2016

Aktuelle Informationen der Sparte zu den Themen Energie und Infrastruktur
Stand:

1,          Aktuelle Rechtsfragen zum EEffG nach dem 14.2.2016 – Erfahrungen der Wirtschaft

                 mit der organisatorischen Abwicklung im Bereich der Monitoringstelle

 

Nachdem es im Zusammenhang mit der Meldefrist für Energieeffizienz-Maßnahmen (Stichwort: individuelle Nachmeldemöglichkeit) zu unterschiedlichen Rechtsauffassungen gekommen ist, finden Sie ein Informationsblatt der WKÖ betreffend der aktuellen Rechtsfragen zum EEffG nach dem 14.2.2016 – Erfahrungen der Wirtschaft mit der organisatorischen Abwicklung im Bereich der Monitoringstelle.

 

Dieses Informationsblatt wird auch auf der Homepage zum Energieeffizienzgesetz der WKÖ veröffentlicht.

    



2.          Die Energiewende in Deutschland als Milliardengrab

 

2015 haben die Stromkunden so viel Geld wie noch nie für die Förderung der Erneuerbaren bezahlt. Und zusätzliche Belastungen kommen auf sie zu. Medienberichten zufolge wurden an die Betreiber von Ökostromanlagen in Deutschland im vorigen Jahr 24,1 Milliarden Euro gezahlt. Das sind 2,6 Milliarden Euro oder zwölf Prozent mehr als 2014.

Das Geld wird über die EEG-Umlage eingetrieben, die jeder Kunde mit seiner Stromrechnung zahlen muss. Die Betreiber erhalten aus dem Umlagetopf gesetzlich festgelegte Vergütungen für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde.

 

Warum sind diese Zahlungen so massiv gestiegen?

Hinter dieser Frage verbirgt sich eine „Erfolgsgeschichte“: die der Windenergie. Die Rotoren erzeugten 2015 rund 86 Terrawattstunden, davon knapp 78 an Land, gut acht Terrawattstunden kamen von Offshore-Anlagen vor der Küste. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr um 50 Prozent. Möglich war dies, weil 2015 viel Wind wehte. Zudem lieferten die vielen schon 2014 errichteten Windräder erstmals eine komplette Jahresproduktion ab. Hinzu kam, dass der Boom im Frühjahr 2015 anhielt. Diese neuen Anlagen waren dann im windreichen Herbst voll einsatzfähig. Die Windenergie deckte im vorigen Jahr schon gut 13 Prozent des gesamten Strombedarfs ab. Dass diese Energieträger einer hohen Volatilität unterliegen scheint nur den wenigsten bewusst zu sein. Ebenso erschwerend kommt der fehlende Leitungsausbau für die zu transportierenden Leistungen und der damit einhergehenden Überlastung bestehender Infrastruktur zu tragen.

 

Wie passt diese Entwicklung zu den Plänen der deutschen Regierung?

Der massive Ausbau der Windenergie lag 2015 deutlich über den sogenannten Ausbaupfaden der deutschen Bundesregierung. Das hatte eine Absenkung der Vergütungen für neue Anlagen zur Folge. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, Michael Fuchs, befürchtet indes Schlimmes. Er sagte der FAZ, die Energiewende sei „auf dem besten Wege, ein finanzielles Desaster zu werden“.

Dieses Beispiel unserer deutschen Nachbarn zeigt, dass wir uns in Österreich für das zukünftige Energiesystem durchaus bessere Alternativen im Sinne unserer Wirtschaft suchen müssen.

       


 

3.          Thermoelektrik: Strom aus Abwärme

 

Abwärme fällt in allen Bereichen des täglichen Lebens an – in Industrie, Haushalt und Verkehr. Sogenannte thermoelektrische Generatoren (TEG) können dieses riesige Energie-Reservoir anzapfen und die „Abfallenergie“ ohne bewegliche Teile in eine höherwertige Energieform überführen. Sie nutzen Abwärme und erzeugen bereits aus kleinen Temperaturdifferenzen elektrischen Strom. Diese Verwertung ansonsten verlorener Abwärme bzw. Umgebungswärme wird auch als Energy Harvesting bezeichnet und wird zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz und zur Einsparung von CO2-Emissionen beitragen.

 

Thermoelektrische Module können nicht nur Abwärme direkt zu Strom wandeln, sondern auch als elektrische Wärmepumpe mittels Strom direkt kühlen und heizen: Die Industrie setzt die sogenannten Peltier-Kühler heute zur Temperierung von Autositzen oder zur Temperaturstabilisierung elektronischer Bauteile ein. Im Konsumgüterbereich sind sie beispielsweise in Campingkühlboxen und lautlosen Hotelkühlschränken zu finden. Thermoelektrische Module bestehen in ihrer einfachsten Form aus einem Thermoelement, das in vielen Anwendungen als Temperatursensor eingesetzt wird. Dieses ist aus zwei thermoelektrischen Materialien, sogenannten Thermoelektrika, aufgebaut, deren elektrische Kontakte sich auf unterschiedlichen Temperaturniveaus befinden. Die ersten Thermoelektrika waren nur sehr aufwendig herstellbar und produzierten lediglich einige Watt. Heute sind bereits Systeme bis 1.000 Watt möglich. Durch neue Materialien und Verarbeitungsverfahren können größere Temperaturunterschiede genutzt werden, wodurch auch die Leistungsausbeute weiter steigen wird.

 

Forscher und Hersteller arbeiten daran, den Wirkungsgrad von Thermogeneratoren zu steigern und für die Massenproduktion geeignete Herstellungsverfahren zu entwickeln. Ähnlich wie in der Photovoltaik erscheint nun, ausgehend von einer Technik zur Versorgung von Weltraumfahrzeugen wie dem Marsrover Curiosity, der Weg zu einem breiten Einsatz in verschiedenen Anwendungen geebnet. Dieses Themeninfo vermittelt einen Überblick über die Funktionsweise und die Einsatzbereiche der Technik sowie über die Materialien, die für unterschiedliche Temperaturbereiche entwickelt und optimiert werden.

        


 

4.          EXPO 2017 in Astana: Beste Technologien für Energy Best Practices Area gesucht

 

Bewerbungen bis 15.5.2016 möglich

Kasachstan hat den Wettbewerb für die Auswahl der besten Technologien und Projekte im Bereich des EXPO 2017 Leitthemas „Future Energy“ gestartet. Die Siegerprojekte und –technologien werden dann bei der Weltausstellung EXPO 2017 in Astana im Pavillon Energy Best Practices Area präsentiert werden.

 

Das Leitthema Future Energy umfasst folgende Bereiche:

  • Renewable and alternative energy
  • Energy efficiency and traditional energy
  • Energy Storage
  • Energy distribution
  • Using natural energy resources
 

Die Auswahl der Siegerprojekte erfolgt durch internationale Experten. Die Mitglieder der Auswahlkommission sind u.a. der Nobelpreisträger George Smoot, der Generaldirektor des internationalen thermonuklearen Reaktors (ITER) Bernard Bigot, der Director of Energy and Extractives Global Practice der World Bank Charles Feinstein, der Präsident der Nazarbayev Universität Shigeo Katsu.

 

Zum Wettbewerb sind staatliche, gemeinnützige und private Intuitionen als auch KMU und Großunternehmen, Universitäten und Forschungszentren sowie Patentinhaber aus der ganzen Welt zugelassen.

 

Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2016. Bitte informieren Sie das Team des AußenwirtschaftsCenter Almaty über Ihre Bewerbung.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb sind auf der Website verfügbar.

 

Österreich wird an der EXPO 2017 teilnehmen und österreichische Unternehmen werden daher einen Österreich Pavillon nutzen können. Das Team des AußenwirtschaftsCenter Almaty berät österreichische Firmen bei allen Fragen rund um den EBPE Wettbewerb und Präsentationsmöglichkeiten bei der EXPO 2017.


Sparte Industrie, industrie@wkstmk.at