th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Mauttarife für Lkw und Busse für das Jahr 2017

Mit der Mauttarif-Verordnung wurden die Tarife ab 1. Jänner 2017 für die fahrleistungsabhängige Maut für Lkw und Busse mit mehr als neun Sitzplätzen im Bundesgesetzblatt kundgemacht

Umsetzung der EU-Wegekosten-RL 2011
Mit der Mauttarifverordnung wird auf Grundlage des Bundesstraßen-Mautgesetzes die EU-Wegekosten-RL 2011 in nationales Recht umgesetzt. Kernpunkt ist dabei die Trennung der reinen Infrastrukturkosten (für Bau, Erhalt, Sanierung und Finanzierung) des hochrangigen Straßennetzes in Österreich und andererseits die Einbeziehung der sog. externen Kosten für Schadstoffbelastung und Lärm. 

Während die Infrastrukturkosten nach der Achsenanzahl berechnet werden, sind die Kosten für die Schadstoffbelastung von der Euro-Norm des Motors abhängig. Die Kosten für die Lärmbelastung des Verkehrs werden durch einen Zuschlag - dabei wird zwischen Tag und Nacht unterschieden - verrechnet.


Sonder- und Zusatzmauten
Für kostenaufwändige Gebirgsautobahnen und Tunnelstrecken können entsprechend der Wegekosten-RL Sondermauten eingehoben werden. Dies ist in Tirol auf der Brennerautobahn sowie im Arlberg-Straßentunnel der Fall. Hier gibt es also entsprechende Sondertarife.

Zur Querfinanzierung von Infrastrukturprojekten der Transeuropäischen Achsen (TEN-Netz) müssen Zusatzmauten eingehoben werden. Für grenzüberschreitende Projekte dürfen das max. 25 Prozent sein, für Projekte im Binnenland max. 15 Prozent. In Tirol ist dies die Inntalautobahn zwischen Kufstein und Innsbruck sowie die Brennerautobahn von Innsbruck bis zur Brenner-Staatsgrenze. Hier wird ein Zuschlag von 25 Prozent auf die Infrastrukturkosten verrechnet. Die Mauttarife für die Benützung der Brennerautobahn beinhalten - wie bisher - einen Zuschlag zur Querfinanzierung des BBT.

Die Wegekosten-RL bestimmt jedoch, dass die Zusatzmaut mit den externen Kosten gegenverrechnet werden muss. Das bedeutet, dass nur mehr die Infrastrukturkosten zum Tragen kommen, da der Zuschlag von 25 Prozent deutlich höher ist als die externen Kosten. Dies führt - kurioserweise - dazu, dass im Unterninntal zum Teil sogar eine niedrigere Maut als 2016 verrechnet wird.


Infrastrukturkosten
Diese werden grundsätzlich nach der Achsenzahl verrechnet. Für Euro-6-Lkw werden die Infrastrukturkosten "gestützt", sodass für Fahrzeuge ein niedrigerer Tarif zur Anwendung kommt.

Die Infrastrukturkosten werden jährlich im gleichen Ausmaß wie die Vignettenpreise valorisiert und werden bereits im Sommer jeden Jahres verlautbart. Dies trägt zur besseren Planbarkeit bei Preisangeboten positiv bei. Die bisherige Anpassung der Tarife im Zwei-Jahres-Rhythmus (Tarifspreizung) entfällt komplett.


Externe Kosten
Bei den Luftschadstoffen werden die Lkw - entsprechend ihrer Euro-Norm - zu Gruppen zusammengefasst, wobei für schadstoffärmere Fahrzeuge ein niedrigerer Beitrag verrechnet wird. Lkw mit Euro-6-Motoren werden vom Zuschlag für die verkehrsbedingte Luftverschmutzung befreit.

Hinsichtlich der Lärmkosten gibt es eine Differenzierung zwischen Tag (05:00 - 22:00 Uhr) und Nacht (22:00 - 05:00 Uhr). Am Tag wird ein Zuschlag von 0,07 Cent pro Kilometer und in der Nacht ein Zuschlag von 0,11 Cent berechnet. Die externen Kosten werden bis 2020 nicht mehr valorisiert!


Verwendung der Mittel
Während die Infrastrukturkosten direkt an die ASFINAG fließen, werden die externen Kosten vom BMVIT für verkehrsrelevante Projekte - u.a. bis 2020 zur Tarifstützung von Euro-6-Lkw - verwendet. Weiters sollen mit diesen Mitteln die Aus- und Weiterbildung für Berufskraftfahrer gefördert werden.


Tarife (bitte beachten: für Unterinntal- und Brennerautobahn - Sondertarife)

GO Mauttarife

Die ab 1. Jänner 2017 geltenden Detail-Tarife entnehmen Sie bitte der Verordnung im Downloadbereich. 


Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol

Abteilung für Verkehrspolitik

Mag. Josef Ölhafen,
T 05 90 90 5-1257,
E josef.oelhafen@wktirol.at

Mag. Patrick Friedrich,
T 05 90 90 5-1256,
E patrick.friedrich@wktirol.at

MMag. Gabriel Klammer,
T 05 90 90 5-1254,
E gabriel.klammer@wktirol.at