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FH Kufstein: Musikwirtschaft im Programm

Die FH Kufstein bietet in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien den neuen Lehrgang "Musikwirtschaft" an
Stand:
Im Oktober startet der erste Durchlauf des Hochschulzertifizierten Lehrgangs Musikwirtschaft der FH Kufstein in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Der Lehrgang soll den aktuellen Boom österreichischer Musik zu einem langlebigen machen und die Lücke zwischen Ausbildungsstätten und Branche schließen helfen. Film, Sound und Media sprach mit dem Initiator des Lehrgangs, ink music-Geschäftsführer Hannes Tschürtz.


Wieso hat sich die FH-Kufstein entschlossen einen Lehrgang „Musikwirtschaft“ anzubieten?

TSCHÜRTZ: Das Vollzeitstudium Sport-, Kultur und Veranstaltungsmanagement bildet dort seit jeher einen Grundpfeiler des Studienangebotes. Ich unterrichte in diesem Rahmen seit 2009 Musikwirtschaft, zudem gibt es unser privates Kursangebot, die inkademy, noch länger - und es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt als jetzt, die gesammelten Erkenntnisse und Angebote mit akademischer Anbindung anzubieten. Die FH hat all das aufgegriffen und ist an mich mit der Idee herangetreten, das Thema in einem spezialisierten Lehrgang zu behandeln.

Was ist das Kernangebot des neuen Lehrgangs?

TSCHÜRTZ: Wir werden intensiv die Grundbausteine der Musikwirtschaft thematisieren: Die Live-Industrie, das Label- und Verlagswesen, zeitgemäßes Management. Es geht um theoretisches Grundwissen, aber vor allem auch um unsere Lektoren aus der Praxis, die erzählen sollen, wie es wirklich ist und wie dieses Wissen anwendbar wird. Der Schlüssel ist die Verbindung zur Branche und den bereits bestehenden Netzwerken. Hier haben wir beste Voraussetzungen und verstärken diese mit studienspezifischen Zusatzangeboten.

Auf welche Problemstellungen wird im Lehrgang besonders eingegangen?

TSCHÜRTZ: Kaum eine Branche hat sich in den letzten 20 Jahren so radikal verändert und mit ihnen auch Rollenbilder und Job Descriptions. Das zeigt, dass das Prinzip „lebenslanges Lernen“ in der Musikwirtschaft längt angekommen ist. Der beständige Diskurs, die Weiterbildung, der Wissensaustausch sind dabei enorm wichtig – selbst für die Lehrenden. Der Lehrgang soll diese Basis schaffen, damit die Branche auch hier im positiven Sinne in Bewegung bleibt und Österreich als Musikland nicht stehen bleibt.

Welche Professoren/Vortragenden konnten bisher engagiert werden?

TSCHÜRTZ: Wir haben hochdekorierte internationale Gäste wie Shain Shapiro (Sound Diplomacy), Major-Label-Vertreter wie Nuri Nurbachsch (Sony) und Festival- und Tournee-Veranstalter (Filip Potocki, Arcadia) ebenso wie Vertreter zentraler Institutionen (Tatjana Domany, Music Export/Musikfonds). Wir haben Unternehmen wie Red Bull (Martin Brem, Red Bull Culture) zu Gast, die Musik ganz anders denken als die „klassische“ Industrie, aber auch deutsche Top-Verleger (Yasmine Gallus, Budde Music). Dazu kommen hochkarätige Management-Figuren, die auch mit eigenen Beispielen zeigen werden können, wie wichtig modernes Künstlermanagement ist. Mit Peter Tschmuck (mdw Wien) haben wir den führenden Musikwirtschaftsforscher an Bord, mit Dietmar Dokalik einen der wenigen Top-Juristen, der die Musikindustrie auch tatsächlich von innen kennt. Es ist wie ich finde ein hochspannender Mix aus „Indie“ und „Major“-Welt, der vor allem nach vorne schaut und sicher nicht nur Geschichten von früher glorifiziert, als alles angeblich besser war. Das „Besser“ sitzt im Idealfall als Student/in im Lehrgang.

Welches Ziel verfolgt der Lehrgang „Musikwirtschaft“?

TSCHÜRTZ: Symbolisch gesprochen wollen wir ein Segelschiff bauen, damit der Rückenwind, den aktuelle Erfolge erzeugen, auch langfristig für ein Weiterkommen sorgt. Wir sehen momentan einen echten Mangel an gut vernetzten, befähigten Management-Figuren bei gleichzeitiger hoher Dichte an künstlerischem Potenzial. Der Lehrgang soll auch ein Schritt ins Gleichgewicht dahingehend sein. Wir wollen eine Einrichtung werden, die konsequent Menschen mit dem Hauptinteressensgebiet Musik zusammen bringt und für kreativen, neuen Input sorgt.

Bieten Sie Anknüpfungsmöglichkeiten an die heimische Branche?

TSCHÜRTZ: Ich gehe so weit, zu sagen, dass das eine Kernaufgabe sein wird: Wir basteln gerade an einer Plattform für Vernetzung und Weiterbildung, die als Anhängsel des Lehrgangs funktionieren und Interessen bündeln soll. Wir laden gezielt Unternehmen ein, Stipendien und Praktika im Zusammenhang mit dem Lehrgang anzubieten (wir gehen hier mit ink music mit gutem Beispiel voran). Es wird verstärkt Lectures und Netzwerkveranstaltungen geben, bei denen wir Lehrende, Studierende und die aktive Branche mit gutem Grund zusammenbringen können. Und das ist nur ein kleiner Teil der Ideen, die am Tisch liegen.


Hochschulzertifizierter Lehrgang Musikwirtschaft

FH Kufstein, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien/mdw
5-6 Wochenenden, berufsbegleitend (3 in Wien, 2 in Kufstein, optionales Exkursionswochenende zu einer int. Musik-Konferenz)
5/6 ECTS-Punkte 

1.490,- exkl. Mwst. (plus Prüfungsgebühr)