th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Presseinformation - Eierkennzeichnung in verarbeiteten Lebensmitteln: Fachverband lehnt Landwirtschaftsforderung nach Alleingang Österreichs entschieden ab

Koßdorff: Europaweit geregelte Lebensmittelkennzeichnung nur im europäischen Gleichklang ändern
Katharina Koßdorff
© Wilke Katharina Koßdorff

(Wien, 13.10.2017) „Die neuerlichen Behauptungen der Steirischen Landwirtschaftskammer über ‚untergeschobene Eier aus illegaler Käfighaltung´ in österreichischen Lebensmitteln sind immer noch grob unsachlich. „Diese Pauschalverurteilung der österreichischen Lebensmittelwirtschaft müssen wir daher entschieden zurückweisen. Hier erwarten wir uns im Rahmen einer fairen Partnerschaft entlang der Wertschöpfungskette von Eiern auch am heutigen Welteitag mehr Umsicht statt Skandalisierung", betont Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie. „Eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft von Eiern in Lebensmitteln im nationalen Alleingang zu fordern, ist wenig durchdacht", erklärt Koßdorff, Denn nur im europäischen Gleichklang können Kosten und Wettbewerbsnachteile für heimische Betriebe vermieden und der Exportmotor am Stottern gehindert werden. Außerdem ist Herkunft freilich nicht gleichbedeutend mit Lebensmittelsicherheit, wie der jüngste Fipronil-Skandal gezeigt hat. Da haben einzelne Landwirte in verschiedenen EU-Ländern ihre Sorgfaltspflicht nicht eingehalten und kontaminierte Eier als Rohstoffe geliefert.

Fakten zeigen ein anderes Bild

Lebensmittelkennzeichnung ist europäisches Recht und wenn einzelne Akteure in Österreich einmal mehr einen Alleingang bei der Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln fordern, ist das eine Gefahr für den Produktionsstandort Österreich. Solange die Landwirtschaft keine vollständige Selbstversorgung mit Eiern aus Österreich ermöglicht – der Selbstversorgungsgrad Österreichs liegt im Jahresdurchschnitt bei gerade einmal 86 % und sinkt massiv zu den Saisonspitzen wie Ostern und Weihnachten – ist eben der Import von Eiern bzw. Eiprodukten notwendig. Derzeit sind das pro Jahr über 300 Millionen Stück, die zu 99,9 % aus der EU importiert werden. Übrigens hat auch Österreich im Jahr 2016 fast 60 Millionen Stück Eier exportiert (ein Plus von fast 90 % gegenüber 2015).



Die detaillierte Presseinformation finden Sie hier.