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Keine Werbung auf Internet-Seiten mit illegalen Inhalten

Sery-Froschauer und Müller: Werbung und Film bekennen sich zu gemeinsamer Verantwortung im Bereich Copyright und Internet
Stand:

Dass die massive Verbreitung von Raubkopien im Internet ungewollt auch durch Werbeschaltungen finanziert wird, ist spätestens seit der strafrechtlichen Verurteilung der kino.to-Betreiber in Deutschland oder der piratebay-Betreiber in Schweden eine Tatsache. Werben im Internet stößt an viele ungeklärte Praxis-Fragen. Diese Thematik ist für die Kreativwirtschaft eine entscheidende Zukunftsfrage.

Das oberste Funktionärsgremium der österreichischen Werbewirtschaft setzt 2012 den Copyright-Schutz und die Vorbeugung von Ani-Piraterie auf seine Agenda. Die Kommunikationsbranche beobachtet seit einiger Zeit, dass auch österreichische Unternehmen zunehmend werbemäßig auf illegalen Internet-Plattformen vermarktet werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Internet-Seiten mit illegalen Film-Downloads, die häufig aufgerufen werden. Darüber hinaus verletzen diese Internet-Seiten Jugendschutz-, Medien-, E-Commerce- und Steuergesetze. Die illegal angebotenen Filme und TV-Serien sind lediglich Mittel zum Zweck, massenhaft Nutzer auf die Seite zu locken und diese Seitenzugriffe an Dritte zu vermarkten.

Die erwähnten Plattformen finanzieren sich zu einem nicht unerheblichen Teil über Werbeeinnahmen. In Deutschland setzen Behörde und Gerichte erste Maßnahmen gegen Online-Vermarkter und ihre Affiliates, wenn Werbung auf diesen Seiten mit illegalen Inhalten vermarktet wird. Weiters wird dem Ansehen von Kunden und Auftraggebern geschadet, wenn ihre Dienste/Produkte in Verbindung mit rechtswidrigen Praktiken gebracht werden.

Der Fachverband Film- und Musikindustrie kooperiert mit dem Fachverband Werbung und Marktkommunikation, um gemeinsam auf politischer Ebene die Interessen dieses Teils der Kreativwirtschaft bestmöglich vertreten zu können. Wichtiger Teil dieser Kooperation ist die Unterstützung des "Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche". Die österreichischen Mediaagenturen unterstützen diese interessenpolitische Linie ebenfalls.

Der Ausschuss des Fachverbandes Werbung und Markkommunikation hat 
im Juni 2012 als oberstes Funktionärsorgan der heimischen Kommunikationsbranche einstimmig einen diesbezüglichen Verbandsappell beschlossen. Damit nimmt die gesetzliche Interessenvertretung aktiv ihre Verantwortung war, gegen gewerbsmäßige Piraterie im Internet Maßnahmen zu setzen.

Dazu Mag. Angelika Sery-Froschauer, Obfrau Fachverband Werbung: "Wir bekennen uns zum Schutz der Interessen der österreichischen Kreativwirtschaft in Bezug auf Urheberrecht und Film-Antipiraterie. Wir sprechen uns somit klar dafür aus, dass einschlägige, überwiegend ausländische Internetseiten mit illegalen Inhalten, die eindeutig Urheberrechtsverletzungen Vorschub leisten, auf keinen Fall wissentlich mit österreichischen Online-Schaltungen finanziert und unterstützt werden."

Film und Musik Österreich-Geschäftsführer Dr. Werner Müller stellt fest: "Der Verbandsappell der Kommunikationswirtschaft ist ein wichtiges Zeichen, dass es Aufgabe der Wirtschaft ist, Sicherheit im virtuellen Raum zu schaffen. Die Kreativindustrien waren lange Einzelkämpfer gegen den wachsenden Missbrauch im Netz. Wir freuen uns, dass weitere Wirtschaftszweige angesichts der aktuellen Diskussion um das Thema Copyright auf verantwortungsvolles Handeln im Internet setzen."

Mit dieser Kooperation machen die beiden Verbände aufmerksam, dass auch das Internet gesetzlichen Auflagen unterliegt. Der Unendlichkeit des World Wide Webs werden im Sinne der Kreativwirtschaft Grenzen gesetzt, die nun auch zum Schutz der österreichischen Werbe- und Filmwirtschaft zu etablieren sind.

"Rechtssystem und Online-Marketingtrends beeinflussen sich gegenseitig. Die rechtliche Bewertung der Zulassung von Kommunikation wird in der Praxis oft kontrovers diskutiert. Umso wichtiger ist der Dialog aller am Kreativprozess Beteiligten, unabhängig von einzelnen Anlassfällen. Wir wollen das Verständnis für die Möglichkeiten, Ziele und Grenzen im Online-Bereich bewusst machen" äußern sich Sery-Froschauer und Müller abschließend. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Film- und Musikindustrie Österreichs
T : 05 90 900 3012, E: mueller@fama.or.at, W: www.filmandmusicaustria.at

Fachverband Werbung und Marktkommunikation
T: 0 590 900 3539, E: werbung@wko.at. W: wko.at/werbung


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