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Systematische Malware Verbreitung über urheberrechtsverletzende Seiten

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Schadsoftware aus dem Internet liegt an vorderster Stelle der Cybersicherheits-Gefahrenquellen. Beobachter der Piraterieszene stellen fest, dass rund 1/3 der meistgenutzten urheberrechtswidrigen Seiten betrügerische Trick Buttons bzw. Malware enthalten. Ein aktueller Bericht der amerikanischen Digital Citizens Alliance beleuchtet die Verbindung zwischen Piraterie-Portale und Schadsoftware. Vertreiber von Malware verfolgen das Ziel, die höchstmögliche Anzahl von Opfern zu infizieren. Mit millionenfachen Zugriffen pro Monat sind Piraterieseiten, wie Pirate Bay oder movie4k ein optimales Umfeld, um Schadsoftware anzubringen, insbesondere auch weil Nutzer auf der Suche nach Content eher geneigt sind, jeden Download-Link anzuklicken und sich daher unbewusst höhere Risiken aussetzen. Der gratis Content wird als Köder verwendet, um PCs und Smartphones zu infizieren und Konsumenten auszuspionieren, bzw für kriminelle Aktivitäten wie Datenerpressung, Phishing, DDoS-Angriffe oder Click-Betrug zu missbrauchen

Auch viele Unternehmen sind sich den Risiken eher nicht bewusst, weil geschäftliche Aktivität in der Regel nicht mit Konsumverhalten/Unterhaltung in Zusammenhang gebracht wird. Indem Unternehmen ihre IT-Netzwerke mit den mobilen Endgeräten ihrer Mitarbeiter verknüpfen („bring your own device“), besteht jedoch die Gefahr, die im privaten Rahmen zur Mediennutzung verwendeten Geräte als Träger von Schadsoftware in das betriebliche Netzwerk hinein zu lassen. Auch der informelle „harmlose“ Aufruf einer rechtswidrigen Streaming-Seite im Betrieb selbst kann unangenehme Folgen für die IT Infrastruktur und Datensicherheit des Unternehmens haben.

Der Verein für Anti-Piraterie sieht österreichische Konsumentenschützer säumig in ihrer Informationspflicht die Öffentlichkeit vor einer Hauptquelle schädlicher Inhalte im Internet zu warnen.