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Basis Presseinformation 2020

Der Fachverband der Mineralölindustrie stellt sich vor

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der  Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren und lagern (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream). Derzeit gehören dem Fachverband 27 aktive Mineralölunternehmen aus den up-, mid- und downstream-Bereichen an. 

Mitglieder des FVMI

  • ADX VIE GmbH
  • BP Europa SE
  • Eni Austria GmbH
  • Eni Marketing Austria GmbH
  • Eni Mineralölhandel GmbH
  • Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG)
  • Erdöl-Tanklagerbetrieb GmbH
  • Halliburton Company Austria GmbH
  • JET Tankstellen Austria GmbH
  • LUKOIL Lubricants Europe GmbH
  • MB Well Services GmbH 
  • MOL Austria Handels GmbH
  • OMV Aktiengesellschaft
  • OMV Exploration & Production Gmb
  • OMV Austria Exploration & Production GmbH
  • OMV Downstream GmbH
  • OMV Solutions GmbH
  • Österreichischer Verband für Flüssiggas (ÖVFG)
  • RAG Austria AG 
  • RAG Energy Drilling GmbH
  • RAG Exploration & Production GmbH
  • RDG E&P GmbH
  • Services Petroliers Schlumberger
  • Shell Austria GmbH
  • Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H. (TAL)
  • Tuboscope Vetco Österreich GmbH
  • Weatherford Oil Tool Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Schwerpunkte der Fachverbandsarbeit

In den Aufgabenbereich des FVMI fallen neben der gesetzlichen Interessenvertretung gemäß Wirtschaftskammergesetz (WKG) die regelmäßigen Abfragen, wie die wöchentliche Erhebung der Tankstellenpreise bei Kraftstoffen gemäß Preistransparenz-gesetz für einen EU-weiten Vergleich, die firmenneutralen Auswertungen sowie Informationen für Regionalzonen im Inland für das Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK).

Kollektivvertragsverhandlungen für die Mitgliedsfirmen

Die Kollektivvertragsverhandlungen mit der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier sowie mit der Gewerkschaft PRO-GE für rund 4.400 Beschäftigte im Bereich der Mineralölindustrie sind eine zentrale Aufgabe des Fachverbandes. Der gemeinsame Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen in der Mineralölindustrie Österreichs wird als Druckwerk und auf der FVMI-Homepage (auch als pdf in Englisch verfügbar) sowie in der Kollektivvertragsdatenbank der WKO veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert. 

Stellungnahmen als Branchenvertretung 

Der FVMI ist zuständig für die Koordinierung und Verfassung von Stellungnahmen im Rahmen der branchenspezifischen Begutachtung von EU-Richtlinien und nationalen Gesetzes- und Verordnungsentwürfen gegenüber Ministerien und sonstigen Behörden.

Fachliche Betreuung relevanter Themen

Der Fachverband der Mineralölindustrie betreut branchenrelevante Bereiche, wie Umwelt- und Energiethemen (Energieeffizienz, Klimastrategie, Emissionshandel, Feinstaubproblematik, Kraftstoff- und Biokraftstoffbestimmungen, Normen, Abwasser und Abfall, REACH, etc…), steuer-, gewerberechts- und sozialpolitische Themen in Zusammenarbeit mit Firmenvertretern und sonstigen Experten in fachlicher und organisatorischer Hinsicht (Arbeitskreise). 

Förderung des brancheninternen Informationsflusses

Branchenspezifische Informationen sowie Informationen über allgemeine wirtschaftliche Themen werden in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den zuständigen Fachabteilungen der WKO an die Mitgliedsunternehmen weitergegeben.

Antriebe und Kraftstoffe der Zukunft

Antriebskonzepte und Kraftstoffe der Zukunft sind von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung der Mobilität. Ohne kohlenwasserstoffbasierte Kraftstoffe wird es aber auch in den kommenden Jahrzehnten nicht gehen. Bis mögliche Alternativen den Status einer Massentauglichkeit und der Marktdurchdringung erreicht haben, wird es noch eine Vielzahl an Innovationen und hohe Investitionen brauchen. Langjährige Trendszenarien zeigen, dass Fahrzeuge mit Verbrennungs-motoren auch zur Jahrhundertmitte noch eine wichtige Rolle einnehmen werden – vor allem im Straßengüterverkehr und bei Langstreckenfahrten von Pkw und Bussen, in der Luftfahrt und auch in der Schifffahrt.

Verbesserungen in der Fahrzeugeffizienz schreiten kontinuierlich voran. Mittelfristig wird eine Vielzahl verschiedener Antriebe, wie mit Batterie, Wasserstoff und mit konventionellen Kraftstoffen, nebeneinander existieren und miteinander kombiniert werden.

Eine Branche auf dem Weg in die Zukunft

Die österreichische Mineralölindustrie ist ein wesentlicher Player bei allen Anstrengungen, die auf nationaler wie auch europäischer Ebene in Richtung Energiewende unternommen werden, und setzt sich intensiv mit der Zukunft unseres Energiesystems auseinander.

Durch die Kommerzialisierung von neuen, saubereren Energieträgern gestaltet die Branche den Transformationsprozess des Energiesystems aktiv mit und leistet einen positiven Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens.

Die Mineralölunternehmen optimieren ihre Produktionsprozesse – von der Erdölförderung bis zur Erdölverarbeitung – wie auch ihre Produkte laufend: Im Kraftstoffbereich konnten etwa durch den Einsatz von innovativen Additiven und durch das sauberere Verbrennen der Kraftstoffe Verbrauch und Schadstoffausstoß bereits deutlich reduziert werden.

Die Branche engagiert sich mit hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung für innovative Lösungen und gilt als verlässlicher Partner bei der Erreichung der Klimaziele

Erdöl- und Erdgasförderung in Österreich

In Österreich suchen und fördern OMV Austria Exploration & Production und RAG Exploration & Production GmbH

Erdöl und Erdgas im Wiener Becken (Niederösterreich) und in der Molassezone (Oberösterreich, Salzburg). Das im Wiener Becken geförderte Rohöl von OMV Austria E&P und RAG E&P wird per Rohrleitung zur Raffinerie Schwechat verpumpt. Das in Oberösterreich von der RAG E&P geförderte Rohöl wird mit Eisenbahn-Kesselwaggons ebenfalls in die Raffinerie Schwechat transportiert.

Wie in den vergangenen Jahren ist auch 2019 die Erdölförderung in Österreich zurückgegangen. Die gesamte Ölgewinnung sank im Jahresvergleich um 5,7 % auf 642.953 Tonnen (davon 626.877 Tonnen Erdöl ohne NGL), während laut Geologischer Bundesanstalt (GBA) die Naturgasförderung um 8,1 % auf rund 890,7 Millionen m³ sank. Von den insgesamt rund 643.000 Tonnen Erdöl (inkl. NGL) entfielen auf das Wiener Becken 89 %, die restlichen 11 % Erdöl wurden in der Molassezone (OÖ, Szbg) gefördert. Bei der Naturgasproduktion (inkl. Erdölgas) verteilten sich die 890,7 Mio. m³ auf das Wiener Becken mit 53, 3 % (475.110.000 m³) und auf die Molassezone mit 46,7 % (415.600.000 m³).

Rohölimporte

Die Rohölimporte aus zahlreichen Ländern wie Kasachstan (3,36 Mio. t), Libyen (1,85 Mio. t), Irak (1,35 Mio. t) und Aserbaidschan (0,98 Mio. t) nach Österreich beliefen sich 2019 auf insgesamt rund 8,6 Mio. Tonnen (+ 3,3 % geg. Vorjahr). Festzuhalten ist, dass sich die beachtlichen Importmengen 2018 aus dem Iran wegen der US-Sanktionen im Berichtsjahr auf Null reduzierten. Die Anlieferung erfolgte zu nahezu 100 % per Pipeline vom Hafen Triest via TAL (Transalpine Ölleitung) und über die Adria-Wien-Pipeline (im Eigentum der OMV) nach Schwechat.

Um die inländischen Mineralölversorgung sicher zu stellen, sind jedes Jahr auch Importe von Fertigprodukten erforderlich. Bei Diesel (B0, hauptsächlich B7 und geringe Mengen B100) waren es 4,9 Millionen Tonnen, bei Benzin beliefen sich die Importe auf 661.000 Tonnen und bei Heizöl Extraleicht auf 600.000 Tonnen. Die Lieferländer waren insbesondere Deutschland, Italien, Slowakei und Slowenien. Insgesamt betrugen die Importmengen an Kraftstoffen und HEL knapp über 6,1 Millionen Tonnen. Die Gesamtimportmenge an Mineralölprodukten (ohne Rohöl) belief sich 2019 auf 7 Millionen Tonnen. Die Ausfuhr von Mineralölprodukten machte 2019 rund 3,3 Mio. Tonnen aus.

Rohölverarbeitung

In Österreich suchen und fördern OMV Austria Exploration & Production und RAG Exploration & Production GmbH Erdöl und Erdgas im Wiener Becken (Niederösterreich) und in der Molassezone (Oberösterreich, Salzburg). Das im Wiener Becken geförderte Rohöl von OMV Austria E&P und RAG E&P wird per Rohrleitung zur Raffinerie Schwechat verpumpt. Das in Oberösterreich von der RAG E&P geförderte Rohöl wird mit Eisenbahn-Kesselwaggons ebenfalls in die Raffinerie Schwechat transportiert.

Die in den vergangenen Jahren ist auch 2019 die Erdölförderung in Österreich zurückgegangen. Die gesamte Ölgewinnung sank im Jahresvergleich um 5,7 % auf 642.953 Tonnen (davon 626.877 Tonnen Erdöl ohne NGL), während laut Geologischer Bundesanstalt (GBA) die Naturgasförderung um 8,1 % auf rund 890,7 Millionen m³ sank. Von den insgesamt rund 643.000 Tonnen Erdöl (inkl. NGL) entfielen auf das Wiener Becken 89 %, die restlichen 11 % Erdöl wurden in der Molassezone (OÖ, Szbg) gefördert. Bei der Naturgasproduktion (inkl. Erdölgas) verteilten sich die 890,7 Mio. m³ auf das Wiener Becken mit 53, 3 % (475.110.000 m³) und auf die Molassezone mit 46,7 % (415.600.000 m³).

Die Rohölimporte aus zahlreichen Ländern wie Kasachstan (3,36 Mio. t), Libyen (1,85 Mio. t), Irak (1,35 Mio. t) und Aserbaidschan (0,98 Mio. t) nach Österreich beliefen sich 2019 auf insgesamt rund 8,6 Mio. Tonnen (+ 3,3 % geg. Vorjahr). Festzuhalten ist, dass sich die beachtlichen Importmengen 2018 aus dem Iran wegen der US-Sanktionen im Berichtsjahr auf Null reduzierten. Die Anlieferung erfolgte zu nahezu 100 % per Pipeline vom Hafen Triest via TAL (Transalpine Ölleitung) und über die Adria-Wien-Pipeline (im Eigentum der OMV) nach Schwechat. 

Um die inländischen Mineralölversorgung sicher zu stellen, sind jedes Jahr auch Importe von Fertigprodukten erforderlich. Bei Diesel (B0, hauptsächlich B7 und geringe Mengen B100) waren es 4,9 Millionen Tonnen, bei Benzin beliefen sich die Importe auf 661.000 Tonnen und bei Heizöl Extraleicht auf 600.000 Tonnen. Die Lieferländer waren insbesondere Deutschland, Italien, Slowakei und Slowenien. Insgesamt betrugen die Importmengen an Kraftstoffen und HEL knapp über 6,1 Millionen Tonnen. Die Gesamtimportmenge an Mineralölprodukten (ohne Rohöl) belief sich 2019 auf 7 Millionen Tonnen. Die Ausfuhr von Mineralölprodukten machte 2019 rund 3,3 Mio. Tonnen aus.

Die Raffinerie in Schwechat gehört der OMV und ist die einzige Raffinerie in Österreich. Sie umfasst eine Fläche von 1,42 km², ihre Rohölverarbeitungskapazität liegt bei 9,6 Mio. t pro Jahr.
2019 betrug die Raffinerie-Gesamtverarbeitung 9,3 Mio t Rohöl (2018: 9,1 Mio t). Die Kapazitätsauslastung lag bei 94% (2018: 91%). 7 % des verarbeiteten Rohöls stammten aus heimischer Förderung und ca. 93 % aus dem Ausland. An Halbfabrikaten wurden 0,7 Mio t verarbeitet (2018: 0,7 Mio t). Aus den eingesetzten Mengen hat die Raffinerie im Berichtsjahr 39% Dieselkraftstoffe, 23% Ottokraftstoffe, 9% Heizöle (Extraleicht, Leicht, Schwer), 11% petrochemische Grundstoffe, 10% Flugturbinenkraftstoff JET A1, 4% Bitumen und 4% sonstiges hergestellt. Dem Dieselkraftstoff und Benzin wurden biogene Treibstoffkomponenten zugemischt. Insgesamt waren dies im Jahr 2019 rund 220.000t FAME und 100.000t Ethanol.

Mineralöllagerung

Für die tägliche Versorgung der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Kraftstoffen und Heizölen sind neben den OMV-Tanklagern in der Lobau, St. Valentin, Graz und Lustenau unter anderem die Produkten-Tanklager von Eni, MOL, ETLB, und TBG von Bedeutung. Sie befinden sich mit Lagerkapazitäten über 1000 m³ in Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt, Fürnitz, Zirl, Korneuburg und Trofaiach. Für die vorgeschriebenen Pflichtnotstandsreserven (PNR) an Mineralölprodukten zur Krisenbewältigung gemäß Erdölbevorratungsgesetz 2012 (EBG) stehen insbesondere die Tanklager der Erdöl-Lagergesellschaft (ELG), der TAL (in Triest) sowie jene der OMV und der RAG zur Verfügung.

Mineralölverbrauch in Österreich

Für die tägliche Versorgung der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Kraftstoffen und Heizölen sind neben den OMV-Tanklagern in der Lobau, St. Valentin, Graz und Lustenau unter anderem die Produkten-Tanklager von Eni, MOL, ETLB, und TBG von Bedeutung. Sie befinden sich mit Lagerkapazitäten über 1000 m³ in Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt, Fürnitz, Zirl, Korneuburg und Trofaiach. Für die vorgeschriebenen Pflichtnotstandsreserven (PNR) an Mineralölprodukten zur Krisenbewältigung gemäß Erdölbevorratungsgesetz 2012 (EBG) stehen insbesondere die Tanklager der Erdöl-Lagergesellschaft (ELG), der TAL (in Triest) sowie jene der OMV und der RAG zur Verfügung.

Der Mineralölverbrauch in Österreich betrug 2019 unter Einbeziehung aller Mineralölprodukte, wie Kraftstoffe, Gasöl für Heizzwecke (Heizöl extra leicht, HEL), Heizöl Leicht und Schwer, Schmiermittel und Bitumen, jedoch ohne petrochemische Grundstoffe, 11,5 Millionen Tonnen (+1,9 % gegenüber 2018). Der Verbrauch von Benzin und Diesel belief sich 2019 laut Verbrauchsstatistik des Bundesministeriums Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) in Österreich auf 8,75 Millionen Tonnen (+ 1,15%), was knapp 10,6 Milliarden Liter entsprach. Im Jahr davor waren es 8,65 Millionen Tonnen.

Teilt man den österreichischen Mineralölverbrauch auf (ohne Grundstoffe für Petrochemie), kommt man zu folgendem Ergebnis: Dieselkraftstoff nahm neuerlich nahezu 62 % ein, gefolgt von Benzin mit 14,4 % und Heizöl Extraleicht mit 9,3 %. 

Der Flugturbinenkraftstoff erreichte 2019 einen Anteil von 8,3 %, die Heizöle (Leicht und Schwer) hielten mit insgesamt 63.000 Tonnen nur mehr einen Anteil von 0,5 %. Die restlichen 5,5 % teilten sich auf Bitumen mit 4,3 % (498.000 Tonnen), Flüssiggas (0,7 %) und Schmiermittel (0,5 %) auf.

Rohölpreis

Der Preis für Brent-Rohöl lag 2019 mit durchschnittlich USD 64,30/bbl um knapp 10 % unter dem Vorjahresniveau (USD 71,31/bbl) und zeigte im Jahresverlauf Schwankungen von rund 35 %. So betrug der Rohölpreis Anfang 2019 etwa 53 USD/bbl., nachdem er in den letzten Wochen des Jahres 2018 bereits nachgegeben hat. In den ersten Monaten 2019 wurde der Preisverfall wieder wettgemacht, die Notierungen lagen im weiteren Jahresverlauf in einer Bandbreite von 55 bis 75 USD pro Barrel.

Tankstellenpreise in Österreich

Der Tankstellen-Durchschnittspreis von Benzin betrug in Österreich auf das Gesamtjahr 2019 bezogen 1,238 Euro pro Liter, im Jahr davor waren es 1,264 Euro/Liter. Der Durchschnittswert in der Europäischen Union lag für Eurosuper im Berichtsjahr bei 1,415 Euro/Liter, somit um 17,1 Cent über dem Österreichwert. Bei Diesel belief sich der heimische Tankstellenpreis auf 1,206 Euro/Liter, um 1,7 Cent unter dem Wert des Vorjahres. Der gewichtete Diesel-Durchschnittswert für alle EU-Länder betrug 2019 1,336 Euro/Liter. Der EU-Durchschnitt lag damit auch bei Diesel mit 13 Cent/Liter deutlich über dem Österreich-Durchschnitt. 

Zusammensetzung des Kraftstoffpreises

Der Tankstellen-Durchschnittspreis von Benzin betrug in Österreich auf das Gesamtjahr 2019 bezogen 1,238 Euro pro Liter, im Jahr davor waren es 1,264 Euro/Liter. Der Durchschnittswert in der Europäischen Union lag für Eurosuper im Berichtsjahr bei 1,415 Euro/Liter, somit um 17,1 Cent über dem Österreichwert. Bei Diesel belief sich der heimische Tankstellenpreis auf 1,206 Euro/Liter, um 1,7 Cent unter dem Wert des Vorjahres. Der gewichtete Diesel-Durchschnittswert für alle EU-Länder betrug 2019 1,336 Euro/Liter. Der EU-Durchschnitt lag damit auch bei Diesel mit 13 Cent/Liter deutlich über dem Österreich-Durchschnitt.

Kraftstoffe zählen zu den am höchsten besteuerten Produkten des Landes:  64 % Steuern fallen bei Benzin und 57 % bei Diesel an (Brutto-Tankstellenpreise, Stand: Juli 2020). Dazu kommen 28 % Produktionskosten bei Benzin und 35 % bei Diesel. Sie beinhalten die generellen Kosten und Rahmenbedingungen für Ölaufbringung und Ölverarbeitung. Darin enthalten sind insbesondere der Rohölpreis in USD, der an die Öl-Förderunternehmen und Öl-Förderländer zu bezahlen ist, Transportkosten zu den Raffinerien, Raffinerie-verarbeitungskosten, Raffineriemargen und Lagerkosten. Die jeweils verbliebenden 8 % der Kosten entfallen auf den Vertrieb der Kraftstoffe im Inland einschließlich der Abdeckung von Investitionen in Gebäude und Grundstücke bei Tankstellen und Lagern sowie für Umwelttechnik, fachgerechte Entsorgung, Instandhaltung und Wartung, Personal, Pächterprovisionen, Marketing, Forschung und Entwicklung.

Biokraftstoffe

Seit dem Jahr 2005 wird in Österreich flächendeckend Dieselkraftstoff mit einer Biokomponente (B5, das ist fossiler Dieselkraftstoff mit maximal 5 % Biodieselanteil/FAME, seit Februar 2009 mit maximal 7 % Biodieselanteil / B7) über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz und den Großhandel in den Verkehr gebracht. Seit Oktober 2007 sind auch im Benzin knapp 5 % Bioanteile, wie Bioethanol oder ETBE, enthalten. Der Grund für die industrielle Beimengung von Biodiesel und Ethanol sind die entsprechenden EU-Vorgaben. Der Anteil an Biokraftstoff wird durch die Bezeichnung „B“ für Biodiesel beschrieben, bei Benzin mit „E“ für den Ethanolanteil (z.B. B7, B100, E 5).

Die derzeit gültige Kraftstoffverordnung (KVO) regelt die Ersatzverpflichtung (Substitutionsverpflichtung) von insgesamt 5,75 % energetisch durch Biokraftstoffe bei herkömmlichen Treibstoffen seit 1. Jänner 2009 (bei DK: 6,3 %, bei OK 3,4 % energetisch).

Tankstellenmarkt in Österreich

Zum Jahresende 2019 gab es in Österreich 2.733 öffentlich zugängliche Tankstellen. Das sind um 34 mehr als im Vorjahr. Bei den öffentlich zugänglichen Tankstellen unterscheidet der Fachverband zwischen den sogenannten 1.353 Major-Branded Tankstellen, die unter den Marken der Mitgliedsfirmen des Fachverbandes der Mineralölindustrie geführt werden (BP, Eni, JET, OMV/Avanti, Shell), und den 1.380 weiteren Tankstellen, wie z.B. von Genol, Avia, Turmöl A1 oder IQ. 

Im EU-Vergleich ist die Tankstellendichte in Österreich relativ hoch. In Deutschland versorgt eine Tankstelle 5.763 deutsche Bundesbürger. In Österreich kommen auf eine Tankstelle 3.264 Österreicher. Das dichte Tankstellennetz trägt einen wesentlichen Teil zur Versorgungssicherheit Österreichs bei. Neben der „24/7-Versorgung“ mit Kraftstoffen in Ballungszentren und auf Hauptverkehrsrouten gelten die Tankstellen als Nahversorger in ländlichen Regionen.

Die FVMI-Führung

FVMI-Obmann
DI Thomas Gangl,
Vorstandsmitglied, Refining & Petrochemical Operations, OMV Aktiengesellschaft

Stellvertreter
Gerlinde Hofer,
Geschäftsführerin Zweigniederlassung BP Austria, BP Europa SE

Dr. Gert Seybold,
Vorsitzender der Geschäftsführung Shell Austria GmbH

FVMI-Geschäftsführer (bis 31.08.2020)
Dr. Christoph Capek

FVMI-Geschäftsführerin (ab 01.09.2020)
Dr. Hedwig Doloszeski

Rückfragen unter:  

Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI)

ikp Wien GmbH
Ines Schmied-Binderlehner
Museumstr. 3, 1070 Wien
Tel.: +43 1 524 77 90-24
E-Mail: ines.schmied-binderlehner@ikp.at

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