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Fachkräftemangel im MINT-Bereich

Neue ibw-Studie zeigt Mangel an adäquat qualifizierter Belegschaft auf. Rektrutierung wird immer schwieriger.
Unternehmen stehen vor zahlreichen Herausforderungen bei der Sicherstellung ihres Bedarfs an einer adäquat qualifizierten Belegschaft. Vor dem Hintergrund eines anhaltenden Trends zur Höherqualifizierung - wesentlich getrieben durch den technologischen Fortschritt - zeigt sich laut einer aktuellen ibw-Studie ein manifester Fachkräftemangel im MINT-Berufsfeld.  

Welchen aktuellen Qualifizierungsbedarf haben Unternehmen? Wie rekrutieren sie und welche Schwierigkeiten, bis hin zu Fachkräftemangel, haben sie dabei? Wie hat sich die Beschäftigung, insbesondere bezüglich des Qualifikationsbedarfs sowie der Qualifikationsstruktur in den letzten fünf Jahren verändert? Diese Fragen stehen im Fokus der aktuellen IV-Qualifikationsbedarfserhebung.

Beschäftigungsentwicklung: anhaltender Trend und Notwendigkeit zur Höherqualifizierung

In den letzten fünf Jahren ist es in den befragten Firmen zu relativen (und absoluten) Zuwächsen bei höherqualifizierender Beschäftigung und Rückgängen bei den gering Qualifizierten gekommen. Die Unternehmen gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in den nächsten fünf Jahren - in einem ähnlichen Ausmaß - fortsetzen wird. Die mittlere Facharbeiterebene (Lehrabsolventen etc.) wird jedenfalls auch in Zukunft in vielen Unternehmen quantitativ eine wichtige Rolle spielen. Diese Entwicklungsdynamik kann als anhaltender Trend eines qualifikationsverzerrten technologischen Fortschritts interpretiert werden.

Zwei von drei Unternehmen klagen über Rekrutierungsschwierigkeiten
Zwei Drittel der Unternehmen berichten von teilweise beträchtlichen Problemen, geeignete Mitarbeiter zu finden. Je höher das erwünschte formale Qualifikationsniveau, desto öfter wurde von Rekrutierungsschwierigkeiten berichtet und desto länger dauerte es im Schnitt, bis die offene Stelle besetzt werden konnte. Das Hauptproblemfeld liegt dabei in den unzureichenden Kompetenzen seitens der Bewerber. Adäquate Fachkenntnisse werden am häufigsten vermisst, gefolgt von formalen Qualifikationen und Soft Skills. Tendenziell ist es meist so, dass sowohl die Kompetenzen nicht ausreichend sind als auch die Betriebe zu wenige Bewerber haben.

Rekrutierungsschwierigkeiten insbesondere im MINT-Bereich

Rekrutierungsschwierigkeiten treten vorrangig im Bereich der technischen bzw. MINT-Berufe auf und dies gilt für Absolventen aller technischer Ausbildungsebenen. In der Prioritätenliste der zu besetzenden Stellen spiegelt sich die generelle Techniker-Lücke in Österreich wider. Auswertungen verdeutlichen, dass fast die Hälfte der ausgebildeten Techniker nicht im Produktionssektor beschäftigt ist. Entsprechend hoch ist demzufolge die Konkurrenz der Unternehmen in diesem Berufsfeld.

Von den rund 860.000 Personen, die einen technischen Beruf ausüben, haben etwa 70 Prozent eine technische Fachausbildung absolviert. Mit 40 Prozent stellen technische Lehrberufe das Rückgrat der Qualifikationsstruktur dar. Jeweils 13 Prozent haben eine HTL bzw. eine technische Hochschulausbildung durchlaufen sowie vier Prozent eine technische Fachschule.

In Summe strömen jährlich rund 11.000 höher qualifizierte Techniker auf den Arbeitsmarkt. Davon dürften schlussendlich jährlich etwa 5.000 bis 6.000 neu ausgebildete Techniker im Produktionssektor landen.

Die gesamte Studie steht unter http://www.ibw.at/de/ibw-studien zum Download zur Verfügung.


Rückfragen:
WKO Steiermark
Sparte Industrie
Mag. Bernhard Pammer, LL.M.
T 0316 601-552
E bernhard.pammer@wkstmk.at