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Kollektivvertrag für Handelsangestellte

Abschluss für 2014 und 2015

Sehr geehrtes Mitglied,

 

die Bundessparte Handel hat heute in der 3. Verhandlungsrunde mit der GPA-djp einen Abschluss im Handelskollektivvertrag für die Jahre 2014 und 2015 erzielen können. Konkret sieht der Doppelabschluss folgende Regelungen vor.

 

Abschluss per 1.1.2014:

  1. Erhöhung der Mindestgehälter bis € 1.850,-- um 2,55 %, jedenfalls Anhebung der Mindestgehälter auf zumindest € 1.450,--.
  2. Erhöhung der Mindestgehälter ab € 1.851,-- um 2,5 %.
  3. Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um die folgenden Beträge: 1. Lehrjahr: € 14,--, 2. Lehrjahr: € 20,--, 3. Lehrjahr: € 30,--, 4. Lehrjahr: € 26,--.
  4. Einfügung von erläuternden Beispielen für die Anrechnung von Karenzzeiten im Anhang des Kollektivvertrages

 

Abschluss per 1.1.2015:

  1. Erhöhung der Mindestgehälter um den Verbraucherpreisindex (Zeitraum Oktober 2013 bis September 2014) zuzüglich eines Aufschlags von 0,4 %, jedenfalls Anhebung der Mindestgehälter auf zumindest € 1.500,--.
  2. Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um die folgenden Beträge: 1. Lehrjahr: € 14,--, 2. Lehrjahr: € 20,--, 3. Lehrjahr: € 30,--, 4. Lehrjahr: € 26,--.

 

Eine detaillierte Zusammenfassung des Ergebnisses übermitteln wir Ihnen, nachdem die Detailpositionen in den Beschäftigungsgruppen und Gehaltstafeln errechnet und mit der GPA-djp abgestimmt wurden. Im Anschluss an den Abschluss haben wir gemeinsam mit der GPA-djp im Rahmen einer Pressekonferenz das Ergebnis den Medien vorgestellt und die beiliegende Presseaussendung verfasst. Untenstehend finden Sie auch die bereits erfolgten Aussendungen der APA zum Abschluss zu Ihrer Information.

 

Abschließend weisen wir noch darauf hin, dass aus unserer Sicht der Abschluss für die beiden kommenden Jahre den Vorteil bietet, dass sich die Bundessparte gemeinsam mit der GPA-djp auf die anstehenden Reformgespräche über das Gehalts- und Einstufungssystem konzentrieren kann.

   

Handels-KV: Mindestgehalt steigt 2014 auf 1.450 Euro, 2015 auf 1.500 – GRAFIK


Utl.: Lehrlinge bekommen je nach Lehrjahr gestaffelte Aufschläge - GRAFIK =

Wien (APA) - Nach nur drei Verhandlungsrunden haben sich die Sozialpartner auf einen neuen Kollektivvertrag für über eine halbe Million Beschäftigte im Handel geeinigt. Erstmals seit 1988/89 gibt es einen Doppelabschluss: Ab Jänner 2014 steigt das Mindestgehalt auf 1.450 Euro brutto, ab Jänner 2015 auf 1.500 Euro. Das gaben Gewerkschaft und Arbeitgeber am Mittwoch in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekannt.

Grund für den Doppelabschluss ist ein komplett neues Gehaltsschema im Handel, das die Sozialpartner ab Jänner 2014 vereinbaren wollen. "Dafür brauchen wir Zeit. Wir wollen uns nicht von KV-Verhandlungen stören lassen", sagte Sparten-Geschäftsführer und Arbeitgeber-Verhandler Rene Tritscher.

Bis zur Grenze von 1.850 Euro steigen die Gehälter im Jahr 2014 um 2,55 Prozent, darüber um 2,5 Prozent. Im Jahr 2015 errechnet sich das Gehaltsplus aus der durchschnittlichen Inflation (von Oktober 2013 bis September 2014) und einem Aufschlag von 0,4 Prozent. Lehrlinge erhalten sowohl 2014 als auch 2015 gestaffelte Aufschläge von 14 Euro im 1. Lehrjahr, 20 Euro im 2., 30 Euro im 3. und 26 Euro im 4. Lehrjahr.

(GRAFIK 1232-13, Format 88 x 66 mm)

(Forts.) kan/wm

APA0538 2013-11-13/17:25

Handels-KV - Doppelabschluss soll nicht Usus werden

 

Utl.: Gewerkschaft will „weiterhin an wirtschaftlicher Realität“ abschließen - Keine Einigung bei sechster Urlaubswoche =

 

Wien (APA) - Aus Sicht der Gewerkschaft soll der Doppelabschluss nicht zum Vorbild für andere Kollektivvertragsverhandlungen werden. „Wir wollen weiterhin 12-Monats-Abschlüsse, weil wir an der wirtschaftlichen Realität abschließen wollen“, stellte Gewerkschafts-Verhandler Manfred Wolf klar. Ein neues Gehaltsschema brauche aber Zeit und dafür mache man eine Ausnahme.

 

Beim Doppelabschluss 1988/89 stand als Großthema die Einführung der Arbeitszeitverkürzung im Handel bevor.

 

Beide Verhandlungsseiten gaben sich bei einem Pressegespräch am Mittwoch betont diplomatisch und sehen sich nicht als Verlierer des Doppelabschlusses. Das Gehaltsplus für 2015 wird aus der durchschnittlichen Inflation (von Oktober 2013 bis September 2014) und einem Aufschlag von 0,4 Prozent errechnet. Da man weder Inflationsrate noch Wirtschaftsleistung für diesen Zeitraum weiß, birgt diese Form des Abschlusses ein gewisses Risiko für beide Seiten.

 

Eine Niederlage musste die Gewerkschaft bei ihren rahmenrechtlichen Forderungen einstecken. Handelsangestellte müssen weiter auf das frühere Erreichen der sechsten Urlaubswoche warten. „Man muss zur Kenntnis nehmen, dass man nicht alles durchbringt“, räumte Gewerkschafts-Chefverhandler Franz Georg Brantner ein. Schon im Vorjahr biss die Gewerkschaft bei dieser Forderung auf Granit. Derzeit kommen Handelsbeschäftigte nur dann in den Genuss von sechs Wochen Urlaub im Jahr, wenn sie 25 Jahre durchgehend im selben Unternehmen arbeiten. Aus Vordienstzeiten sowie Schul- und Studienzeiten werden bisher maximal 12 Jahre angerechnet. „Über 90 Prozent der Handelsangestellten sehen die 6. Urlaubswoche so nie“, hatte die Gewerkschaft im Vorfeld der Verhandlungen kritisiert.

 

Auch bei der Übernahme der Internatberufsschulkosten wurde keine Einigung erzielt. „Es ist ja nicht der letzte KV-Abschluss“, schöpft Wolf Hoffnung.

 

Komplexe Themen wie die Zuschlagsregelung und das Gehaltsschema sollen ab Jänner 2014 in Arbeitsgruppen behandelt werden. Derzeit gibt es unterschiedliche Gehaltsgebiete je nach Bundesland und eigene Gehaltstafeln für unterschiedliche Branchen. Das führt dazu, dass eine Billa-Verkäuferin mit den gleichen Voraussetzungen in Salzburg ein anderes Gehalt bekommt als beispielsweise in Kärnten. Es soll auch darüber gesprochen werden, ob gewisse Berufsbilder noch zeitgemäß sind. „Wir wollen moderne Definitionen von sich verändernden Berufen“, sagte Tritscher.

 

Vereinfachungen will man auch bei der Zuschlagsregelung. Wer wochenends oder abends ab 18.30 Uhr arbeitet, bekommt unterschiedlich hohe Zuschläge.

 

Als ersten Schritt werden die Sozialpartner eine Gehaltserhebung über alle Beschäftigten vornehmen. Diese Zahlen sollen als Basis dienen.

 

(Schluss) kan/phs

 

APA0562    2013-11-13/18:01