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Rodeln während dem Seminar: Arbeits- oder Freizeitunfall?

Der Oberste Gerichtshof (OGH) klärt, ob die Unfallversicherung für eine Verletzung bei einer organisierten Freizeitaktivität im Rahmen eines Seminars aufkommen muss.

Die gesetzliche Ausgangssituation:
Arbeitsunfälle sind "Unfälle, die sich im örtlichen, zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit der die Versicherung begründeten Beschäftigung ereignen". Es ist insbesondere erforderlich, dass die Tätigkeit des Versicherten zur Zeit des Unfalls der versicherten Tätigkeit zuzurechnen ist (innerer oder sachlicher Zusammenhang).

Der konkrete Fall:
Im vorliegenden Fall hatte der OGH die Frage zu klären, ob eine bei einer Taxi-Bobfahrt erlittene Verletzung der gesetzlichen Unfallversicherung unterliegt und der Vorfall als Arbeitsunfall zu werten ist. Die Taxi-Bobfahrt wurde im Rahmen eines beruflich motivierten Seminars als Abendveranstaltung vom Seminaranbieter organisiert und fand zudem außerhalb der Arbeitszeit statt.  

Die Entscheidung des OGH:
Der OGH hat das Vorliegen eines Arbeitsunfalles verneint und ausgesprochen, dass die Teilnahme nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fällt, da sie als eine organisierte Freizeitaktivität zu werten ist. Mitentscheidend war auch, dass nach den konkreten Umständen in allgemein begreiflicher Weise der Dienstnehmer sich nicht zur Teilnahme verpflichtet fühlen musste (OGH 22.2.2016, 10ObS 151, 15a).


Rückfragen:
WKO Steiermark
Sparte Industrie
Mag. Bernhard Pammer, LL.M.
T 0316 601-552
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