th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Industrie Aktuell - Energie und Infrastruktur - Folge 04 vom 08.03.2016

Aktuelle Informationen der Sparte zu den Themen Energie und Infrastruktur
Stand:

1.          Wirtschaftskammer zieht Bilanz nach einem Jahr Energieeffizienzgesetz:

                 Wirtschaft hat alle Einsparziele erfüllt

 

Der 14.2.2016 war der erste „Zahltag“ gemäß dem neuen Energieeffizienzgesetz. Nunmehr haben Wirtschaftsministerium und Monitoringstelle die Ergebnisse präsentiert. Dazu die Bewertung der Wirtschaftskammer: „Erfreulich ist, dass die Einsparverpflichtungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden, und die Kosten der Zielerreichung etwa auf ein Viertel früherer Befürchtungen reduziert werden konnten“, sagt Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung Umwelt- und Energiepolitik. „Verbesserungen im organisatorischen und technischen Bereich sowie die Ergänzung des Methodenhandbuchs durch weitere Maßnahmentypen können den Dokumentationsaufwand für die Wirtschaft weiter verringern“, regt Schwarzer an.

 

Für das erste Verpflichtungsjahr konnten zwei Maßnahmenjahrgänge herangezogen werden, um den Start des aufwändigen Systems zu erleichtern. Wenn heuer die Ziele deutlich übertroffen werden konnten, so kann man somit nicht ohne weiteres darauf schließen, dass dies auch in den Folgejahren der Fall sein wird.

Die anerkennenswerten heurigen Einsparergebnisse waren möglich, weil „in letzter Sekunde“ die dringend benötigten Anrechnungsmodalitäten festgelegt wurden. Schwarzer: „Ohne diese Partitur, in die wichtige Anliegen und Vorschläge der Wirtschaftskammer eingeflossen sind, hätte das Orchester das Musikstück nicht so wohlklingend aufführen können.“ Damit entstand jene Rechts- und Planungssicherheit, die Voraussetzung jeglicher Investitionen in Effizienzmaßnahmen ist.

 

Verhandlungserfolg trägt Früchte

Das Herzstück des Energieeffizienzgesetzes (EEffG) ist die Übertragung von Energieeffizienzmaßnahmen. Denn die Energielieferanten können ihre Einsparverpflichtungen im Regelfall nur durch Erwerb von Maßnahmen bei Dritten erfüllen. Die Wirtschaftskammer konnte erreichen, dass Betriebe, die Maßnahmen gesetzt haben, diese für spätere Jahre zurücklegen können. Auf ein Ablaufdatum wurde verzichtet.

 

Weitere Reduktion des Meldeaufwandes geboten und möglich

Das Einmelden von tausenden Maßnahmen ist mit entsprechendem administrativen Aufwand verbunden, denn es müssen Daten erhoben, Unterlagen zusammengestellt und Meldeformulare ausgefüllt werden. Erfreulicherweise hat die Maßnahmendatenbank den Anforderungen im Wesentlichen Stand gehalten. Dennoch gibt es Verbesserungsmöglichkeiten im technisch-organisatorischen Bereich, bei der Abstimmung der Meldeinhalte und vor allem auch bei der anzustrebenden Bündelung breitenwirksamer Maßnahmen, um von individuellen Eingaben wegzukommen.

 

Die Wirtschaft begrüßt, dass die Monitoringstelle und das Wirtschaftsministerium als deren Auftraggeber dazu bereits Bereitschaft signalisiert haben. Je geringer die Transaktionskosten sind, desto stärker wirken die zu erzielenden Erlöse als Anreize für die Maßnahmensetzer. Ein weiterer Weg zur Minimierung des Meldeaufwands ist die Erweiterung der vorweg anerkannten Methoden für Effizienzmaßnahmen.

            



2.          Thermische Sanierung 2016

 

Die diesjährige Förderaktion „Thermische Sanierung“, für die 43,5 Mio. EUR aus dem Budget zur Verfügung gestellt werden, startet mit 3. März 2016.

Aufgrund dieser budgetären Restriktion gibt es bei den Förderungen im privaten Wohnbau einige Änderungen zum Vorjahr:

 
  • NEU: Mustersanierung im Bereich „Ein-/Zweifamilienhaus/Reihenhaus“ (EFH) mit höherer Förderung
  • im mehrgeschossigen Wohnbau (MGW) nur „Umfassende Sanierungen klimaaktiv Standard“
  • neuer HWB-Grenzwert bei „Umfassender Sanierung guter Standard“ (lt. OIB 2015): 69 kWh/m²
  • Einführung „Teilsanierung 50%“ im EFH; keine Einzelbaumaßnahmen und keine Teilsanierung 20% bzw. 30%
  • Förderung für Heizungsumstellung nur bei Mustersanierung
  • höherer Zuschlag für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen; kein Zuschlag für Energieausweis und Holzfenster
  • Anpassung der Förderungspauschalen
 

Die Förderung für gewerblich genutzte Gebäude bleibt im Großen und Ganzen unverändert, lediglich bei den Zuschlagsmöglichkeiten gibt es Anpassungen, damit ein Gleichklang mit dem privaten Bereich hergestellt wird. Weiters ist - je nach Umsetzungsstand im jeweiligen Bundesland - betreffend „Anforderungen an den Heizwärmebedarf“ die Fassung 2011 oder 2015 der OIB-Richtlinie 6 anzuwenden.

Hier finden Sie die Informationsblätter bzw. online unter der Homepage.

  

Sparte Industrie, industrie@wkstmk.at