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Industrie Aktuell - Steuern und Finanzen - Folge 05 vom 24.03.2016

Aktuelle Informationen der Sparte zu den Themen Steuern und Finanzen
Stand:



1.          EU sagt Steuerbetrügern den Kampf an

 

Jedes Jahr verlieren die Finanzämter in Europa laut EU rund 50 Milliarden Euro durch den grenzüberschreitenden Mehrwertsteuerbetrug. Damit ist es jetzt Schluss. Ein Umbau des Mehrwertsteuersystems soll dafür Vorsorge leisten.

 

Kern der Reform, der aus dem „Aktionsplan für eine einheitliche EU-Mehrwertsteuerzone“ hervorgeht: grenzüberschreitende Deals zwischen Unternehmen sollen künftig nicht mehr von der Mehrwertsteuer befreit sein. Somit soll vor allem dem Karussellbetrug Einhalt geboten werden, bei dem der Verkäufer die Ware steuerfrei über die Grenze liefert, der Käufer die Mehrwertsteuer aufschlägt und die Ware weiterverkauft. Dann wird die Steuer aber nicht ans Finanzamt abgeführt, sondern der Käufer taucht unter und behält das Geld ein. Der neue Käufer holt sich die aufgeschlagene Mehrwertsteuer dagegen als Vorsteuer vom Finanzamt zurück, das auf dem Schaden sitzenbleibt.

 

Künftig soll der erste Käufer nach der Grenze dem Verkäufer die Ware samt Mehrwertsteuer zum Satz des Ziellandes in Rechnung stellen, sodass dem Käufer kein Anreiz mehr entstehen kann, zu verschwinden. Mit diesem Modell soll der Mehrwertsteuerbetrug um 80 Prozent oder rund 40 Milliarden Euro pro Jahr verringert werden, rechnen EU-Experten.

 

Die geplante Einführung eines Reverse-Charge-Systems, bei dem die Steuerlast an das Ende der Lieferkette verlagert wird, soll laut Prüfung und Angabe der EU-Kommission nicht eingeführt werden.

 

„Dass das neue von der Kommission vorgeschlagene Mehrwertsteuersystem weniger betrugsanfällig ist als das alte System muss sich erst erweisen“, betont Anette Klinger, Steuersprecherin der sparte.industrie. „Denn es setzt wie das alte Mehrwertsteuersystem darauf, dass das eine Unternehmen die Mehrwertsteuer abführt und der Empfänger der Leistung die in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer als Vorsteuer abzieht. Wenn der Lieferant daher die Mehrwertsteuer nicht abführt, liegt wie bisher ein Mehrwertsteuerbetrug vor. Es ist uns völlig schleierhaft, warum die EU-Kommission nicht auf das Reverse-Charge-System setzt, das bereits in halb Europa erfolgreich zur Betrugsbekämpfung eingesetzt wird.“

      



2.          Mitarbeiterrabatt bei überlassenen Arbeitskräften

 

Das Beschäftigungsverhältnis des Leiharbeiters besteht zum Überlasser. Um der Leiharbeitskraft Steuervorteile für direkte Leistungen des Beschäftigers zukommen zu lassen, wurde in der Vergangenheit der Weg gewählt, von einer Verkürzung des Zahlungsweges auszugehen. Das bedeutet, dass unmittelbare Leistungen durch den Beschäftiger steuerlich so gesehen werden, als ob sie vom Arbeitgeber (Überlasser) kämen. Dies gilt analog bei Reisekostenersätzen, die der Beschäftiger gewährt. Und das gilt nunmehr auch für Mitarbeiterrabatte seitens des Beschäftigers.

 

Zusammenfassend kann somit festgehalten werden:

  • Gewährt der Beschäftigerbetrieb der überlassenen Arbeitskraft Mitarbeiterrabatte, sind diese – eben weil von einer Verkürzung des Zahlungsweges ausgegangen wird - der Steuerbegünstigung zugänglich.
  • Wird die 20 Prozent-Grenze nicht überschritten und sind auch alle übrigen Voraussetzungen für die Steuerfreiheit erfüllt, stellt sich überhaupt kein Problem. Der Mitarbeiterrabatt ist steuerfrei.
  • Bei Überschreitung und somit Anwendung der Euro 1.000,-- Grenze muss hingegen beachtet werden, dass ja nur ein DV vorliegt, nämlich das zum Überlasser. Daher ist analog zu den Ausführungen in den LStR 2002 Rz 703 vorzugehen (Der Beschäftiger hat den Überlasser davon zu verständigen. Eine eventuelle Versteuerung von steuerpflichtigen Reisekosten hat daher nicht im Wege der Veranlagung sondern als steuerpflichtiger Arbeitslohn durch den Überlasser zu erfolgen.). Andernfalls käme es zu einer Kumulierung, also ggf. zu einer doppelten Berücksichtigung des 1.000,-- Euro Betrages durch Überlasser und Beschäftiger.

      



3.          Lohnzettel bei Auslandsentsendungen mit Anrechnungsmethode (Art 24)

 

Alle Informationen erhalten Sie unter folgendem Link.

        



4.          Änderung der Nutzungsdauer bei betrieblich genutzten Gebäuden

 

Alle Informationen erhalten Sie unter folgendem Link.


Sparte Industrie, industrie@wkstmk.at