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Antidumpingverfahren gegen warmgewalzte Flacherzeugnisse aus China

EU führt vorläufige Antidumpingmaßnahmen gegen warmgewalzte Flacherzeugnisse aus Eisen, nicht legiertem oder legiertem Stahl mit Ursprung in China ein.
Im Februar 2016 wurde auf Antrag von EUROFER ein Antidumpingverfahren gegen Einfuhren von warmgewalzten Flacherzeugnissen aus Eisen, nicht legiertem Stahl oder anders legiertem Stahl (außer rostfreiem Stahl), gerollt oder nicht gerollt (einschließlich zugeschnittene Produkte und "narrow strps", nur warmgewalzt, weder plattiert noch überzogen), der Tarifnummer ex 7208, ex 7211, ex 7225 und ex 7226 mit Ursprung in China eingeleitet.

Die Europäische Kommission bestätigt in ihrer Untersuchung vorerst den ursächlichen Zusammenhang zwischen den gedumpten Einfuhren aus China und der drohenden bedeutenden Schädigung der Unionsindustrie. Der massive Anstieg der gedumpten Einfuhren aus China bei immer niedrigeren Verkaufspreisen und die schwächer werdende Leistung der Union, vor allem ab dem zweiten Halbjahr 2015, fallen zeitlich eindeutig zusammen. Die Unionsindustrie musste sich dem durch die gedumpten Einfuhren vorgegebenen Preisniveau anpassen, um eine weiteres Schrumpfen ihrer Marktanteile zu verhindern. Dies führte zu Verlusten und die Lage dürfte sich noch weiter verschlechtern.

Die Kommission gelangt zu dem Schluss, dass durch die Einführung vorläufiger Antidumpingzölle faire Handelsbedingungen auf dem Unionsmarkt wiederhergestellt werden, sodass der Preisdruck ein Ende findet und sich die Unionsindustrie erholen kann. Dies würde zu einer Erhöhung der Rentabilität beitragen. Die Einführung der Maßnahmen würde es den Unionshersteller ermöglichen, nötige Investitionen zu tätigen, durch Forschung und Entwicklung die Produktionsanlagen für die Erzeugung zu modernisieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Die Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2016/1778, Amtsblatt L 272 vom 7. Oktober 2016 die Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen bekannt. Diese sollten 22,6 Prozent betragen, für kooperierende Hersteller (siehe Anhang der erwähnten Verordnung) 18 Prozent bzw. für einige chinesische Hersteller, bei Vorlage einer gültigen Handelsrechnung, die den Vorgaben in Artikel 1, Absatz 3 entsprechen muss, unternehmensspezifisch niedrigere Antidumpingzölle.

Ausgenommen von den vorläufigen Antidumpingmaßnahmen sind

  • Erzeugnisse aus nicht rostendem Stahl und kornorientiertem Siliciumelektrostahl,
  • Erzeugnisse aus Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl,
  • Erzeugnisse, nicht in Rollen, ohne Oberflächenmuster, mit einer Dicke von mehr als 10 mm und einer Breite von 600 mm oder mehr, und
  • Erzeugnisse, nicht in Rollen, ohne Oberflächenmuster, mit einer Dicke von 4,75 mm oder mehr, aber nicht mehr als 10 mm, und einer Breite von 2.050 mm oder mehr.


Die Verordnung trat am 8. Oktober 2016 in Kraft und gilt für die Dauer von sechs Monaten (April 2017). Die Kommission wird ihre Untersuchung in der Zwischenzeit fortsetzen und entweder endgültige Maßnahmen verhängen oder aber das Verfahren einstellen.


Rückfragen:
WKO Steiermark
Sparte Industrie
Mag. Bernhard Pammer, LL.M.
T 0316 601-552
E bernhard.pammer@wkstmk.at