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Die neue Duale Druckgeräteverordnung DDGV

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder !

Vorwort :
Die neue Duale Druckgeräteverordnung, DDGV, fasst im Wesentlichen zwei österreichische Verordnungen …
Druckgeräteverordnung, DGVO, BGBl. II Nr. 426/1999 i.d.F. BGBl. I Nr. 161/2015 und die
Einfache Druckbehälter-Verordnung, BGBl. Nr. 388/1994
in eine neue, duale Verordnung, ohne dem grundsätzlichen Wesen nach Inhalte zu ändern, zusammen. Der sachlich, beschreibende Detaillierungsgrad hat sich in der DDGV in einzelnen Passagen erhöht.
in der Anlage erhalten Sie die DDGV mit den zugehörigen Anhänge I bis VIII, je vom 09.03.2016 und die Zusammenfassung der Nachrichten vom 10.03.2016, zu Ihrer gefälligen Verwendung.

Im Detail :

1.      1. Hauptstück, Druckgeräte = für uns in der Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche, für Kältemitteln, zutreffend.
Geltungsbereich
§ 1. (1) Das 1. Hauptstück ist anzuwenden auf Druckgeräte und Baugruppen mit einem maximal zulässigen Druck (PS) von über 0,5 bar hinsichtlich der Sachgebiete usw.
Begriffsbestimmungen
§ 2. Im Sinne des 1. Hauptstückes bezeichnet der Ausdruck „Druckgeräte“ Behälter, Rohrleitungen, Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion und druckhaltende Ausrüstungsteile, gegebenenfalls einschließlich an drucktragenden Teilen angebrachter Elemente, wie zB Flansche, Stutzen, Kupplungen, Trageelemente, Hebeösen;

Die Anhänge I bis IV gehören zum 1. Hauptstück.

2.     2. Hauptstück, Einfache Druckbehälter = für uns nicht zutreffend
1. Abschnitt, Allgemeine Bestimmungen, Geltungsbereich
§ 26. Das 2. Hauptstück gilt für serienmäßig hergestellte einfache Druckbehälter mit folgenden Merkmalen: Einfache Druckbehälter sind geschweißte Behälter, die dazu bestimmt sind, einem relativen Innendruck von mehr als 0,5 bar ausgesetzt zu sein und Luft oder Stickstoff aufzunehmen, jedoch keiner Flammeneinwirkung ausgesetzt werden.

Die Anhänge V bis VIII gehören zum 2. Hauptstück.

3.     3. Hauptstück, Gemeinsame Übergangs- und Schlussbestimmungen, Inkrafttreten des 1. Hauptstückes = Druckgeräte
§ 43. (1) Die §§ 1, 3 bis 25, 43 Abs. 1, 44 Abs. 1 bis 3 und 45 Abs. 1 treten am 19. Juli 2016 in Kraft. Gleichzeitig tritt gemäß § 72 Abs. 1 des Druckgerätegesetzes die Druckgeräteverordnung - DGVO, BGBl. II Nr. 426/1999, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 336/2014, außer Kraft.

Wichtig für den Anwender :
• Die DDGV wurde anders strukturiert, deshalb haben sich die §§-Nummern, die Absatz-Nummerierungen und die Anhang-Nummerierungen geändert. Damit müssen in allen Dokumenten, Bescheinigungen, Konformitätserklärungen etc. die zutreffenden, verweisenden Zitate nachgeändert werden.
• Die Grenzwerte der Kategorien haben sich nicht geändert. Jedoch haben sich teilweise die zugeordneten Modul-Namen und zugehörigen sachlich, detaillierten Inhalte geändert, z.B. ALT DGVO = Kategorie II Modul A1 (Interne Fertigungskontrolle mit Überwachung der Abnahme) = NEU DDGV = Kategorie II Modul A2 (Interne Fertigungskontrolle mit überwachten Druckgeräteprüfungen in unregelmäßigen Abständen).
• Der für uns wichtige Kategorie I Modul A (Interne Fertigungskontrolle) ist grundsätzlich in der DGVO und DDGV gleich geblieben. Jedoch hat sich der sachliche, im Klartext beschreibende Detaillierungsgrad in der DDGV für den Modul A erhöht.
• Es heißt nun nicht mehr DGVO = benannte Stelle, sondern neu DDGV = notifizierte Stelle.
Unverändert gilt ....
Anhang I, wesentliche Sicherheitsanforderungen für Druckgeräte
1. Allgemeines
1.1. Druckgeräte sind so auszulegen, herzustellen, zu überprüfen und gegebenenfalls auszurüsten und zu installieren, dass ihre Sicherheit gewährleistet ist, wenn sie im Einklang mit der Betriebsanleitung des Herstellers oder unter nach vernünftigem Ermessen vorhersehbaren Bedingungen in Betrieb genommen werden.
1.2. Bei der Wahl der angemessensten Lösungen hat der Hersteller folgende Grundsätze, und zwar in der angegebenen Reihenfolge, zu beachten:
- Abwendung oder Verminderung der Gefahren, soweit dies nach vernünftigem Ermessen möglich ist;
- Anwendung von geeigneten Schutzmaßnahmen gegen nicht abzuwendende Gefahren;
- gegebenenfalls Unterrichtung der Benutzer über die Restgefahren und Hinweise auf geeignete besondere Maßnahmen zur Verringerung der Risiken bei der Installation und der Benutzung
.
1.3. Wenn die Möglichkeit einer unsachgemäßen Verwendung bekannt oder vorhersehbar ist, sind die Druckgeräte so auszulegen, dass dem einer derartigen Benutzung innewohnenden Risiko vorgebeugt wird oder, falls dies nicht möglich ist, vor einer unsachgemäßen Benutzung des Druckgeräts in angemessener Weise gewarnt wird.

Für Fragen, Anregungen, Wünsche und Beschwerden steht Ihnen unser Herr Ing. Seyfried gerne, unter 0664 14 16 092 oder fuer.mit@chello.at zur Verfügung.