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Umsatzsteuerbefreiung für Heilmasseure gesetzlich geregelt!

Mehrwertsteuerbefreiung für Heilmasseure mit 15.12.12 in Kraft getreten

Es freut uns, Ihnen als Ihre Interessensvertretung mitteilen zu können, dass mit

15. Dezember 2012 im Abgabenänderungsgesetz (Bundesgesetzblatt vom 14.12.12) die Änderung des Umsatzsteuergesetzes (UStG) und damit die unechte Mehrwertsteuerbefreiung für Heilmasseure in Kraft getreten und somit ab diesem Zeitpunkt gültig ist.

§ 6 Abs. 1 Z 19 UStG lautet nun: „Die Umsätze aus Heilbehandlungen… die im Rahmen der Tätigkeit… sowie als freiberuflich Tätiger… in Verbindung mit § 29 des Medizinischen Masseur- und Heilmasseurgesetzes… durchgeführt werden steuerfrei sind…“.  

Für die Rechnungsausstellung sollte daher nun der Zusatz „Unecht Umsatzsteuerbefreit aufgrund § 6 Abs. 1 Z 19 UStG“ angeführt werden.  

 

Mit 01.01.2013 auch im Umsatzsteuergesetz verankert


Das Abgabenänderungsgesetz 2012 hat nach jahrelangem Rechtsstreit und Auffassungsunterschieden selbst unter Spezialisten und in der betroffenen Branche die längst fällige Klarstellung gebracht.

Der Verwaltungsgerichtshof hat schon im Jahre 2011 die Auffassung bestätigt, dass die Heilmasseure den Physiotherapeuten bei der Umsatzsteuerbefreiung gleichzustellen sind, wenn die Ausbildung in diesem Bereich gleichwertig ist.

In einem fortgesetzten Verfahren hat der Unabhängige Finanzsenat in Graz die Ausbildung als gleichwertig bestätigt. Trotz dieser Entscheidung war in weiten Bereichen der Finanzverwaltung aber auch bei Steuerspezialisten die Gleichstellung umstritten. Selbst Brancheninsider trauten sich teilweise nicht die klare und eindeutige Entscheidung im eigenen Bereich umzusetzen. Nunmehr ist dieser jahrelange Rechtsstreit endgültig beigelegt; die Gleichstellung der Heilmasseure und der Physiotherapeuten ist im Umsatzsteuergesetz mit 01.01.2013 verankert.

In den ebenfalls geänderten Umsatzsteuer Richtlinien wird die Tätigkeit des Heilmasseurs unter Hinweis auf die einschlägigen Bestimmungen des Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz näher beschrieben. Der Beruf des Heilmasseurs umfasst somit die eigenverantwortliche Durchführung von klassischer Massage, Packungsanwendungen, Thermotherapie, Ultraschalltherapie und Spezialmassagen zu Heilzwecken nach ausschließlich ärztlicher Anordnung.

Diese sogenannte unechte Umsatzsteuerbefreiung bedeutet, dass der Heilmasseur seinen Kunden keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen muss; andererseits hat er aber aus den Vorleistungen und eingesetzten Betriebsmitteln keinen Vorsteuerabzug.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Landesinnung Fußpfleger, Kosmetiker, Masseure
Mag. (FH) Michael Niedertscheider
T 05 90 90 5-1403
E michael.niedertscheider@wktirol.at