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Info-Veranstaltung zur landwirtschaftlichen Rekultivierung

Nachlese: 19. März 2019, Wirtschaftskammer Tirol

Am 19.3.2019 lud die Sparte Industrie und die Arbeitsgruppe Bau zu einer Veranstaltung in die Wirtschaftskammer Tirol ein. „Landwirtschaftliche Rekultivierung – Zulässige Abfallverwertung oder ALSAG-Falle“ war das Thema des Nachmittags.

LHStvin Ingrid Felipe nahm sich die Zeit, um die zahlreichen Teilnehmer zu begrüßen! Im ersten Teil der Veranstaltung wurden Fragen zu den rechtlichen und fachlichen Grundlagen geklärt. Diese Aufgabe übernahmen die Experten Mag. Johanna Pirchmoser-Dejori, DI Rudolf Neurauter und DI Thomas Peham vom Amt der Tiroler Landesregierung sowie Mag. Reinhard Bichler, Fachvorstand beim Zollamt Innsbruck.

Im zweiten Teil der Veranstaltung moderierte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Baurestmassen, Dr. Karlheinz Löderle, die Podiums- bzw. Publikumsdiskussion, für die wir Dr. Kurt Kapeller, Leiter der Abteilung Umweltschutz beim Land Tirol, Mag. Ferdinand Grüner, Direktor der Landwirtschaftskammer Tirol, Mag. Michael Schauer, Plattner und Co Kalkwerk Zirl in Tirol GmbH und Co KG sowie Mag. Reinhard Bichler gewinnen konnten.

Die Diskussion zwischen dem Land und den Behörden, den Planern und Erdbauunternehmern, den Grundeigentümern und dem Zoll brachte einige Herausforderungen aber auch Lösungsansätze zu Tage. Die Spielregeln sind sehr diffizil und die Anforderungen durch die Gesetze, den BAWP und ergänzende Richtlinien und Normen teilweise sehr hoch; vor allem verglichen zu den Anforderungen einer Deponie. Die Herausforderung die Bodenfunktionen zu erhalten und die Kosten für die Grundeigentümer und die Unternehmer niedrig zu halten sind gegeben. Einerseits gibt es einen Erlass, der die Rechtssicherheit für alle Beteiligten gewährleisten soll, andererseits werden Beratungen, Schulungen, Information und Bewusstseinsbildung als Ansätze gesehen. Die Ausbildung einer bodenkundlichen Baubegleitung etwa ist in unseren Nachbarländern Gang und Gebe. Die Vorgaben des angesprochenen Erlass werden teilweise als überschießend betrachtet. Bei Einhaltung der Vorgaben, der zeitlichen Umsetzung, der Materialqualität und dem richtigen Einbau kommen einige Unternehmen hier in ein wirtschaftliches Dilemma. Hier könnte man über die Überarbeitung des angesprochenen Erlass diskutieren, der grundsätzlich vernünftige und vollziehbare Regelungen beinhaltet, die zur Rechtssicherheit dienen.

Die Frage welche Böden zu schützen bzw. verbesserungswürdig sind, stellte sich auch als Kernfrage heraus. Der Fokus bei Rekultivierungen muss hier auf der Zweckmäßigkeit, Verwertbarkeit und Sinnhaftigkeit liegen.

Zusammenfassend ein interessanter Nachmittag mit regem Austausch – vielen Dank an alle Teilnehmer, Vortragenden und Diskutanten!

Bildergalerie - © WKT/Die Fotografen