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Neues Verrechnungspreisdokumentationsgesetz tritt 2017 in Österreich in Kraft

Aufgrund der Vorgaben von OECD und EU wird in Österreich ab 1. Jänner 2017 das Country-by-Country-Reporting für Großkonzerne eingeführt, zusätzliche Dokumentationen werden aber auch für international tätige, kleinere Unternehmen verpflichtend.
Schon bisher waren österreichische Unternehmen, die mit einem im Ausland ansässigen Unternehmen verbunden sind, dazu verpflichtet, die zwischen den Unternehmen verrechneten Preise nach dem Fremdvergleichsgrundsatz ("arm's length principle") zu kalkulieren und dies auch zu dokumentieren. Zu berücksichtigen waren dafür sowohl die österreichischen Verrechnungspreisrichtlinien als auch jene, die von der OECD empfohlen werden.

Internationale Steuerumgehungen sollen bekämpft werden
Die OECD/G20-Staaten haben beschlossen, internationale Steuerumgehung durch Gewinnverlagerung und Kürzung der Steuerbemessungsgrundlage zu bekämpfen. In diesem Zusammenhang wurde das OECD BEPS (Base Erosion and Profit Shifting)-Projekt mit 15 Aktionen zur Bekämpfung von Steuervermeidungsstrategien entwickelt. Der Endbericht dieses Projekts wurde im Oktober 2015 veröffentlicht. In Aktion 13 (Transfer Pricing Documentation and Country by Country Reporting (CbCR)) wurde angekündigt, dass Daten zur Dokumentation von Verrechnungspreisen zwischen verbundenen Unternehmen unter den Finanzverwaltungen verschiedener Staaten ab 2017 ausgetauscht werden sollen. Zudem sieht auf EU-Ebene die Amtshilferichtlinie eine Verpflichtung zum automatischen Austausch von Informationen im Bereich der Besteuerung vor.

Multinationales Abkommen wurde bereits von vielen Staaten unterschrieben
In Österreich wurde am 6. Juli 2016 im Parlament das Verrechnungspreisdokumentationsgesetz (VPDG) beschlossen, das bestimmte österreichische Unternehmen dazu verpflichtet, ihre ausführliche Dokumentation von Verrechnungspreisen jährlich an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Das soll beginnend mit 2017 auf Basis der Daten von 2016 erfolgen. International hat sich Österreich durch Unterzeichnung eines multinationalen Abkommens - das bereits zahlreiche andere Staaten unterschrieben haben - dazu verpflichtet, die gemeldeten Daten an die Finanzverwaltungen von anderen Staaten zu übermitteln.

Detaillierte Informationen zu den drei Teilbereichen der Dokumentationsverpflichtung finden Sie im Downloadbereich des Artikels.


Rückfragen:
WKO Steiermark
Sparte Industrie
Mag. Bernhard Pammer, LL.M.
T 0316 601-552
E bernhard.pammer@wkstmk.at