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Presseinformation - Eierkennzeichnung in verarbeiteten Lebensmitteln: Fachverband befürwortet freiwillige Angaben von Herkunft oder Haltungsform

Koßdorff: Nationaler Alleingang wird abgelehnt - Eigenversorgung mit Eiern für die Weiterverarbeitung ist nicht gegeben!
Katharina Koßdorff
© Wilke Katharina Koßdorff

Wien, 22.3.2018) „Herkunft oder Haltungsform von Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln zu kennzeichnen, muss freiwillig bleiben. Nur wenn in ganz Europa einheitliche Kennzeichnungsregelungen vorgeschrieben sind, können Zusatzbelastungen für heimische Betriebe vermieden und der Exportmotor am Stottern gehindert werden,“ betont Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie. Immerhin hat sich diese Bundesregierung klar dazu bekannt, auf eine Vorreiterrolle Österreichs in vielen Belangen und eine Übererfüllung von europäischen Vorgaben – das sogenannte „Gold-Plating“ – zu verzichten. „Eine weiterhin freiwillige Kennzeichnung der Herkunft bzw. Haltungsform von Eiern in Lebensmitteln zur Differenzierung am heimischen Markt ist hingegen sinnvoll. Schließlich kann derzeit die österreichische Landwirtschaft nicht genug Eier für die heimischen Verarbeiter liefern. Außerdem sind Herkunft oder Haltungsform von Eiern freilich nicht gleichbedeutend mit Lebensmittelsicherheit,“ so Koßdorff.

Bei den Fakten bleiben und keine Wettbewerbsnachteile für den Standort Österreich zulassen

Lebensmittelkennzeichnung ist europäisches Recht und wenn einzelne Akteure in Österreich einmal mehr einen nationalen Alleingang bei der Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln fordern, ist das eine Gefahr für den Produktionsstandort Österreich. Solange die Landwirtschaft keine vollständige Selbstversorgung mit Eiern aus Österreich für die Verarbeitung zu Lebensmitteln ermöglicht – der Selbstversorgungsgrad Österreichs liegt im Jahresdurchschnitt bei gerade einmal 86 % und sinkt massiv zu den Saisonspitzen wie Ostern und Weihnachten –, ist eben der Import von Eiern bzw. Eiprodukten zur Versorgung der heimischen Bevölkerung notwendig. Derzeit sind das pro Jahr über 300 Millionen Stück, die zu 99,9 % aus der EU importiert werden. Übrigens haben die heimischen Bauern im Jahr 2016 fast 60 Millionen Stück Eier ins Ausland exportiert (ein Plus von fast 90 % gegenüber 2015). Diese waren somit für die heimischen Hersteller nicht verfügbar.

Die detaillierte Presseinformation finden Sie hier.