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Industrie Aktuell - Arbeit und Personal - Folge 05 vom 24.03.2016

Aktuelles, Infos und Tipps der Sparte Industrie
Stand:



1.         Stellenbewerbung

 

Projektleiter für den technischen Bereich. Derzeit: Eigenständige Projektabwicklung für elektronische Großanlagen (von der Projektierung, über die Planung, Dokumentation, Fortschrittskontrolle, Inbetriebsetzung und Übergabe an den Bauträger). Planung, Montage und Wartung von Alarmanlagen, sowie Videoüberwachungen (Hoferfilialen in Österreich und Slowenien für Privat- und Gewerbeobjekte)

 

Auf Anfrage übermittelt die Sparte Industrie gerne den Lebenslauf und die Kontaktdaten.

       


 

2.          Stellenbewerbung

 

Maximilian Freissler, HTL-Bulme-Schüler (derzeit Abschlussklasse Maschinenbau – Fahrzeugtechnik) sucht für August 2016 Ferialpraktikum im Bereich Rechnungswesen/Controlling/Finanzen o.ä., um als Ergänzung zur technischen Grundausbildung einen Einblick in die wirtschaftlichen Abläufe eines Betriebes zu erhalten. Ausgezeichnete schulische Leistungen, Motivation und Freude am Lernen von neuem werden ebenso mitgebracht wie Praktikumserfahrung in unterschiedlichen Unternehmen. Nähere Informationen können Sie dem beiliegenden Lebenslauf entnehmen.

      


    

3.          Diskriminierende Kündigung nach Falschangabe bezüglich Behindertenstatus

 

Der Kläger gehört seit 9.1.2003 zum Kreis der begünstigten Behinderten nach dem Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG). Von 15.6.2011 bis 11.9.2012 war er beim beklagten Arbeitgeber als Schweißer beschäftigt. Beim Einstellungsgespräch erwähnte er nicht, dass er begünstigter Behinderter ist. Bei der Untersuchung durch den Betriebsarzt wurde er als geeignet eingestuft.

 

Am 8.6.2012 wurde dem Arbeitgeber die Ausgleichstaxe für 2011 vorgeschrieben. Dadurch erfuhr er, dass der Kläger begünstigter Behinderter ist. Er forderte den Arbeitnehmer zur Vorlage entsprechender Unterlagen auf und wollte wissen, welche Behinderungen beim Kläger vorliegen, um die Relevanz für seine Tätigkeit beurteilen zu können. Aus den daraufhin vorgelegten Unterlagen ergab sich, dass der Kläger einen Behinderungsgrad von 60 Prozent aufwies; Gesundheitsbeeinträchtigungen waren darin nicht angeführt.

 

Der Arbeitgeber kündigte daraufhin den Arbeitnehmer am 27.7.2012 zum 11.9.2012.

 

Der Kläger war während seiner Tätigkeit nie krank. Die Behinderungen laut Bescheid des Bundessozialamtes sind zum Teil klinisch nicht manifest, zum Teil altersbedingte Abnützungserscheinungen oder im Verfahren nicht weiter objektivierbar. Der Kläger war und ist in der Lage, eine Tätigkeit als Schweißer ohne Gefährdung der eigenen Person oder fremder Personen auszuüben.

 

Der Kläger begehrt in seiner Klage, die Kündigung für rechtsunwirksam zu erklären; diese sei wegen seiner Behinderung erfolgt und daher diskriminierend gewesen. Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab, das Berufungsgericht gab ihm Folge.

 

Der OGH bestätigte in seinem Urteil vom 26.11.2015 (9 ObA 107/15y) die Entscheidung des Berufungsgerichts und führte dazu im Wesentlichen aus:

 

Nach den Bestimmungen des BEinstG darf niemand aufgrund einer Behinderung im Zusammenhang mit einem Dienstverhältnis unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden, insbesondere auch nicht bei der Beendigung des Dienstverhältnisses. Eine Kündigung wegen der Behinderung kann bei Gericht angefochten werden.

 

Dieser Diskriminierungsschutz besteht auch dann, wenn der Arbeitgeber hinsichtlich des Vorliegens einer tatsächlichen Behinderung (die beim Arbeitnehmer NICHT vorlag) einem Irrtum unterliegt. Es ist also auch die aufgrund einer irrig angenommenen oder vermuteten Behinderung erfolgte Diskriminierung nicht behinderter Personen verpönt.

 

Die Kündigung steht im Zusammenhang mit der vom Arbeitgeber angenommenen Behinderung: Sie erfolgte deshalb, weil der Arbeitnehmer falsche Angaben zur Behinderteneigenschaft gemacht hatte und für den Arbeitgeber (mangels Informationen) nicht beurteilbar war, ob der Arbeitnehmer für die Tätigkeit weiter einsetzbar war oder nicht.

 

Zur Offenlegungspflicht des Arbeitnehmers: Grundsätzlich ist dem Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran zuzugestehen, zu erfahren, ob ein Arbeitnehmer begünstigter Behinderter ist, da diese Information aufgrund gesetzlicher Bestimmungen unmittelbar Einfluss auf das Arbeitsverhältnis hat. Die Nichtmitteilung der Behinderteneigenschaft durch den Arbeitnehmer kann dennoch durch dessen Interesse an der Erlangung eines Arbeitsplatzes gerechtfertigt sein.

 

Im vorliegenden Fall lagen keine Beeinträchtigungen des Klägers für seine Tätigkeit als Schweißer vor. Dies musste angesichts der bisher anstandslos schon mehr als ein Jahr ausgeführten Tätigkeit auch für den Arbeitgeber erkennbar sein. Die Kündigung ist weder durch die unrichtige Angabe des Klägers über seinen Behindertenstatus noch durch die Nichtvorlage von Befunden über seine Behinderung gerechtfertigt, sondern verstieß diese gegen das Diskriminierungsverbot des BEinstG.

      


             

4.          Talente Praktika für Schülerinnen und Schüler 2016

 

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) fördert auch 2016 wieder naturwissenschaftlich-technische Praktikumsplätze für SchülerInnen mit je 1.000 Euro. Sichern Sie sich jetzt die Förderung für Ihren Nachwuchs!

 

Für Unternehmen und Forschungseinrichtungen besteht der Mehrwert – neben dem finanziellen Anreiz – darin, erste Kontakte mit künftigen Nachwuchskräften zu knüpfen. Interessierte SchülerInnen erleben durch aktive Mitarbeit in einem Praktikum, was Naturwissenschaft und Technik „on the job“ bedeutet. Diese Praxis-Erfahrungen sind für die Jugendlichen wertvoll bei der Entscheidung über den zukünftigen Ausbildungs- und Berufsweg.

 

Besondere Aufmerksamkeit gilt Jugendlichen ohne technische Vorkenntnisse: Mindestens 50 Prozent der Praktikumsplätze sind an SchülerInnen von AHS oder nicht-technischen BHS/BMS zu vergeben.

 

Die Praktikabörse bringt AnbieterInnen und SchülerInnen zusammen.

 

Die wichtigsten Kriterien im Überblick:

  • Praktikumsdauer: mind. 4 Wochen zwischen Juni und September
  • bei mind. 28,5 Wochenstunden
  • Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren
  • aller österreichischen mittleren und höheren Schulen (AHS, BHS und BMS)
  • Arbeitsverhältnis mit Sozialversicherungsanmeldung mind. 700 Euro Bruttomonatsgehalt für die Praktikantin / den Praktikanten
  • hochwertige Betreuung von mind. 25 Std. pro Monat
  • Praktikums-Tätigkeiten haben direkten Bezug zu Forschung, Technologie und Innovation
  • Quotenregelung: Mind. 50% der Praktikumsplätze eines Antrags sind an SchülerInnen nicht-technischer Schulen zu vergeben.


Falls Sie Fragen haben, besuchen Sie bitte die Website oder kontaktieren Sie die T 0557755/2222 bzw. per E-Mail!

 

Nähere Details zur Ausschreibung finden Sie hier.


Sparte Industrie, industrie@wkstmk.at